Das blutrote Kleid (Filmkritik)

Sheila ist Mitte 50, geschieden und wohnt mit ihrem erwachsenen Sohn zusammen. Doch schön langsam sehnt sie sich wieder nach einem Mann in ihren Leben und durchforstet die Kontaktanzeigen der hiesigen Zeitung. Da sie für ihr Date nichts Passendes anzuziehen hat, beschließt Sheila im Weihnachtsabverkauf nach einem neuen Kleid zu suchen. Fündig wird sie in einer Nobelboutique. Ein blutrotes Kleid zieht Sheila in seinen Bann und scheint perfekt für das anstehende Date zu sein. Doch Sheila ahnt gar nicht, welch dunkles Geheimnis das Kaufhaus birgt und welcher garstige Fluch auf dem Kleid liegt…

Kritik:

Autor und Regisseur Peter Stickland präsentiert uns mit In Fabric einen interessanten Beitrag zum Horrorgenre. Im Mittelpunkt steht ein rotes Kleid, das mit einem okkultem Fluch belegt ist. Unsere Protagonistin Sheila bemerkt nach und nach, dass mit dem Kleid etwas nicht stimmt. Stickland bekräftigt dies offensichtlich mit Szenen von okkulten Praktiken der Kaufhausangestellten, lässt uns aber über Details und Hintergründe im Dunkeln.

In der ersten Stunde nimmt sich Stickland viel Zeit für Sheila, eine Frau um die 50, die ihre Trennung überwunden hat, wieder nach frischer Liebe sucht und mit der angehenden Schwiegertochter gar nicht klar kommt. Im Job wird Alles und Jedes auf die Goldwaage gelegt und Sheila verbringt mehr Zeit damit sich vor ihren Chefs zu rechtfertigen, als zu arbeiten. Als sie den Verdacht hegt, dass mit dem Kleid etwas nicht stimmt, schließt Stickland das Kapitel ab und erzählt uns eine weitere Geschichte, mit anderen Protagonisten, die etwas weniger vor ihrer Vergangenheit preis geben.

Dem geschuldet beendet Stickland auch die bis dahin aufgebaute Spannung und beginnt diese von neuem Schritt für Schritt zu erhöhen. Die Kaufhausmitarbeiter treten nun seltener auf, doch das Kleid wird dafür selbst aktiver. Die Gezeigten Szenen in Kombination mit der stets passenden Musik sorgen für eine dichte Atmosphäre.

Fazit:

Ein interessanter Genrebeitrag, fernab des Mainstreams. Der Szenenwechsel mag zwar überraschend kommen, rückt aber das Kleid weiter in den Vordergrund.

Bewertung: 3 von 5.

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Unterstützung.

Hier könnt ihr die Blu-ray kaufen.

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