Filmserie: Sharknado

Regisseur Anthony C. Ferrante präsentiert uns in seiner sechsteiligen Reihe jede Menge Futter für Trashfans. Manche lieben die Filme, manche hassen sie. Mit genügend Bierkonsum kann ich den Werken durchaus was abgewinnen. Wobei die CGI Effekte manchmal gut aussehen, aber beim Wesentlichen versagen. Die Drehbücher sind hauchdünn und Dramaturgie gibt es nicht. Positiv ist allerdings, dass das Team die sechs Teile über gleich bleibt.

Es zieht ein gewaltiges Unwetter auf die kalifornische Küste zu. Mit dem steigenden Wasser kommen auch unzählige Haie ans überschwemmte Land und verbeißen sich in arglosen Strandbesuchern. Als der Sturm schlimmer wird, wird die Stammkneipe einer illustren Clique zerstört, was denen natürlich gar nicht so gut gefällt.

Da mit aufkommenden Wirbelstürmen immer mehr Haie in die Luft gezogen werden, beschließt Surfer Fin mit seinen Freunden in die höher gelegenen Viertel der Stadt zu fahren, um seine Ex und seine Kinder zu retten. Schwer bewaffnet treten sie nun den wirbelnden Haien entgegen…

Kritik:

Oida Fux, am besten gleich ein paar Bier trinken bevor der Film los geht. Regisseur Anthony C. Ferrante präsentiert uns hier den Auftakt seiner sechsteiligen Trash-Reihe. Und schon der Titel suggeriert, dass wir es hier nicht mit einem ernsthaften Film zu tun haben. Schade ist allerdings, dass die Haie hier als böse Monster dargestellt werden. Allerdings wäre anderwärtig das Thema verfehlt.

Jedenfalls sind die Haie richtig billige Computeranimationen, wo wir wieder bei den paar Bierchen wären. Auch die Katastrophenszenen stammen aus dem Computer, doch die sind irgendwie doch gelungen. Action gibt dank der Katastrophe genug, jedoch kommt keine Spannung auf.

Die Charaktere sind nicht wirklich innovativ. Wir haben den schneidigen Surfertypen, seinen besten Freund, eine Powerfrau mit großen Titten, einen Säufer, die Ex und Kinder. Genauso einfallslos verhält es sich auch mit den Dialogen, die das schwache Drehbuch nur bestätigen.

Fazit:

Für Trashfans ein Hochgenuss, aber auf jeden Fall profitieren die Brauereien.

Bewertung: 1 von 5.

Fin fliegt mit seiner seiner Ex-Frau April nach New York, um ihr neues Buch „Wie überlebe ich einen Sharknado“ vorzustellen. Da er LA gerettet hat, wird er nun als Held verehrt. Doch beim Landeanflug wird das Flugzeug von einem Sharknado erfasst und schwer beschädigt. Als der Pilot stirbt, landet Fin das Flugzeug. Sicher gelandet, glaubt in New York niemand die Geschichte.

Tragischerweise hat April bei dem Angriff auf das Flugzeug ihren Arm verloren. Noch tragischer ist allerdings, dass ein weiterer Sharknado auf New York zurollt. Währenddessen urlauben Fins Freunde in Manhatten…

Kritik:

Nach dem wir uns wieder mit Bier eingedeckt haben, gehts ab in Runde zwei. Diesmal verlagert Regisseur Anthony C. Ferrante die Handlung ins winterliche New York. Dabei hat er die Stadt recht gut eingefangen. Auch die Katastrophenszenen sind wieder gelungen. Generell hat Ferrante aus dem ersten ein wenig dazugelernt.

So sind nun die Dialoge etwas besser, die Drehbuch durchdachter, gut viel Handlung gibts dennoch nicht. Und es gibt auch einige Filmfehler. So laufen die Leute in einer Szene in dicken Jacken rum, in der nächsten im kurzärmligen Shirt. Es fegen drei Wirbelstürme über New York, und die Leute stehen gechillt auf den Straßen. Und zufälligerweise erwischt Fin den gleichen Taxifahrer immer wieder. Zumindest sind die Charaktere etwas besser ausgearbeitet, wobei wir wieder fast nix über sie erfahren.

Die CGI Effekte wirken nach wie vor recht billig, aber zumindest sehen die Haie nicht mehr wie aus Super Mario aus. CGI Blut gibts auch und die Action ist auf hohem Niveau. Spannung sucht man vergebens, und doch hätte der Film ab und zu Potential dazu gehabt. Einige trashgeniale Szenen lassen dann unseren Bierkonsum weiter steigen.

Fazit:

Etwas besser als der Vorgänger, dennoch sollte genug Bier im Kühlschrank bereit stehen.

Bewertung: 2 von 5.

Nachdem Fin Shepard New York gerettet hat, wird er vom Präsidenten der USA eingeladen, um eine goldene Kettensäge als Auszeichnung zu bekommen. Als nun ein Sharknado über Washington hinwegfegt und die Haie das Weiße Haus demolieren, greift sogar der Präsident zur Waffe.

Als der Sharknado gen Florida zieht, folgt ihm Fin, denn seine Familie befindet sich dort auf Urlaub. Auf dem Weg trifft er seine alte Freundin Nova, die sich nun als Sharknado-Jägerin verdient. Gemeinsam bahnen sie sich den Weg zu Fins Familie…

Kritik:

Wir brauchen mehr Bier, denn Regisseur Ferrante wollte seinen dritten Teil wieder trashiger machen als den etwas ernsteren Vorgänger. So gibt es eine Anspielung an James Bond und die berühmte Flaggenszene wurde mit einem Hai nachgestellt. Die Handlung ist wieder Nebensache, denn fast nicht vorhanden. Mit Logik hatte das Ganze nie was zu tun, und hier noch weniger.

Dass wir uns von den Charakteren nicht viel erwarten brauchen, wissen wir ja schon, daher werden wir nicht nochmal enttäuscht. Gaststars wie David Hasselhoff und Frankie Muniz haben kleine Nebenrollen.

Die Effekte stammen natürlich wieder aus dem Computer und es gibt keine qualitative Veränderung vom zweiten auf den dritten Teil. CGI Blut ist mal da, dann wieder weg, dann wieder da. Action gibts wieder genug, jedoch fehlt es wieder mal an Spannung und Atmosphäre.

Fazit:

Der Name ist Programm. Wer das nüchtern schaut ist selber schuld.

Bewertung: 1.5 von 5.

Fünf Jahre nach dem Fin gemeinsam mit seinem Vater die Sharknados mit Satellitenlaser ausgeschaltet hat, lebt er mit seinem Sohn weitab der Küste. Mittlerweile konnte auch sein Vater von Astro X gerettet werden und Sharknados gehören dank dem Lasersystem der Vergangenheit an.

Als ein Hai Hotel in Las Vegas eröffnet wird, in dem sein älterer Sohn heiratet, reist Fin dort hin. Plötzlich bildet sich in der Wüste ein Sharknado…

Kritik:

Schon beim rollenden Star Wars Intro Text ist klar, dass uns Regisseur Anthony C. Ferrante abermals einen Vollrausch beschert. Denn jetzt wirds erst richtig schräg. Ferrante packt Si-Fi Elemente mit derart schlechten Effekten in seinen Film, dass ein einfacher Rausch schon fast nicht reicht.

Die Haie sehen zwar ein bisschen besser aus, dafür schwächelts aber total bei den übrigen Effekten. Und dabei gibt es doch Einiges, das Potential gehabt hätte, wie Flutwellen, Wirbelstürme, die einen Zug entgleisen lassen, ein Piratenschiff, usw. Action gibts somit genug, auch etwas CGI Blut. Aber die Hoffnung auf Spannung haben wir eh schon aufgegeben. Noch dazu sind manche Szenen derart unrealistisch, dass wir um unseren Biervorrat bangen.

Die Charaktere werden auch immer blöder, deren Dialoge gehen mit dem schlechten Drehbuch einher. Und doch gibt es immer wieder Seitenhiebe auf andere Filme, die einem zum Lachen bringen. Ob das wohl am Alkohol liegt? Genial ist zumindest der Familienbetrieb des Kettensägenfachgeschäfts in Texas, oder Christine, die als Fahrgelegenheit dient.

Fazit:

Die teilweise witzigen und gelungenen Seitenhiebe auf andere Filme retten vor dem Totalabsturz.

Bewertung: 1.5 von 5.

Fin und Nova stoßen unter Stonehenge auf einen sehr alten Haikult. Als sie das Artefakt fladern, entfesseln sie einen Sharknado, der London zerstört. Dabei wird Fins Sohn in den Wirbel gesogen. Also steigen Fin mitsamt Ex-Frau-Cyborg und Nova in ein Luftschiff namens Hindenburg um dem Sturm hinterher zu fliegen. Da dieses nicht all zu lange hält, reisen sie fortan mittels Sharknado-Portal um die Welt….

Kritik:

Nachdem alle nennenswerten Schauplätze in den USA schon von Haien zerstört wurden, geht es nun auf der ganzen Welt weiter. Dabei widmet Regisseur Ferrante London etwas mehr Aufmerksamkeit und die Effekte der Zerstörung sind durchaus gelungen. Auch einige andere Orte der Welt werden besucht. Ein kleines Highlight ist der „Haizilla in Japan“, oder der Safarinado in Afrika.

Der Grundtenor ist diesmal wieder ernster. Auch wird den Charakteren erstmals so etwas wie Dramaturgie ins Drehbuch geschrieben. Überraschenderweise schaffen es die Darsteller dann auch das umzusetzen. Naja, sie hatten ja mindestens vier Filme davor Zeit zum Üben. Ein paar interessante Gastauftritte, wie zb Nichelle Nichols oder Dolph Lundgren, gibt es auch dieses Mal. In den deutschen Szenen gesellen sich Tim Mälzer, Markus Lanz, Dieter Nuhr zur Darstellerriege.

Durch den ersteren Ton ist auch kein Platz mehr für witzige, filmische Seitenhiebe. Dafür punktet der fünfte Teil mit der Handlung, bei der vermuten lässt, dass das Drehbuch dicker war als von allen vorherigen vier Teilen gemeinsam. Dennoch findet Ferrente keinen passenden Mittelweg. Etwas mehr Humor hätte nicht geschadet, den Trashfaktor hat er allerdings noch immer.

Fazit:

Etwas ernsterer Trash mit wenig Humor, aber auch wenig Bierkonsum. Dafür wirds teilweise dramatisch. Die Effekte sind schon etwas besser, wie auch das Drehbuch.

Bewertung: 2.5 von 5.

Fin reist durch die Zeit zurück und findet sich zwischen Dinosauriern wieder. Überraschenderweise trifft er dort auch auf alte und tot geglaubte Bekannte, die sein Sohn kurz vor deren Tod eingesammelt und dort hin gebracht hat. Kurz darauf taucht ein Zeit-Sharknado auf und befördert die illustre Truppe in die Zeit König Artus., wo er ein Kettensägenschwert aus dem Stein zieht. Und schon taucht der nächste Sharknado auf…

Kritik:

Ja, Zeit wirds. Wir habens fast geschafft, und hoffentlich ist noch genug Bier im Kühlschrank. Regisseur Ferrante lässt nun seine Stammcrew durch die Zeit reisen und diverse geschichtsträchtige Ereignissen stören. Begleitet werden sie stets von auftretenden Shakrnados, die hier allerdings viel harmloser als in den vorherigen Teilen sind. Aber irgendwie ist die Reise ziemlich plan- und ziellos.

Es gibt wieder CGI Haie und auch CGI Dinos, mit Blut wird etwas gespart, dennoch gibts Einiges an Action. Allerdings gibts diesmal auch ruhigere Szenen. Allerdings fehlen uns hier die bisher überzeugenden Katastrophenszenen. Als dann fliegende Roboterhaie aufkreuzen, ists komplett vorbei.

Die Charaktere kennen wir ja bereits, viel haben sie nicht mehr zu bieten, interessant sind die Treffen mit ihren Vorfahren. Der Rest ist unnötiges Bla Bla.

Fazit:

Der Abschluss der Reihe verliert massiv an Tempo, wartet mit einer 08/15 Zeitreisegeschichte auf und dezimiert unsere letzten Biervorräte.

Bewertung: 0.5 von 5.

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