Secrets in the Hot Spring – Das Geheimnis vom OO Hotel (Filmkritik)

Xiaogin wechselt schon zum dritten Mal in diesem Jahr die Schule. Seit seine Eltern verstorben sind, wohnt er bei Onkel und Tante. Innerlich verschließt er sich, lässt andere Menschen nicht an sich ran und fliegt aus den Schulen, weil er gern Prügel austeilt. Und so kommt es, dass er eine Gruppe Schulschläger verprügelt, die gerade zwei Schüler in der Mangel haben.

Als ihn seine Großeltern während der Frühlingsferien in deren Hotel einladen, hängen sich die beiden einfach dran, weil sie die Rache der Schulschläger fürchten. So erkunden sie das heruntergekommene Hotel, plantschen in der heißen Quelle. Doch schon bald merken sie, dass hier etwas nicht stimmt. Es spukt in diesem alten Haus. Voller Angst beschließen sie, den Geist zu bekämpfen…

Kritik:

Kuan-Hui Lin präsentiert uns hier eine witzige Gruselkomödie mit überaus sympathischen Charakteren, die zum typischen asiatischen Overacting neigen. Doch irgendwie passt es zu ihnen. Weiters gelingt Lin die Kombination aus Humor und Spannung.

Die Charaktere sind klischebeladen und doch gut ausgearbeitet. Ting-hu Zhang als Hauptdarsteller stellt den elternlosen Revlolutzer dar, der sich durch seine blond gefärbten Haare schon mal vom Rest unterscheiden will und sich selbst als Außenseiter definiert. Sing Hom spielt den als Little Princess bekannten Schulschwulen und He-Hsuan Lin einen weiteren Nerd mit Überbiss.

Anfangs passt das Trio so gar nicht zusammen. Xiaogin stößt seine ungebetenen Mitreisenden auch ständig von sich weg und will sich in Ruhe selbst mit seiner Familiegeschiche auseinander setzen. Überaus gelungen ist hier auch die Darstellung seiner Großeltern. Doch im Verlauf des Films schweißt die Angst die Drei zusammen, was hier recht übertrieben aber auch witzig umgesetzt wurde. Im Verlauf des Films finden sie zueinander und werden Freunde. Die drei feschen Darsteller machen dabei ihre Sache gut und plantschen auch gerne im Teich.

Aber es sind auch die kleinen Details, die Lin recht gelungen sind und auch für einige Lacher sorgen. So zeigen zum Beispiel die Großeltern den drei Burschen das Hotel und weisen auf alles hin, wo sie eine Münze einwerfen können. Das Hotel heißt OO Hotel, weil Opa danach aufgehört hatte weiter zu schreiben. Unsere deutschen Nachbarn haben dann daraus unkreativer Weise den Filmtitel gebastelt. Ich nehm lieber den Originaltitel für meine Kritik.

Ein Geisterfilm wäre ja keiner ohne Geister. Und auch dieser Aspekt ist nicht schlecht umgesetzt. Da es sich ja mehr um eine Komödie handelt, dürfen wir hier keinen Gänsehauthorror erwarten, doch kommt gelegentlich etwas Spannung auf. Die Geisterszenen sind allerdings von der lustigen Art, wobei sie aber keinesfalls so scheiße übertrieben wie in US Blödelkomödien sind. Die Geister wirken durchaus ernst, könnten auch etwas Angst verbreiten. Doch die Reaktionen der drei Burschen bringen uns dann zum Lachen.

Sehr gelungen ist außerdem die Ausstattung des Sets, das alten Haus wurde gut in Szene gesetzt und lädt zum Gruseln ein. Gar nicht zum Gruseln aber wiederum passend zur lockeren Komödie ist der Soundtrack.

Fazit:

Secrets in the Hot Spring ist eine gelungene Gruselkomödie aus Taiwan, die zwar keine allzu innovative Geschichte, dafür aber gelungen Charaktere bietet, die sich über den Film hinweg entwickeln. Derzeit läuft er auf Netflix. Keine Ahnung ob er es jemals synchronisiert auf DVD schaffen wird.

Bewertung: 3.5 von 5.

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