Die Känguru Chroniken (Filmkritik)

Marc-Uwe, ein junger Künstler mit Migräne Hintergrund, lebt in den Tag hinein und nimmt es auch relativ gelassen als sein neuer Nachbar, ein waschechtes, sprechendes Känguru an seiner Tür läutet und sich Eier für einen Eierkuchen ausleiht. Kurzerhand zieht das Tier auch schon bei Marc-Uwe ein.

Die Idylle in dem kleinen, heruntergekommenen Berliner Viertel wird von kleineren Streitereien mit Nazis und den Bauvorhaben eines rechtpopulistischen Politikers getrübt. Denn das Viertel soll abgerissen werden. Es dauert nicht lange, bis die beiden mit dem Politiker zusammenstoßen

Kritik:

Zugegeben, ich bin auf den Film durch ein EXIT Spiel gestoßen und kenne auch die Bücher nicht. Wovon es mittlerweile ja schon vier gibt. Nachdem die Geschichte im EXIT Spiel recht witzig war, wollte ich ja mal zumindest die filmische Vorlage sehen.

Diese lebt von seinen Charakteren und wirft einen humoristischen Blick auf rechtspolitisch eingestellte Aluhutträger, von denen es in letzter Zeit leider immer mehr zu geben scheint. Dabei strotzt der Film von Seitenhieben auf eben diese Gesellschaft und stellt deren Mitglieder auch als weniger intelligent darf.

Als Gegenpol wird uns eine illustre, multikulturelle, weltoffene und überaus sympathische kleine Gemeinsacht präsentiert, in der sich Widerstand gegen die Zerstörung ihrer Siedlung regt. Die Charaktere sind teilweise recht skurril und schrullig dargestellt und harmonieren perfekt miteinander.

Und dann ist da noch ein Känguru. Niemand scheint sich zu wundern, dass da ein sprechendes Känguru rumhopst. Denn im Grunde genommen ist das Känguru das Alter Ego des Hauptdarstellers. Das Tier sagt Sachen, die sich der Mensch nie trauen würde und stellt das klare Gegenteil zum eher zurückhaltenden Marc-Uwe dar. Es leitet ihm fortan durchs Leben, hilft ihm beim Daten seiner Angebeteten und beim Kampf gegen die Bösewichter.

Fazit:

Witzige Sozialkritik mit einfacher Geschichte und skurrilen Charakteren.

Bewertung: 3.5 von 5.

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