Descendants 1 – Die Nachkommen (Filmkritik)

Alle Disney Bösewichter wurden besiegt und auf eine Art Gefängnisinsel verbannt. Die Helden hingegen leben glücklich und zufrieden auf dem sonnigen Festland. Allesamt lieben und vermehren sich und so wächst gerade eine neue Generation heran, an die das Zepter langsam übergeben wird. Und so soll auch Ben, der Sohn von Belle und dem Biest an seinem 16. Geburtstag der neue König werden.

Und als seine erste Amtshandlung erlaubt er es vier Jungendlichen von der Insel auf das Festland zu kommen und auf der Sonnenseite zu leben. Und so kommen, unter heftigen Protest der ältern Inselbewohner die Kinder von Cruella de Ville, Jafar, der bösen Königin und Maleficent mit dem Auftrag ihrer Eltern, den Zauberstab der guten Fee zu stehlen, auf die Insel…

Kritik:

Der als Halloweenspecial gedachte TV Film spinnt die „Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute“ Theorie der beliebten Disney Märchenfilme weiter und übergibt das Ruder sogleich an die junge Generation. Die dann in bester High School Musical Tradition trällernd durch die Happy Peppi Welt hopst.

Dabei hätte die Geschichte so Einiges an Potential, was aber dann verkindlicht wird. So gelingt Regisseur Kenny Ortega kein dramaturgischer Tiefgang. Natürlich baut er die für Disney klassische Hetero-Lovstory, ohne Mut für Neues, ein. Seine Außenseiter lernen sich in der braven Welt einzugliedern, was allerdings sehr schnell von statten geht und als Serie vielleicht besser wäre.

Beim Höhepunkt wird dann in die CGI Trickkiste gegriffen, die allerdings für Disney relativ wenig Budget bekommen hatte. Die Kids der Bösewichter sind ja gar nicht so böse wie alle dachten und retten dann sogleich den Tag. Dazwischen gibts ein paar gelungene Sticheleien und etwas Humor. Die Gesangseinlagen sind gut choreographiert und auch gut eingesungen, wobei man einen deutlichen Unterschied zwischen den Erwachsenen und dem Nachwuchs merkt.

Die Charaktere sind gut gewählt, wobei die Kids nur bedingt Eigenschaften der Eltern mitbekommen haben, das hätte viel mehr ausgebaut werden können. Dennoch hat sich Ortega hier etwas Mühe gegeben und stellt zumindest seine vier Hauptrollen gelungen dar. Die jungen Darsteller überzeugen in ihren Rollen, die ohnehin nicht viel Entfaltungsfeirum zulassen. Bunt gemischt ist der Disneycast und es ist erfreulich mal wieder Booboo Stewart, der hier leider viel zu viel an hat, zu sehen. Eine ebenso gute Figur macht der leider viel zu früh verstorbene Cameron Boyce.

Fazit:

Durchschnittliches Disney-Teen Movie mit interessanten Ansätzen, einem fröhlichen Jungcast, aber keinem dramaturgischen Tiefgang.

Bewertung: 2.5 von 5.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s