Psycho 2 (Filmkritik)

Nach 22 Jahren wird Norman Bates als zurechnungsfähig erklärt und, unter heftigem Protest von Mrs. Loomis, deren Schwester eines von Bates Opfern war, entlassen. Als er in sein altes Haus wieder einzieht, kommen die Erinnerungen an seine Mutter wieder hoch. In der Zwischenzeit wurde das Motel weiterbetrieben. Doch Norman muss feststellen, dass der Betreiber die Zimmer stundenweise an Pärchen vermietet, die nur für Sex herkommen. Kurzerhand entlässt er ihn.

Zur Rehabilitation tritt er einen Job in einem Diner an, wo er seiner Arbeitskollegin Mary aus der Patsche hilft. Da sie mit ihrem Freund Schluss gemacht hat und derzeit kein Dach über den Kopf hat, lädt Norman sie zu sich nachhause ein…

Kritik:

22 Jahre nach Hitchcocks Meisterwerk, greift Regisseur Richard Franklin den Stoff wieder auf, um eine Fortsetzung zu drehen. Erfreulicherweise schlüpft Anthony Perkins wieder in die Rolle des Norman Bates. Er wirkt routinierter, und kein Anderer hätte in diese Rolle so gepasst. Das Drehbuch ist überaus gelungen und die Geschichte wird gut weitererzählt.

Als Norman wieder zuhause einzieht, ist die Präsenz seiner toten Mutter nach wie vor gegeben. Perkins spielt die psychische Gespaltenheit hervorragend. Seine Mutter ergreift immer mehr Besitz von Normans Geist. Dazu passen vor allem Bild und Musik. Das alte Haus ist erhalten geblieben und konnte für den Film wieder verwendet werden. Franklin fängt es recht stimmungsvoll ein. Das Motel wurde nachgebaut.

Durch das gelungene Set und dem Einsatz der passenden Musik und überzeugenden Kameraarbeit bietet uns Franklin eine dichte Atmosphäre. Auch die Spannungskurve steigt gemächlich an. Dazwischen gibt es den ein oder anderen Mord, der qualitativ an den ersten Teil erinnert und gut umgesetzt ist

Überzeugen können auch die gut ausgearbeiteten Charaktere, die sich sehr gut in die Geschichte einfügen und auch einige Überraschungen bereit halten. Die Darsteller können dabei überzeugen, doch Perkins kann keiner das Wasser reichen.

Fazit:

Psycho 2 ist eine gelungene Fortsetzung, die den Charme des Originals aufgreift und weiter ausbaut. Die Geschichte ist interessant und spannend erzählt.

Bewertung: 4 von 5.

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