The Lodge (Filmkritik)

Da seine Kinder Aidan und Mia mit der neuen Freundin Grace nicht klar kommen, beschließt der Journalist Richard dem Abhilfe zu verschaffen. Die Familie fährt in den Weihnachtsferien in eine Waldhütte in den verschneiten Bergen. Die Kinder sind natürlich alles Andere als begeistert, dass Papa kurzfristig arbeiten muss und sie mit Grace alleine in die Lodge schickt.

Gerade als die drei beginnen sich anzufreunden, geschehen seltsame Dinge im Haus, der Strom fällt aus, Sachen verschwinden. Was den Verdacht der Kinder bestärkt, dass mit Grace irgendwas nicht stimmt. Denn auch sie wissen über ihre bewegte Vergangenheit bescheid….

Kritik:

Die Regisseure Severin Fiala und Veronika Franz bescheren uns mit The Lodge einen langsamen und doch etwas unheimlichen Film, der auch mit einer wunderschönen verschneiten Landschaft punkten kann. Dazu stellen sie uns vier Charaktere vor, deren Vergangenheit sie in der Einöde wieder einholt, und die nebenbei noch mit ihren eigenen Vorurteilen zu kämpfen haben.

So gehen wir von einer Familie aus, die nach einem tragischen Vorfall nur noch zu dritt da ist. Papas neue Freundin wird, wie so oft, von den Kindern nicht akzeptiert. Außerdem hat diese noch eine sehr dunkle Vergangenheit, die sie immer wieder einholt und auch die Kinder in ihren Bann zu ziehen scheint. Doch es dauert bis das Alles mal raus kommt. Die Regisseure lassen sich Anfangs viel Zeit. Dies tut zwar den Charakteren gut, bremst aber das Tempo extrem ein.

Als der Papa dann arbeiten fährt, nimmt der Film auch etwas an Fahrt auf. Seltsame Dinge geschehen, die Bezug auf Graces Vergangenheit nehmen, die Charaktere beginnen sich noch komischer zu verhalten, und Grace verfällt zusehends dem religiösen Wahnsinn. Dabei steigt der Spannungslevel stetig an und der ein oder andere unerwartete Moment kommt auf uns zu.

Die Charaktere werden sehr gut vorgestellt und entwickeln sich über den Film hindurch. Dabei können auch die Darsteller überzeugen. Den Kindern gelingt es, nicht zu nerven, was ein großer Pluspunkt ist . Die Atmosphäre wird durch die verschneite Landschaft, aus der es kein Entrinnen zu geben scheint, verstärkt. Auch die Musik passt gut zum Film.

Fazit:

Langsamer Psychotrip mit guten Ansätzen.

Bewertung: 3 von 5.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s