Baby Blood (Filmkritik)

Yanka ist Assistentin des Raubtierdomteurs im Zirkus ihres Mannes. Sonderlich glücklich ist sie mit ihrem Leben nicht und möchte abhauen. Eines Tages wird eine aggressive Raubkatze geliefert. Des Nächtens explodiert das Vieh und der nun freie Parasit schwängert Yanka. Diese plündert am nächsten Morgen die Zirkuskassa und hat ab.

Sie spürt es in sich wachsen, es hat ein eigenes Bewusstsein und kontrolliert Yanka, es spricht mit ihr. Sie kann nicht dagegen ankämpfen, und es will Blut, es will geboren werden. Yanka geht nach Paris und zieht eine blutige Spur hinter sich her….

Kritik:

Alain Robak pauscht die Ängste einer werdenden Mutter hoch, die unfreiwillig schwanger wurde. Yankas Leben ist von Gewalt geprägt. Dabei kommt sie uns am Anfang wie ein Lämmchen im Raubtierkäfig vor, das Robak auch visuell umsetzt. Doch sie fasst den Mut, ihr Leben zu ändern. Dass sie den Zirkus beraubt hat, bleibt ganz ohne Konsequenzen. Robak stellt viel mehr die ungewollte Schwangerschaft in den Mittelpunkt.

Und die noch dazu durch ein Monster, das fortan Yankas Leben kontrolliert. Es giert nach Blut, und plagt die junge Frau mit Alpträumen. Und da sind wir auch schon bei der einzigen Stärke des Films. Die Effekte sind gelungen und der hellrote Saft spritzt nur so um sich. Spannung kommt dabei gar keine auf, und von Atmosphäre sind wir weit weg. Manche Szenen sind sogar recht witzig. Yanka mordet im ständigen Disput mit ihrem Ungeborenen alle paar Minuten im Film. Und es scheint niemanden zu interessieren.

Robak zeigt uns nicht, ob die Opfer vermisst werden, oder gar die Polizei ermittelt. Er zeigt uns lediglich Blut. Yanka übt im Film auch mehrere Jobs aus, Robak verschwendet keine Zeit an die Geschichte, wie es dazu kommt, usw. Nein, er zeigt sie uns lieber den halben Film über nackt mit den Titten wackeln und beim Morden.

Emmanuelle Escourrou, deren Name sie gedanklich schon in die Schmuddelfilmecke drängt, versucht mit ihrer Darstellung als geschundene Wirtin zu überzeugen, doch da schlägt besagtes Genre zu sehr durch. Dennoch gestattet ihr Robak eine Charakterentwicklung. Im Laufe der Zeit akzeptiert sie ihre Situation und beginnt sich um ihr Baby zu sorgen. Die Anderen Darsteller dienen rein dem Bodycount und sind nicht weiter besprechnswert.

Fazit:

Baby Blood ist ein Vorbote der französischen Splatterwelle. Nicht wirklich gut, aber Splatterfans kommen auf ihre Kosten.

Bewertung: 2 von 5.

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