Hausu (Filmkritik)

Die sechzehnjährige Oshare hat den frühen Tod ihrer Mutter nicht ganz verkraftet. Als die Sommerferien beginnen, stellt ihr Papa seine neue Freundin vor, die fortan die Mutterrolle übernehmen soll. Das passt der jungen Oshare nun überhaupt nicht. So beschließt sie, in den Ferien mit ihren Freundinnen die Tante in ihrem abgelegenen Landhaus zu besuchen.

Zusehends häufen sich seltsame Dinge in dem alten Haus, und die alte Tante birgt auch ein dunkles Geheimnis…

Kritik:

Dass sich der Film selbst nicht sehr ernst nimmt, ist relativ schnell klar. Regisseur Nobuhiko Ôbayashi überladet seinen Film mit grafischen Experimenten. Doch einige der Einstellungen sind durch das passende Farbspiel einfach sehr schön zum Anschauen. Besonders fällt dies bei Hintergründen der Außenaufnahmen auf. Hier wirken manche Bilder wie Gemälde.

Zu den grafischen Experimenten zählen auch gezeichnete Elemente, die sich mit dem Bild arrangieren. Besonders gern arbeitet er mit Bild in Bild Überblendungen. Unterlegt wird das Ganze von teils psychedelischer Klaviermusik bis hin zu rockig anmutenden Liedern. Schockmomente dürfen wir uns hier nicht erwarten, Ôbayashi setzt mehr auf Humor und den machen kleine Details und kurze Slapstickszenen aus. Die Ausstattung der Sets ist durchaus gelungen und passt gut zur Geschichte.

Die Charaktere werden kurz vorgestellt, nähere Infos bekommen wir über die Hauptprotagonistin und ihre Familie. Viel Entwicklung ist den Mädchen nicht vergönnt. Die Darsteller wirken sichtlich bemüht, das Drehbuch denkt ihnen ja auch keine überdramatischen Passagen zu.

Fazit:

Hausu nimmt uns auf einen surrealen Trip in ein Geisterhaus mit. Dabei wartet der Film mit witzigen Ideen und einer gelungenen Farbgebung auf, was ihm relativ schnell Kultstatus einbrachte.

Bewertung: 3.5 von 5.

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