Percy (Filmkritik)

Percy Schmeiser ist Landwirt in der kanadischen Provinz. Mit 70 Jahren weiß er natürlich wohl um sein Handwerk bescheid und verwendet stets sein eigenes Saatgut. Doch eines Tages flattert ein Klagsschreiben des Agrarkonzerns Monsanto ins Haus, die Percy beschuldigen ihr genmanipuliertes Saatgut gestohlen zu haben.

Percy lehnt den von seinem Anwalt empfohlenen Vergleich ab und zieht vor Gericht. Doch ein einzelner Bauer kann gegen einen riesigen Konzern nichts bewirken. Unerwartete Hilfe bekommt er durch die Umweltaktivistin Rebecca, die aufzeigen will, wie schlecht diese Genmanipulationen sind…

Kritik:

Clark Johnson zeigt uns in seinem Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, den modernen Kampf David gegen Goliath. Großkonzerne bestimmen den Markt, regulieren den Preis und tun alles um ihre Millionengewinne zu vergrößern. So manipulieren Saatgutkonzerne die Frucht mit diversen Genen und Chemikalien, um sie resistent gegen Unkrautvernichter zu machen, um im Endeffekt die Erträge zu steigern. Inwiefern sich das auf unsere Gesundheit auswirkt, ist denen egal. Sie verkaufen ihr Saatgut in Knebelverträgen an kleine Landwirte. Und wie im Fall von Percy Schmeiser suchen sie bei ihren Nichtkunden Gründe für teure Klagen.

Doch zum Glück langweilt uns Johnson nicht mit Gerichtsverhandlungen. Er geht tiefer in die Geschichte, zeigt uns Percys Familie, wir erleben mit wie sie nach der Schmutzkampagne des Saatgutrisen in der Dorfgemeinschaft ausgegrenzt werden und dank der Umweltaktivistin Rebecca führt unsere Reise sogar bis Indien, wo Percy einheimische Bauern trifft und deren Geschichte bezüglich der Großkonzerne erfährt.

Die Verhandlungen sind recht kurz gehalten, dabei widmet Johnson Percys Anwalt Jackson Weaver, der von Zach Braff gespielt wird, etwas Zeit. Weaver ist ein kleiner Provinzanwalt und schier überfordert als der Fall immer größer wird. Doch gibt er sich alle Mühe um seinem Mandanten zu helfen. Braff überzeugt in seiner Rolle und stellt die Selbstzweifel gut dar.

Christina Ricci spielt die charismatische Umweltaktivistin, die Percys Fall für ihren Kampf gegen die verwerflichen Praktiken der Großkonzerne ausnutzt, und ihm dadurch zu einer Ikone für kleine Landwirte. Mit dem Fall und der Entscheidung des obersten Gerichtshofes wurde den Konzernen ein herber Dämpfer verpasst. Es ist schön, Ricci mal wieder in einem Film zu sehen. Sie hat sich in den letzten Jahren eher auf TV und Synchronisationen konzentriert. Sie bringt ihren jung gebliebenen Charme in ihre Rolle ein.

Sichtlich gealtert und doch erhaben gibt sich Christopher Walken als Bauer Percy. Wir kennen ihn ja eher als Bösewicht und düsteren Zeitgenossen. Als Farmer Percy gibt er einen sturen aber liebevollen Familienvater und Großvater, der auf seiner Meinung beharrt und damit bis zum obersten Gerichtshof geht.

Die Ausstattung des Films ist durchaus gelungen und überzeugt in jeder Ecke. Am Budget wurde nicht gespart, so wirkt zum Beispiel auch das Unwetter zu Beginn des Films sehr unheilvoll. Da Johnson uns mehr das Drumherum zeigt, vergeht auch die Zeit wie im Flug und es kommen keine Längen auf.

Fazit:

Percy erzählt eine packende Geschichte nach eine wahren Begebenheit mit globalen Auswirkungen.

Bewertung: 3.5 von 5.

Wir bedanken uns bei Cinemaids für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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