Zombie – Dawn of the Dead (Filmkritik)

Wir konnten der Zombie Apokalypse nicht Herr werden. Die Welt versinkt im Chaos. Während ein Fernsehsender noch versucht die Menschen über die Lage zu informieren, kippt die Stimmung und jeder versucht sein Glück alleine. Dabei treffen der Verkehrsreporter und seine Ex-Freundin zwei Mitglieder eines SWAT Teams, mit denen sie gemeinsam nach einem Zufluchtsortsuchen. Als sie ein verlassenes Einkaufszentrum finden, beschließen sie dort zu bleiben. Doch entwickelt sich die Mall schnell zur Todesfalle….

Kritik:

10 Jahre nach seinem Überraschungshit „Night of the Living Dead“ drehte George A. Romero mit wesentlich mehr Budget eine Fortsetzung. Unterstützung bekam er von keinem Geringeren als Dario Argento. Welcher mit den Goblins die Musik beisteuerte und für den europäischen Markt eine eigene Schnittfassung des Films anfertigte. Und so kam es, dass es von dem Film verschiedenste Filmfassungen gibt. Jahre später lieferte Romero einen Directors Cut nach und die Deutschen schusterten alle Szenenfitzeln zu einem Ultimate Final Cut zusammen, den ich aber nicht wirklich empfehlen kann.

Romero erzählt seine kurze Geschichte weiter und stellt die Menschheit vor einen Abgrund. Die Zombies nehmen Überhand und die Endzeit wird bald eingeläutet. Wieder begleiten wir eine Gruppe Überlebender, die sich an einem Ort verschanzt und auf ein Wunder hofft. Das Einkaufszentrum ist wesentlich größer als das Haus beim Vorgänger, bietet mehr Möglichkeiten und verströmt einen eigenen Flair. Es repräsentiert unsere Konsumgesellschaft und die Gier recht gut. Die sicheren Plätze in der Mall werden immer enger und die Protagonisten müssen eine Lösung suchen.

Die handgemachten Effekte und das hellrote Ketchup Blut verdanken wir wieder Meister Ton Savini, der sich auch für die blauen Köpfe der Zombies verantwortlich zeichnet. Die Einschüsse, Bisse und Gerdärmematschszenen sind sehr gut umgesetzt. Spannung kommt ein wenig auf, was der Größe des Sets geschuldet ist. Die klaustrophobische Stimmung wurde im ersten Teil besser umgesetzt. Auf jeden Fall gibt es weit mehr Action, mehr Zombies, mehr Kopfschüsse.

Die Charaktere sind zweckdienlich. Wir erfahren nicht wirklich ihre Hintergrundgeschichte und eine Entwicklung ist auch keinem gegönnt. Es fehlen einfach die negativen Gegenpole, die Verzweifelten. Die paar Menschen ziehen brav an einem Strang wie es sein sollte, dennoch ist das für den Film ein wenig zu geradlinig. Die Darsteller wirken routiniert, ihnen wird auch nicht wirklich Dramaturgie abverlangt. Für etwas Abwechslung sorgt dann endlich eine Bikergang, wo auch Savini einen Gastauftritt hat.

Fazit:

Gelungene und vor allem sehr blutige Fortsetzung eines Meisterwerkes.

Bewertung: 4 von 5.

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