The Witch next Door (Filmkritik)

Ben verbringt die Sommerferien bei seinem Vater, der an einem idyllischen Küstenort wohnt. Dort soll er Papa bei der Arbeit am Strand helfen. Da seine Eltern gerade eine Scheidung durchmachen, ist die Familie recht angespannt. Außerdem hat Papa schon eine neue Freundin, was die Sache nicht besser macht. Ben macht das Beste draus und freundet sich mit seiner Arbeitskollegin und auch mit der Nachbarin an, was deren Mann allerdings gar nicht gefällt.

Eines Nachts hört Ben seltsame Geräusche am Haus und sieht einen Schatten draußen rum schleichen. Fortan geschehen seltsame Dinge rund ums Nachbarhaus und die gute Frau beginnt sich komisch zu benehmen, da eine Waldhexe sie als Wirtskörper auserkoren hat. Da sie auch die Erinnerungen an ihre Opfer auslöschen kann, glaubt Ben nieman…

Kritik:

Die Autoren und Regisseure Brett und Drew Pierce legen hier den Hauptfokus nicht auf eine Familie, die von einer Hexe heimgesucht wird und alleine damit fertig werden muss, sondern auf die Familie, die nebenan wohnt. Somit ändern sie den Blickwinkel auf die seltsamen Vorkommnisse und ziehen den Hauptprotagonisten erst nach und nach ins Geschehen ein, ganz nach dem Vorbild der Regisseure, Fright Night. 

Bis dahin hadert dieser mit dem Erwachsenwerden, der schwierigen familiären Situation, Mädchengeschichten und nervigen Gleichaltrigen, die ihn als Opfer ansehen. So gelingt es den Pierce Brüdern uns den Burschen ausreichend vorzustellen und ich als Helden auftreten zu lassen, der allen Widrigkeiten zum Trotz der Gefahr stell. Und das, obwohl er sich auch elegant raus halten könnte. Mit John-Paul Howard wurde ein talentierter Jungdarsteller gefunden, der beim nächtlichen Nacktbaden mit seiner Angebeteten gar nicht schüchtern ist.

Und es tut dem Film auch gut, dass er nicht permanent auf der Horrorschiene bleibt, so bauen wir eine Beziehung zu den Darstellern auf, was leider viele Filme verabsäumen. Doch gelingt es auch das richtige Gleichgewicht zu finden, was uns anfangs ein paar Schatten und seltsame Ereignisse beschert und im weiteren Verlauf dann voll auf Horror umschlägt. Dabei dürfen wir handgemachte und gelungene Effekte bewundern, die Spannung steigt ein Wenig und vereinzelt bemühen sich Schockmomente, aber wollen nicht so recht greifen. Die Sets sind stimmungsvoll gestaltet und dank der passenden Musik kommt auch einen dichte Atmosphäre auf. Die Szenen am Strand lockern das Ganze dann etwas auf.

Fazit:

Gelungener Hexenfilm, der anfangs etwas langsam ist, diese Zeit jedoch für seine Charaktere nutzt.

Bewertung: 3.5 von 5.

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