First Love (Filmkritik)

Leo ist ein erfolgreicher Boxer. Doch nachdem er bei einem Kampf grundlos KO gegangen ist, bekommt er im Krankenhaus eine fatale Diagnose. Als er verzweifelt durch die Straßen zieht, läuft ihm die drogensüchtige Prostituierte Monica in die Arme, die bei den Yakuzza die Schulden ihres Vaters abarbeiten muss. Unweigerlich verliebt er sich in die junge Frau und gerät mitten in einen Bandenkrieg…

Kritik:

Von Takashi Miike sind wir ja schon so Einiges gewohnt. Er liefert geniale Meisterwerke und auch jede Menge Auftragsarbeiten. Geprägt sind seine Filme stets von interessanten, sowie skurrilen Charakteren. Diese gibt es in First Love natürlich auch wieder, doch sind sie, wie der ganze Filme eher zurückhaltend.

Generell geht es Miike diesmal langsam an. Er stellt uns die Charaktere vor, wir treffen die verschiedenen Gangsterlager und erfahren einige Hintergrundinfos. Zuerst lernen wir natürlich den sympathischen Hauptdarsteller kennen, der Anfangs eher emotionslos sein Dasein als verwaister Boxer fristet, und sich über den Film hinweg weiter entwickeln darf. Dabei spielt auch die kleine Liebesgeschichte eine tragende Rolle.

Interessant ist auch die Prostituierte, die ein Kindheitstrauma nicht ganz überwunden hat und für die Gangster anschaffen muss. Doch weitaus genialere Charaktere gibt es wieder mal bei den Bösewichten, die dann auch einige Lacher auf ihrer Seite haben. Die Darsteller machen ihre Sache jedenfalls sehr gut.

Haben wir die erste, eher langatmige Hälfte überstanden gehts auch schon zum rasanten Finale und da dreht Miike so richtig auf, wie wir es eigentlich schon von Anfang an erwartet hätten.

Fazit:

First Love ist nicht Miikes bester Film, und auch nicht sein schlechtester. Er nutzt viel Zeit für seine Charaktere und zeigt uns dann doch noch was von seinem Können.

Bewertung: 3 von 5.

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