Angriff der Lederhosenzombies (Filmkritik)

Da die Schneelagen durch den Klimawandel immer mehr bedroht werden, entwickelt der geldgeile Hotelier und Liftbetreiber Franz ein „Wundermittel“ für Schneekanonen. Bei der Vorführung platzt allerdings ein Schlauch und das grüne Zeug spritzt dem russischen Investor ins Gesicht.

Währenddessen dreht eine Filmcrew ein Snowboardvideo und lässt den Tag unfreiwillig in Ritas Schihütte ausklingen, nachdem der Dreh quasi in die Hose gegangen ist. Es ist der letzte Tag der Saison, also wird dort noch ordentlich gesoffen. Da der Lift schon abgedreht ist, kommt auch niemand mehr bis zum Morgengrauen von der Hütte weg. Und so fällt der mit dem komischen Zeug infizierte Russe nicht weiter auf.

Es dauet nicht lange, bis sich der Russe in einen Zombie verwandelt, hungrig wird und eine alpine Zombieapokalypse auslöst….

Kritik:

Der schladminger Regisseur und Autor Dominik Hartl bringt uns Zombies in die Alpen. Dabei hätte er sich sicher nie träumen lassen, dass vier Jahre später auch in einer Schihütte eine grausliche Pandemie in Österreich ihren Anfang nehmen wird. Dennoch findet gerade dort sein Alphazombie das erste Opfer und der kurzweilige Spaß geht los.

Als Wurzel allen Übels ist die Gier wieder Mal der Hund. Und ein seltsames grünes Wässerchen ist auch nicht ganz unschuldig dabei. Als Vorbilder dienten dem jungen Regisseur „Shaun of the Dead“ und „Braindead“, was sich auch gut bemerkbar macht, denn neben exzellenten, handgemachten Effekten und gatschigen Innereien wird auch der Humor hoch gehalten. Dabei finden wir auch eine gelungene Hommage an Peter Jacksons Rasenmäherszene in Form einer Schneefräse wieder. Und damit der österreichische Touch auch beim Morden erhalten bleibt, metzeln sich die noch Lebenden im Takt des Donauwalzers durch die Zombiehorde.

Die Sets sind gut eingefangen und sorgen für eine passende Atmosphäre. Spannung kommt bei der gelungenen Action allerdings nicht auf. Der Hauptfokus liegt klar auf Blut und Humor. Letzteres verdanken wir auch dem gelungenen Cast, der uns einige skurrile Charaktere beschert. Besonders Hüttenwirtin Rita ist ein Schmankerl. Die Darsteller machen ihre Sache recht gut, wobei wir uns kein Oscarniveau erwarten dürfen. Manche Dialoge wirken etwas aufgesetzt.

Fazit:

Gelungener und vor allem blutiger und lustiger Zombiefilm aus Österreich.

Bewertung: 3.5 von 5.

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