Baba Yaga (Filmkritik)

Vor langer Zeit lebte eine Hexe, die Kinder mit Hilfe von Vogelwesen zu sich lockte. Sie verspeiste die Seelen der Kinder und deren Eltern vergaßen sie, als ob sie nie existiert hatten. Einem Jungen gelang es, die Hexe zu besiegen. Seit dem ist die Hexe auf der Suche nach dem Einen mit der schwärzesten Seele, dem der schon mal tot war, um sie wieder zurück auf in die Welt der Lebenden zu holen.

Vor kurzem ist eine junge Familie an den Stadtrand in eine neue Wohnung gezogen. Sohn Egor ist davon wenig begeistert, außerdem kommt er mit seiner Stiefmutter gar nicht klar, und sieht auch nicht ein, dass die Familie nun ein Kindermädchen einstellt, obwohl die Frau eh den ganzen Tag zuhause ist. Und es kommt wies kommen muss, Egor findet auch das Kindermädchen furchtbar und ungeheuerlich. Dabei reflektiert er seine Spannungen auch auf den Vater. In der Schule gibts gleich mal Probleme mit den Schulschlägern, nur in einem Mädchen scheint Egor einen Lichtblick zu sehen.

Zuhause spürt Egor die Präsenz einer dunklen Macht, der Staubsauger beginnt von alleine zu fahren, auf der Überwachungskamera sieht er Personen, die gar nicht da sind und plötzlich wird er angegriffen…

Kritik:

Also was haben wir hier? Regisseur Svyatoslav Podgaevskiy packt eine alte russische Legende in eine Mischung aus Paranormal Activity und misslungene Familiendramen. Die Erwachsenen im Film sind allesamt Ungustln. Sie verhalten sich ihren Kindern gegenüber kühl, reserviert und teils verachtend. Es kann nicht an der Präsenz der Baba Yaga liegen, denn sie sind von Anfang an so. Viel freundlicher sind die Jugendlichen auch nicht. Man merkt eine stetige Anspannung der Protagonisten.

Diese neigen dann auch ganz gern um Overacting, wobei die Kids noch etwas besser spielen als die Erwachsenen. Aber im Grunde sind alle bis auf drei vollkommen austauschbar. Zumindest erfahren wir auch die Hintergründe von zwei weiteren Jugendlichen. Doch anstatt sich gegenseitig zu öffnen, schalten sie auf stur und sind dann anfangs quasi auch auf sich alleine gestellt. Erst im weiteren Verlauf entwickeln sie sich in die richtige Richtung.

Die Ausstattung ist gelungen, obwohl die kühlen Designerwohnungen nicht ganz zu der ländlichen Waldszenerie passen wollen. Wo dann auch etwas Atmosphäre aufkommt. Die Effekte sind comupterunterstützt und doch gelungen. Auf Blut dürfen wir nicht hoffen, gelegentlich kommt etwas Spannung auf und der ein oder andere Schockmoment ist nicht ganz ungünstig platziert.

Fazit:

Nettes Kids-Mysteryabenteuer ohne rechten Biss und wenigen Sympathieträgern.

Bewertung: 2 von 5.

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