Men of hard Skin (Filimkritik)

Ariel lebt mit seiner Familie auf einer Farm irgendwo in Argentinien. Die Schwester studiert und der Vater erwartet mehr Mithilfe am Feld von dem Jungen. Doch er verbringt lieber Zeit mit dem Priester Omar oder hilft in der Suppenküche der Mission mit. Ariel ist dem Geistlichen verfallen und glaubt an die große Liebe, doch möchte dieser die Beziehung beenden und sucht Rat bei einem älteren Priester.

Gebrochenen Herzens kehrt Ariel zur Farm zurück. Der Schmerz dauert nicht lange, denn ein fescher Erntehelfer, namens Julio, erregt Ariels Aufmerksamkeit. Als der Priester dahinter kommt, engagiert er aus Eifersucht einen Freund, der Julio zu einer Sexparty einladen soll. In der Zwischenzeit offenbart Julio Ariel, dass er eigentlich verheiratet ist und nicht mehr als Sex von dem Jungen will…

Kritik:

Autor und Regisseur José Celestino Camusano zeigt uns hier eine kontroverse Geschichte. Im Mittelpunkt steht ein Farmersohn, der von einem Priester missbraucht wurde und sich in den verliebt hat. Dieser Umstand wird aber nicht wirklich negativ thematisiert. Der Priester stößt ihn weg, weil er einen anderen Jungen begehrt, welcher sich seinen Fängen entziehen kann. Woraufhin er einen zwielichtigen Säufer bittet Ariels neuen Freund Geld für Sex zu bieten.

Camusano lässt hier seinen Protagonisten nicht unter dem Missbrauch leiden, sondern unter der Abweisung des Priesters. Das Thema bleibt Ariels Geheimnis und wird auch nicht mit der Familie besprochen. Der Priester wird nicht an den Pranger gezerrt, was Camusano in einem recht schiefen Bild erscheinen und uns Zusehern die Galle überkochen lässt.

Relativ schnell hat er auch seinen Trennungsschmerz überwunden und lässt sich auf Sex mit einem Erntehelfer ein. Als sein Vater die beiden beim Beischlaf erwischt, schickt er Julio weg und zahlt seinem Sohn eine Nutte. Ein klärendes Gespräche hätte vielleicht mehr Sinn gehabt, doch soweit denkt Papa nicht.

Camusanos nimmt sich für seine Charaktere Zeit, so zeigt er uns wie der Priester versucht mit seinem Leben klar zu kommen, Rat bei einem ältern Missbrauchspriester sucht. Wir sehen wie unglücklich Julio mit seiner Familie ist und natürlich wie es Arial beim Erkunden seiner Gefühlswelt geht. Jedoch beschränkt sich Camusano hier mehr auf den sexuellen Part und stellt den Jungen mehr als Schlampe dar. Dabei könnte Wall Javier auch gut Gefühle zeigen und als Darsteller überzeugen.

Die Sets sind gut gewählt und sehen authentisch aus. Die gewählten Statisten passen gut in die Szenerie. Musik kommt relativ selten zum Einsatz. Irgendwie tritt der Film auf einer Stelle vor sich hin, ohne echte Höhepunkte zu haben. Ariel trifft auf verschiedene Personen, welche aber selten von Bedeutung sind. Es wirkt als wäre das Drehbuch nicht ganz durchdacht. Die Szenen springen ohne Übergang um.

Fazit:

Ein unausgegorenes Drehbuch und wenig Mut zu Konsequenzen kann der gute Hauptdarsteller leider auch nicht überspielen.

Bewertung: 2 von 5.

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