Iron Mask – Journey to China (Filmkritik)

Der Legende nach gab es einst einen mächtigen Drachen, dessen Wimpern in die Erde wuchsen und im Tal wieder heraus kamen. Dort wuchsen Teesträucher, deren Blätter ein begehrtes Gut wurden. Der Drache wählte unter einigen Zauberern Wächter aus. Doch böse Zauberer eroberten die Drachenhöhle und schickten die Wächter in Gefangenschaft auf der anderen Seite der Welt. Genauer gesagt, in den Tower von London.

Währenddessen kartographisiert der Geograph Jonathan im Auftrag des russischen Zaren die Grenzen des russischen Reiches. Auf seinen Reisen begegnet er phantastischen und garstigen Geschöpfen. Doch anstatt der erhofften Belohnung wird er in Moskau in ein Gefängnis gesteckt. Wie es der Zufall will, verfliegt sich Jonathans Brieftaube und landet im Tower von London, wo der echte russische Zar, Peter der Große, mit einer eisernen Maske am Kopf sein Dasein fristet.

Da die russische Intrige aufzufliegen droht, lässt man Jonathan aus dem Gefängnis frei, schickt ihn aber weiter nach Osten, um ihn auf dem Weg dorthin zu ermorden. Glücklicherweise ist seine junge Begleiterin kampferprobt und verhindert Schlimmeres.

In der Zwischenzeit hilft Jonathans Frau den wahren Zaren zu befreien, welcher dem Meister mit dem er inhaftiert war, versprochen hat nach China zu gehen und dessen Tochter, die Jonathan begleitet zu suchen…

Kritik:

Regisseur Oleg Stepchenko liefert uns in dieser russisch-chinesischen Koproduktion einen fantastischen Klamauk, der für kurzweilige Unterhaltung sorgt. Die Geschichte erstreckt sich über zwei Kontinente und ist deshalb etwas ausführlicher, doch behalten wir leicht den Überblick. Und gerade weil so viel in die Geschichte einfließt, wird Vieles nur kurz angeschnitten und damit Potential verspielt. Auch wenn historische Persönlichkeiten genannt werden, haben sie nichts mit der Realität zu tun. Die Sache mit der Eisernen Maske kennen wir eher aus Frankreich, und auch wird die in der deutschen Fassung titelgebende Maske nur zu Beginn getragen.

Mit der Reise alleine und den phantastischen Wesen hätte ein eigener Film gefüllt werden können. Stattdessen tischt uns Stepchenko eine politische Intrige auf und führt viele wichtige Charaktere zusammen, die sich die Spielzeit quasi teilen müssen. So gewährt er zum Beispiel Chackie Chan und Arnold Schwarzenegger nur einen relativ kurzen Auftritt. Immerhin dürfen die Beiden ihre Kampfkünste zur Schau stellen.

In der ersten Hälfte werden die Charaktere vorgestellt und neben Abwechslung erwartet uns auch die ein oder andere witzige Szene. Stepchenko nimmt sich etwas Zeit um uns alle vorzustellen. Leider bleiben die namhaften Darsteller eher im Hintergrund. Im Mittelteil wird die Szenerie etwas ernster und die wahren Bösewichter des Films treten auf. Außerdem treffen unsere Helden aufeinander. Der anfängliche Humor ist hier leider auf der Strecke geblieben. Die Darsteller wirken zwar bemüht, können aber nicht immer über Drehbuchschwächen hinwegtäuschen.

Tricktechnisch sind die Computeranimationen auf hohem Niveau. Kreaturen und ganze Städte entstammen dem PC und können sie durchaus sehen lassen. Stepchenko kam nicht umhin auch Szenen für den 3D Markt einzufügen. Dabei fliegen Gegenstände in die Richtung der Kamera, was allerdings relativ unnötig ist. Spannung kommt selten auf, doch gelegentlich wird das Tempo hoch gehalten. Das Finale bietet dann wieder interessante Ideen und etwas Action.

Fazit:

Das Geheimnis des Drachensiegels, wie der Film im Original heißt, bietet kurzweilige Unterhaltung und Ansätze mit Potential. Leider kann das Niveau über den Film hinweg nicht gehalten werden und anfängliches Potential wird verspielt.

Bewertung: 3 von 5.

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die DVD kaufen.

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