The VVitch (Filmkritik)

Irgendwann Mitte des 17. Jahrhunderts wird ein Farmer mit seiner Familie aus der Gemeinschaft verstoßen, weil sein Glauben vom Rest des Dorfes abweicht. Also zieht die Familie an den Rand eines großen Waldes. Und weil es dort nix Besseres zu tun gibt, bekommen sie noch ein Kind. Eines Tages verschwindet eines der Kinder im Wald und die Familie wirft sich gegenseitig Vorwürfe an den Kopf. Noch dazu fällt die Ernte schlechter aus und die Familie fürchtet zu verhungern.

Eines Nachts schleichen sich die beiden ältesten Kinder in den Wald um ihren verlorenen Bruder zu suchen, sie sind davon überzeugt, dass eine Hexe in dem Wald wohnt und ihn geholt hat. Etwas später kommt der Junge zurück und scheint besessen zu sein….

Kritik:

Robert Eggers verfilmte seine Version einer Folklore Geschichte und erzählt uns ein Familiendrama mit Mystery Einflüssen. So befinden wir uns in einer Zeit wo die Menschen sich von der Bibel beeinflussen ließen und alles Böse als Hexerei abtaten.

So begleiten wir eine Familie, deren erzkonservative Eltern von einem Dorf verstoßen wurden und mit den Kindern ein neues Leben aufbauen wollen. Doch das ist alles Andere als einfach. Sie sind bettelarm. Die Ernte ist verdorben, der Vater kann außer Holzhacken nicht wirklich viel. Beim Jagen ist er eine Niete. Er überlegt sogar seine ältere, schon geschlechtsreife Tochter zu verkaufen. Religiöser Fanatismus und viel Fantasie bringen die kleinen Kinder auf relativ seltsame Gedanken, wobei die Schwester schnell zur Hexe gemacht wird und der schwarze Hofziegenbock vom Teufel besessen sei.

Als das erste Kind verschwindet sprechen die Eltern nicht mehr darüber, der Vater sucht es zwar, doch ist die Mutter überzeugt der Junge sei nun beim Teufel. Und dann verschwindet der große Bruder eines Nachts als der den Kleinen auch suchen wollte. Als er wenig später nackt und verstört zurückkehrt scheint die Situation zu eskalieren. Verstaute Ängste treten in den Protagonisten hervor. Ihr religiöser Fanatismus treibt seltsame Kreise.

Die Charaktere sind dabei gut ausgearbeitet und auch die Darsteller können dabei überzeugen. Einzig die Kinder nerven wieder mal ohne Ende. Die Dialoge sind teilweise in einer altertümlichen Weise geführt, was ein wenig authentischer wirkt. Das Set ist sehr stimmungsvoll gestaltet, im Inneren des Hauses geben nur Kerzen Licht.

Die Atmosphäre im Film ist recht dicht gehalten, was der guten Kombination von visueller Optik und gut gewählter Musik geschuldet ist. Spannung kommt allerdings nicht auf, und die titelgebende Hexe hält sich sehr bedeckt. Im Vordergrund steht die Familie.

Fazit:

The VVitch bringt eine kleine Abwechslung zum Hexeneinheitsbrei.

Bewertung: 3.5 von 5.

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