Z-o-m-b-i-e-s – Das Musical (Filmkritik)

Nach einem tragischen Zwischenfall mit einer Flasche Limonade in einer Chemiefabrik bricht die Zombieapokalypse los. Um sich zu schützen sperren die Menschen die Zombies hinter einer hohen Mauer ein. 50 Jahre später haben Wissenschaftler ein Armband erfunden, das Zombies wieder zu Menschen macht, und ihnen den Gusto nach Gehirn nimmt. Nun dürfen die Zombiekinder auch wieder an die Schule der Menschenkinder gehen.

Diese sind allerdings recht wenig begeistert und trennen die Schüler voneinander. So ist es Zombie Zed untersagt, ins Footballteam einzutreten und Mensch Addison sollte sich auch nicht in ihn verlieben…

Kritik:

Regissuer Paul Hoen präsentiert uns Highschool Musical mit Zombies. Da es hier eine Disney Produktion für Teenager ist, gibt es natürlich keine bluttriefenden Gedärmefressszenen, wie wir es von einem Zombiefilm erwarten. Stattdessen singen die Zombies und Hoen packt seinen Film auch mit Happy Peppi Botschaften voll. Aber der Reihe nach.

Wir befinden uns in einer fiktiven Stadt, die Häuser in grauslichen Pastellfarben bemalt, die Bewohner nahezu perfekt und in Pastellrosa gekleidet. An der Schule zählt natürlich nur beliebt zu sein, und das schafft man nur wenn man im Cheerleader Team ist, dessen Leiter ein unausstehlicher Trampel ist. Und unsere Hauptprotagonistin will da dazugehören, fühlt sich aber auch zu den Zombies hingezogen, was unter den Menschenkids verpönt ist.

Die Zombies verwesen hier nicht vor sich hin und rennen auch nicht dumm durch die Gegend. Einzig ihre grünen Haare verraten, dass sie mehr oder weniger nicht mehr so ganz Untote sind, die auch Kinder zeugen können und Erwachsen werden. Auch nachdem sie mit technischer Hilfe quasi geheilt sind, leben sie in einem Getto, dürfen nicht in Menschenrestaurants, müssen in der Schule einen eigenen Eingang nehmen, werden im Keller unterrichtet und dürfen an den Aktivitäten der Menschenkids nicht teilnehmen. Klingt doch bekannt.

Und so setzen sich die beiden Hauptcharaktere dafür ein, mit Vorurteilen aufzuräumen und für Gleichberechtigung zu sorgen. Das geht natürlich mit gewohnt gut choreographierten Gesangseinlagen viel besser und alles löst sich in Wohlgefallen auf. Dabei geht Hoen nicht in die Tiefe. Probleme werden angerissen aber nicht näher darauf eingegangen. Die Charaktere sind auf beiden Seiten klischeebeladen. Dafür sind die Darsteller schön durchgemischt, aber nicht wirklich überzeugend. Für einen Disney Teeniefilm reichts aber allemal.

Fazit:

Disneys Highschool Musical mit Zombies überzeugt durch gute Gesangseinlagen, einer klaren Botschaft, schwächelt aber beim Tiefgang.

Bewertung: 3 von 5.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s