The Mermaid: Lake of the Dead (Filmkritik)

Gemäß einer alten russischen Legende lebt eine Rusalka (Seejungfrau) in einem See. Sobald sich ein Mann in sie verliebt, zieht sie ihn auf den Grund des Sees. Auch wenn er entkommt, wird sie ihm nachstellen und ihn verfolgen. Retten kann man sich nur, wenn man ihr das Kostbarste gibt, dass man besitzt. Doch die Rusalka hat noch nie jemanden entkommen lassen.

So zieht auch ein gar gastriges Exemplar den jungen Roma in ihren Bann. Der wollte eigentlich Marina heiraten. Zum Junggesellenabschied feiert Roma mit seinen Freunden aus dem Schwimmerteam im Seehaus seines Vaters. Da ihm die Stripperin nicht so ganz zusagt, spaziert er runter zum See, wo er beim nächtlichen Plantschen eine junge Frau trifft.

Fortan verfolgt ihn diese, zieht ihn in ihren Bann und bedroht auch die Menschen in seinem Umfeld. Also beschließt seine zukünftige Frau und deren Freunde, Roma zu helfen und das dämonische Wesen los zu werden…

Kritik:

Der deutsche DVD Markt veröffentlicht einen russischen Film und verpasst ihm einen englischen Titel, der noch dazu falsch ist. Jackpott…. Denn Meerjungfrauen suchen wir hier vergebens. Zum einen gibts im Film kein Meer, also auch keine fröhlich vor sich hin singende Arielle. Und zum Anderen erzählt Regisseur Svyatoslav Podgaevskiy hier die Geschichte der Rusalka, einer Figur aus der slawischen Mythologie.

In den Legenden sind Rusalki in Seen und Flüssen ertrunkene junge Frauen, die von ihren Eltern ermordet wurden, nachdem sie ungewollt schwanger wurde. Sie leben tagsüber am Grund der Gewässer und entsteigen diesen des Nächtens um junge Männer in ihren Bann zu ziehen. Wer ihr Gelächter hört, ist des Todes.

Podaevskiy hat sein Monster recht gut umgesetzt. Die Szenen sind stimmungsvoll, mit passender Musik unterlegt und optisch gelungen. Dabei kommt auch etwas Spannung auf. Er verzichtet auf blutige Morde und legt den Fokus auf Suspence und die Mythologie. Diese ergründen im Verlauf des Films auch unsere Protagonisten. Gelungen sind auch die Sets. Die Hütte im Wald und vor allem der See sind sehr gut in Szene gesetzt. So passt auch die Atmosphäre.

Die Charaktere sind jetzt nicht wirklich innovativ, doch die Darsteller machen ihre Sache recht gut. Roma hat eine dünner Hintergrundgeschichte, die anderen sind einfach da. Gegen Ende fokussiert sich die Geschichte auf vier bis fünf Charaktere, was der Spannung auch gut tut.

Fazit:

Die Russen drehen in letzter Zeit durchaus gelungene Horrorfilme. Interessant auch durch die Tatsache, dass die slawische Mythologie von Hollywood relativ verschont geblieben ist und uns nun auch interessante Geschichten bietet.

Bewertung: 3.5 von 5.

2 Kommentare zu „The Mermaid: Lake of the Dead (Filmkritik)

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