Krampus (Filmkritik)

Weihnachten steht vor der Tür und alle Menschen sind hektisch und gereizt. Und wie jedes Jahr veranstaltet die Familie des kleinen Max ein Weihnachtsessen mit der ganzen Verwandtschaft. Doch Weihnachtsstimmung mag dabei gar nicht aufkommen. Im Gegenteil, sie werfen sich Beleidigungen an den Kopf und vermiesen dem Junior, der noch an den Weihnachtsmann glaubt das Fest.

Frustriert zerreist er seinen an Santa adressierten Brief und wirft ihn aus dem Fenster, was Santas grausigen Helfer, den Krampus auf den Plan ruft. Plötzlich zieht ein Schneesturm auf, der Strom fällt aus und Weihnachten wird jetzt erst recht zum Alptraum. Einzig Oma weiß, was nun auf die Familie zu kommt….

Kritik:

Regisseur Michael Dougherty hält uns zu Beginn des Films einen Spiegel vors Gesicht und hat damit vollkommen Recht. Zu Weihnachten mutiert der Mensch zum Tier. Und meist artete gerade die angeblich Stille zeit in Streitereien und Stress aus. Und diese Familie schenkt sich nichts. Beleidigungen fliegen hin und her und ich hätt die schon längst alle vor die Tür gesetzt. Doch Dougherty nutzt eben dies Unbehagen um einen uralten Mythos wieder aufleben zu lassen. Den Krampus, der böse Helfer des Nikolaus, der die unartigen Kinder in eine Pute steckt und in die Hölle schickt.

Und dessen Auftreten ist anfangs recht stimmungsvoll in Szene gesetzt. Im Schatten eines Schneesturms taucht das Monster auf und sorgt für etwas Spannung. Die dann aber leider durch unfreiwillig witzige Puppenszenen zunichte gemacht wird. Dabei wird Spannung von Action abgelöst. Die Effekte sind dabei gelungen umgesetzt. Auch wenn der Großteil aus dem Computer stammt, können sie sich sehen lassen. Die Sets sind detailverliebt ausgestattet und passen sich gut in den Film ein. Besonders die verschneiten Außenaufnahmen sind sehr stimmungsvoll.

Die Charaktere sind, wie schon erwähnt, einfach furchtbare Menschen, und das verkörpern die Darsteller recht gut. Zu den wenigsten baut man Sympathien auf und so tut es einem eigentlich gar nicht leid, wenn der Krampus jemanden holt. Von den Menchtypen her haben wir alles dabei, von alkoholischen Nörglern bis zu waffennarrischen Republikanern, was eine Begegnung mit dem Dämon verdient hätte.

Fazit:

Krampus ist eine weihnachtliche Horrorkomödie, die mit einigen netten Ideen aufwartet, aber leider nicht viel über Mittelmaß hinauswächst.

Bewertung: 3.5 von 5.

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