13 Geister (Filmkritik)

Nachdem Onkel Cyrus bei der Geisterjagd ums Leben gekommen ist, vererbt er sein extravagantes Haus seinen Neffen Arthur (Monk Darsteller Tony Shalhoub) und dessen Familie. Viel Glas und fremdartige Schriftzeitchen dominieren die Architektur. Das Haus gleicht mehr einem Museum als einem Heim.

Während sie einziehen schleicht sich Dennis, der als Medium mit Onkel Cyrus auf Geisterjagd war, ins Haus. Er entdeckt die 12 gefangenen Geister im Keller des Hauses. Dank einer speziellen Brille werden sie sichtbar. Plötzlich löst sich ein Mechanismus aus und die Familie ist im Haus gefangen. Die 12 Geister brauchen noch einen 13. um ihre Seelen zu befreien….

Kritik:

Im Jahr 2001 entstand dieses Remake eines Klassikers aus den 60er Jahren. Vor 20 Jahren tat man den Film eher als durchschnittlich ab, doch hat er bis heute eine stetig wachsende Fangemeinde, und es werden schon Stimmen laut, die von Netflix eine Serie über die Geschichte der einzelnen Geister fordern. Das wär natürlich cool, denn die Geschichte der einzelnen Geister ist mitunter interessanter als die des Films selbst.

  1. Der erstgeborene Sohn:
    Ein kleiner Junge, der beim Cowboy und Indianer spielen tödlich von einem Pfeil getroffen wurde.
  2. Der Torso:
    Jimmy war spielsüchtig. Schon als kleiner Junge liebte er Kartenspiele. Als er gegen einen Verrückten seine nicht vorhandene Familie verlor und folglich die Wettschulden nicht begleichen konnte, wurde er von seinem Widersacher ermordet. Dieser trennte ihm Kopf und Beine ab und warf ihn ins Wasser.
  3. Die gebundene Frau:
    Susan wurde mit einem silbernen Löffel im Mund geboren und war das beliebtesten Mädchen an der Schule. Sie war Ballkönigin. Als sie jedoch mit einem anderne Jungen flirtete, wurde dessen Leiche am nächsten Tag gefunden. Wochen später fand man auch ihre Leiche unter dem Footballfeld.
  4. Die verwelkte Liebende:
    Jean war Arthurs Frau, die bei dem Hausbrand ums Leben kam.
  5. Der zerrissene Prinz:
    Royce war in den 50ern auf seiner Schule ein gefeierter Baseball-Star. In einer Nacht verunglückte er bei einem Autorennen. Die Bremsen versagten und er stürzte in den Abgrund.
  6. Die zornige Prinzessin:
    Dana war eine Chirurgin und war wunderschön, was sie selber nicht fand. Sie wollte immer hübscher werden und versuchte sich sogar einmal selber am Auge zu operieren, doch die OP scheiterte und Dana erblindete auf dem Auge. Daher beging sie später  Selbstmord.
  7. Die Pilgerin:
    Isabella lebte im 18. Jahrhundert und war als Hexe verschrien. Als ein Viehsterben begann, wurde sie dafür verantwortlich gemacht und in einer Scheune eingesperrt, die angezündet wurde. Sie konnte aber entkommen, und wurde wieder gefangen und an einen Pranger gestellt, wo sie starb.
  8. Das große Kind…
  9. …und die grässliche Mutter:
    Harold und Margaret lebten auf einem Jahrmarkt als Attraktion. Harold war sehr groß für sein Alter und hatte stets den Verstand eines Kleinkindes. Er wurde sein ganzes Leben lang von seiner Mutter gehegt und gepflegt. Als seine Mutter eines Tages entführt und ermordet wurde, rächte sich Harold an den Mördern, er richtete sie alle mit seiner Axt. Doch er starb, weil ihn niemand mehr fütterte.
  10. Der Hammer:
    George war ein Schmied. Eines Tages wurde er des Diebstahls bezichtigt. Woraufhin seine Frau und seine Tochter ermordet wurden. George übte Rache, tötete die Mörder seiner Familie. Daraufhin wurde er an einen Baum gehängt und ihm wurden Metallnägel durch den kompletten Körper getrieben. Man hackte ihm auch die Hand ab.
  11. Der Schakal:
    Ryan wurde Ende des 19. Jahrhunderts als Sohn einer Prostituierten geboren. Er entwickelte einen Hass auf Frauen und ermordete einige Prostituierte. Dabei biss er sie bis sie starben. Er wurde in eine Klinik eingewiesen, wo man ihn in eine Zwangsjacke steckte. Da er noch immer bissig war, wurde sein Kopf in einen Metallkäfig gesperrt. Er starb bei einem Brand in der Klinik.
  12. Der Moloch:
    Horace wurde als Kind von seiner Mutter verstoßen und von anderen Kinder wegen seiner Größe gemobbt. Er lebte mit seinem Vater auf einem Schrottplatz. Nachdem sein Vater gestorben war, lebte Horace alleine auf dem Schrottplatz, was ihn wahnsinnig machte. Er tötete Menschen, zerstückelte sie und verfütterte die Stücke an seine Hunde. Als die Polizei ihn verhaften wollte, tötete er die Beamten. Ein Spezialkommando durchsiebte ihn mit 50 Kugeln.

Der Film setzt hauptsächlich auf blutige Action, es fallen keine wirklichen Längen auf. Allerdings leiden darunter die Charaktere und die Handlung. Die Geschichte um die Hintergründe des Hauses wird erst im Verlauf des Films erzählt. Und den Charakteren wird keine Tiefer verliehen. Eine Zeit lang sind sogar die Kinder verschwunden, und der Vater verliert nicht einen Gedanken an sie.

Das Haus an sich ist cool. Glas, lateinische Bannsprüche, versteckte Mechanismen sorgen für eine passende Atmosphäre. Die Highlights sind natürlich die blutrünstigen Geister, die nach und nach befreit werden. Schon zu Beginn erfahren wir, dass diese nicht zimperlich mit ihren Opfern umgehen und so erwarten uns einige gelungene blutige Effekte. Spannung kommt dabei auch auf.

Fazit:

13 Geister ist ein kurzweiliger, effektgeladener Horrorfilm, der leider in der kurzen Zeit sein volles Potential nicht ausnützen kann. Hoffen wir mal, dass eine Serie realisiert wird und die Hintergründe erzählt.

Bewertung: 3.5 von 5.

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