Komm, süßer Tod (Filmkritik)

Es herrscht Krieg bei den Wiener Rettungsdiensten. Rettungsbund und Kreuzretter schnappen sich gegenseitig die Patienten weg. Bzw fladern diese aus dem andern Krankenwagen. Denn schließlich gehts um Geld und Finanzierungen. Und so raufen sie sich sogar um die so genannten „Scheißhaustouren“, wo Dialysepatienten zwischen Klinik und Konditorei hin und hergefahren werden. Dem einzigen, dem das Alles relativ kalt lässt, ist Ex Detektiv Brenner.

Doch als zwei Kollegen den Mord an dem Verwaltungsdirektor beobachten wird Brenner unweigerlich in die Ermittlung rein gezogen, ob er will oder nicht. Immer größer ziehen sich die Kreise der Verdächtigen, und immer tiefer gerät Brenner in die Sache mit rein.

Kritik:

Wolfgang Murnbergers Auftakt zur „Brenner Quatrologie“ hat bis heute nichts von seinem Kultstatus eingebüßt. Der Wiener Schmäh rennt wie eh und je und es macht einfach Spaß dabei zuzusehen, wie Ex Detektiv Brenner (Josef Hader) ungewollt den Fall löst und zwischen durch a Spenderleber (Leberkäs) verspeist.

Autor der Vorlage, Wolf Haas, hat auch das Drehbuch geschrieben. Durch den Film führt uns ein Off Kommentar, der die Geschichte erzählt und einige Hintergrundinfos parat hat. Und die stets interessante und packende Handlung wird mit dichter Atmosphäre, fast schon sinfonisch erzählt. Dazu passt auch die musikalische Untermalung. Die Spannungskurve wird stetig aufgebaut und gipfelt im rasanten Finale.

Eine weitere große Stärke des Films sind die sehr gut ausgearbeiteten Charaktere die von versierten Darstellern überzeugend gespielt werden. Und die Wiener Drehorte versprühen auch ihren eigenen Charme.

Fazit:

Komm, süßer Tod ist ein sehr gelungener Krimi mit jeder Menge Humor und einer interessanten Geschichte.

Bewertung: 4.5 von 5.

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