Klaus (Filmkritik)

Jasper ist der verwöhnte Sohn eines Postmagnaten. Sein Vater wollte dem Burschen etwas Selbstständigkeit lehren und ließ ihn die Ausbildung zum Postboten machen. Doch anstatt das Ganze ernst zu nehmen, relaxt Junior lieber im Pausenzelt. Also ergreift Papa drastischere Maßnahmen. Er schickt ihn an den entlegendsten Ort des Landes, hoch in den Norden. Dort soll er in einem Jahr 3000 Briefe zustellen. Schafft er dies nicht, wirft ihn der reiche Papa auf die Straße.

Also macht sich der junge Schnösel auf nach Zwitrachtingen um dort seinen Posten anzutreten. Allerdings muss er schnell feststellen, dass die Leute dort gar kein Interesse an Briefen haben, denn sie haben sich seit Jahrhunderten nichts zu sagen. Eine Fehde hat ihre Gedanken vergiftet und so gehen sie sich wen möglich aus dem Weg oder aufeinander los. So kann er sein Soll unmöglich erfüllen und wird in einem Jahr delogiert werden.

Eines Tages trifft er am äußersten Winkel des Ortes, tief im Wald, den grimmigen Holzfäller Klaus, der Spielsachen in seinem Haus bunkert. So kommt Jasper die Idee, dass Kinder einen Brief an Klaus schicken können, und im Gegenzug etwas zum Spielen bekommen. Klaus willigt der Idee ein und so bringen die Beiden Freude in die Herzen der Kinder, und bewirken damit Beachtliches….

Kritik:

Netflix präsentiert einen überaus gelungenen und durchwegs witzigen Animationsfilm für die ganze Familie. Die Charaktere sind dabei sehr gut ausgearbeitet und teilweise überaus skurril ausgefallen. Doch schließt man sie schnell ins Herz und lacht über ihre passende Situationskomik. Der Grundtenor ist durchaus ernst und somit auch für Erwachsene interessant, und zum Glück zieht sich der Film nie selbst ins Lächerliche.

Wir begleiten den aus Eigennutz erfolgreichen Briefzusteller, der sich nach und nach in dem einst verhassten Ort heimisch fühlt, die Welt um sich ins Positive kehrt und auch für weihnachtliche Stimmung mit einer interessanten und teils magischen Geschichte sorgt. Denn jede gute Tat löst eine weitere gute Tat aus. Doch bis dahin ist es noch ein weiter und vor allem witziger Weg. Manchmal erinnert die ein oder andere Szene gar an Asterix, nachdem jemand den Fisch des Händlers als stinkend bezeichnet hat.

Die Szenerie ist gut eingefangen und sehr detailverliebt gestaltet. So gelingt es auch eine dichte Atmosphäre zu erzeugen. Gegen Ende kommt ein wenig Action auf und unser Protagonist muss sich wie immer der Wahrheit stellen.

Fazit:

Gelungenes und witziges Feel-Good Movie.

Bewertung: 4 von 5.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s