Paranormal (Serienkritik)

Der Mediziner Dr. Refaat Ismail führt ein beschauliches Leben in Kairo. Er ist mit einer hübschen Frau verlobt, doziert an einer Uni und deutet sämtliche Missgeschicke mit schwarzhumorigen Unterton als Folge von Murphys Gesetzen. Als seine alte Kommilitone aus Schottland plötzlich vor der Tür steht, wird sein Leben nochmal so richtig durchgerüttelt. Denn schließlich ist er noch immer die Frau verliebt, obwohl er es ihr nie gesagt hat.

Kurzerhand lädt er sie zu seinem Geburtstagsessen bei seiner Familie ein, was natürlich für etwas Durcheinander sorgt. Doch Sorgen sollte sich Rafeet eher um den Geist machen, den sein kleiner Neffe seit geraumer Zeit sieht. Denn auch er selbst hatte in seiner Kindheit die ein oder andere übernatürliche Begegnung, auch wenn er heute nicht mehr daran glauben will…

Kritik:

Mit Paranormal finden wir einen überaus gelungenen und interessanten Beitrag aus Ägypten auf Netflix. Dabei fließen auch ein wenig muslimische Mythen in die Serie mit ein, was sie vielleicht noch einen Tick interessanter macht, denn der europäische und US amerikanische Einheitsbrei bietet nicht mehr viel Neues. Doch die Serie bietet auch in anderen Belangen viel Positives.

So wächst uns der etwas mürrische Held sogleich ans Herz. Pessimistisch zitiert er Murphys Gesetz, als er wieder mal Kaffee verschüttet, scheucht eine Katze aus seiner Wohnung, mit der er eigentlich vereinbart hatte, dass sie nicht all zu lange bleiben darf. Ständig passiert um ihn herum etwas Seltsames, was durchaus für einige Schmunzler sorgt.

Mit der alten Freundin und seiner Familie, samt verlobter Cousine ist unser Protagonist von liebenswerten Charakteren umringt, deren Geschichte gut ausgearbeitet ist. Refaat hadert mit sich selbst, ist in einer unglücklichen Beziehung, aber traut sich nicht reinen Tisch zu machen. Noch dazu holt ihn seine Vergangenheit wieder ein.

Und diese ist, wie der Titel schon verspricht Paranormal. So begegnen wir Geistern, verfluchten Mumien, und Anderem. Jede Folge baut die Geschichte auf den Vorherigen auf. Sie haben zwar jeweils eine Thematik, doch fügen sie sich ineinander zusammen und die Geistergeschichte führt sich wie ein roter Faden durch. Nach und nach erfahren wir von Refaats Kindheit und deren Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen.

Jede Folge hat ihre spannenden und witzigen Momente. Die Spannung spitzt sich auch über den weiteren Verlauf zu. Effekttechnisch ist diese Produktion auf sehr hohem Niveau und braucht sich hinter Hollywoodgrößen keinesfalls zu verstecken.

Fazit:

Sehr gelungene Mysteryserie, die uns auch eine Hintertür für eine Fortsetzung offen lässt.

Bewertung: 4 von 5.

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