Was du nicht sagst (Filmkritik)

Matthia hat es tunlichst vermieden sich bei seiner durchgeknallten Familie zu outen. Und um sich dem Schritt weiterhin zu entziehen möchte er nach Madrid umziehen und dort arbeiten. Dort lebt auch sein Freund Eduard.

Matthia muss nur noch das Abschiedsessen mit der Familie hinter sich bringen und dann beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Doch plötzlich taucht Eduard in Rom auf um seine Schwiegereltern kennen zu lernen. Da können nur noch Matthias Freunde helfen, um die drohende Katastrophe so lang wie möglich rauszuzögern…

Kritik:

Ivan Silvestrinis Film lebt von seinen Charakteren. Mit deren Hilfe gelingt es ihm die kleine Geschichte stets unterhaltsam und locker zu erzählen. Dabei geht er auch auf die Gefühle seines Hauptprotagonisten Matthia ein, der mit sich selbst ringt, ob er den Schritt wagen kann, seiner Familie zu sagen, dass er schwul ist. Dabei macht die Präsenz seines Freundes die Situation für ihn nur schlimmer.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen, jeder ist auf seine Art mehr oder weniger durchgeknallt. Besonders die Desinfektionsmittel reibende Oma auf Jobsuche ist für einige Lacher gut. Die Eltern sind geschieden, Papa ist damals ausgezogen und ließ seine Mutter mit der Exfrau und den Kindern in der Wohnung. Spannungen sind garantiert und Matthia denkt alle erwarten von ihm, bald mal eine Freundin vorzustellen.

Neben gelungenen Einfällen und Wortwitz lebt der Film vor allem auch durch teils skurrile Situationen. Dabei vergisst Silvestrini aber nicht auf die Gefühle seiner Charaktere. Die Schauspieler sind allesamt gut ausgesucht und überzeugen in ihren Rollen und verleihen ihnen auch Tiefe. In kurzen Rückblenden erfahren wir von Matthias Vergangenheit, der Beziehung zu seinen besten Freunden und der Familie.

Fazit:

Was du nicht sagst ist ein gelungener Feel good Film über Freundschaft und Familie.

Bewertung: 4 von 5.

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