Filmserie: Harry Potter

Ende der 90er begeisterte die britische Autorin Joanne K. Rowling mit ihrer Buchreihe um den jungen Zauberlehrling und seine Freund schon ein weltweites Literaturpublikum. Es war nur eine Frage der Zeit bis sich ein Filmstudio die Rechte sicherte und die Werke verfilmte. Zum Glück arbeitete das Studio dicht mit der Autorin zusammen und so konnte die zauberhafte Welt auf die Kinoleinwände übertragen werden.

Rowling arbeitete an den Drehbüchern mit, suchte die Darsteller gemeinsam mit der Castingagentur aus und wurde bei jedem kleinen Detail zu Rate gezogen. Und das hat sich natürlich bezahlt gemacht. So wie die Geschichten in der Phantasie der Leser lebten, konnten wir sie nun auch im Kino bewundern.

Dabei treffen wir auf viele Figuren der Bücher und fiebern mit Harry, Ron und Hermine mit, wenn sie Lord Voldemort die Stirn bieten. Natürlich sind die Bücher viel umfangreicher wie die Filme, doch wurde hier gute Arbeit geleistet. Einige Figuren oder Handlungsstränge blieben uns jedoch im Kino verborgen. So erleben wir nicht mit, wie sich Persy Weasly dem Zaubereiministerium verschreibt und mit seiner Familie bricht. Wir erfahren nichts über die Hauselfen die in Hogwarts arbeiten, und so weiter. Einige Details werden in den Filmen dann doch so nebenbei erzählt. Ich gehe bei den einzelnen Kritiken auf die Unterschiede zu den Büchern ein.

Die Frage, was besser ist stellt sich hier natürlich nicht, denn an die Bücher kann kein Film ran kommen. Doch sind die Filme allesamt gut. Und Fans dürsten nach mehr. So gibt es nun auch schon ein Theaterstück und mit den Phantastischen Tierwesen eine Vorgeschichte rund um den bösen Magier Grindelwald, die das Universum rund um Hogwarts erweitern, Hintergründe erzählen und das Ganze vertiefen.

Waisenjunge Harry wächst bei seiner Tante Petunia und seinem Onkel Vernon auf. Da sich die beiden mit Harrys Eltern nie verstanden haben, empfinden sie den Jungen als ungebetene Last. Er muss in einem Abstellraum unter der Treppe schlafen und bekommt stets Cousin Dudley alte Klamotten zum anziehen, die ihm allerdings viel zu groß sind. Als an seinem 11. Geburtstag ein Brief aus Hogwarts eintrifft und ihm offenbart, dass er ein Zauberer ist, ändert dies sein Leben schlagartig.

Da die Dudleys ihn nicht freiwillig auf die Zauberschule gehen lassen, wird Harry vom Halbriesen Hagrid abgeholt und zur Winkelgasse gebracht, wo er seine Schulsachen kaufen kann. Jeder scheint dort den junge Harry Potter zu kennen und zu bewundern, wobei dieser gar nicht weiß warum. Denn seine Tante hat ihm nie von seinen Eltern erzählt. So muss er nun erfahren, dass diese von einem mächtigen bösen Zauberer getötet wurden, und er den Angriff überlebt hatte, was ihm seine blitzförmige Narbe auf der Stirn eingebracht hat.

In der Schule lernt Harry seine Freunde Ron und Hermine kennen, mit denen er fortan Abenteuer erleben wird. So gilt es für das Trio nun das Rätsel vom Stein der Weisen zu lösen, denn kurz nachdem Harry mit Hagrid diesen aus der Gringots Bank geholt hatten, wurde dort eingebrochen. Harry muss herausfinden, was diesen Stein so besonders macht und wer ihn stehlen will. Und so ganz nebenbei soll er auch noch für die Schule lernen, bei Quidditch gewinnen und den Hauspokal für Gryffindor holen…

Kritik:

Die britische Autorin Joanne K. Rowling entsann im Jahre 1997 den jungen Zauberer und widmete ihm und seinen Freunden 7 Romane, die aus der heutigen Gesellschaft gar nicht mehr wegzudenken sind. Sie schuf ein zauberhaftes Universum und baute eine riesige Fangemeinde auf. Und so wundert es nicht, dass noch bevor sie mit der Reihe fertig war, die ersten Bücher verfilmt wurden.

Regisseur Chris Columbus übernahm die Verfilmung der ersten beiden Bücher. Zum Glück lehnte er den Vorschlag der Produzenten, diese zu einem Film zusammenzufassen ab. In einem Interview erzählte er wie schwierig es war, die richtigen Darsteller für die Kinderrollen zu finden und wie herausfordernd die Szenen beim Quidditch waren, denn sowas wurde bis dato noch nie verfilmt.

Der erste Roman ist noch etwas kindlich geschrieben, Rowling musste hier noch den Stil um das Potteruniversum finden. Doch gelingt es im Buch wie im Film recht gut, die Charaktere vorzustellen, wobei manche Details erst später offenbart werden sollen. Columbus hält sich bei seiner Verfilmung zum größten Teil and die Vorlage. Einige Infos aus dem Buch, die für den Film weniger relevant schienen, ließ er weg. Allerdings fiel auch ein durchaus interessanter Teil der Schere zum Opfer. Im Buch wird die Geschichte über Hagrids Babydrachen viel mehr beleuchtet und wir erfahren, wie die Kids den Drachen aufs Dach von Hogwarts schaffen, wo er von Rons Bruder abgeholt wird, damit Hagrid keine Probleme bekommt.

Ansonsten wurde sehr viel Wert auf Details gelegt. Die Gestaltung des Schlosses, das auf mehrere Drehorte aufgeteilt ist, und der anderen Orte wie die Winkelgassen oder dem Haus der Dudleys ist überaus gelungen und so wirken die Szenen sehr authentisch, was dem Film einen gelungnen Flair und Atmosphäre verleiht. Im Schloss treffen wir auch auf die Hausgeister, denen in den Büchern etwas mehr Zeit gewidmet wird. So vermissen wir hier schon mal den Poltergeist. Dennoch finden auch kleine Dinge wie Süßigkeiten Einzug in den Film.

Zudem kommen bei dem fantastischen Umfeld die Action und Spannung nicht zu kurz. Das zuvor angesprochene Quidditch Spiel ist gelungen in Szene gesetzt und wirkt wie ein authentischer Sport. Spannungsspitzen gibt es ab und zu ein paar, wie zum Beispiel im verbotenen Wald. Gegen Ende steigt die Spannungskurve noch mal ein wenig an, bis Harry schließlich dem Bösewicht gegenüber steht.

Die Charaktere sind schon im Buch sehr gut ausgearbeitet, wobei im ersten Teil ja nur an der Oberfläche gekratzt wird. Später gehts Rowling mehr ins Detail. Auch die Darsteller wurden gut gewählt und erfreulicherweise begleiten sie uns, abgesehen von Richard Harris, der nach Teil zwei verstorben ist, über die ganzen acht Filme durch.

Die Harry Potter Reihe bescherte Daniel Radcliffe und Emma Watson ein Karrierensprungbrett. Aber auch andere Kinderstars blieben danach im Filmgeschäft. Unter den Erwachsenen treffen wir auf alte Bekannte, denen die jungen Mimen natürlich nicht das Wasser reichen können. So spiel Alan Rickmann den finsteren Snape mit einer düsteren Erhabenheit, oder John Hurt überzeugt als schrulliger Mr. Olivander.

Fazit:

Harry Potter und der Stein der Weisen liefert einen gelungenen Auftakt zu einer Buch- und Filmreihe, die aus der heutigen Popkultur gar nicht mehr wegzudenken ist.

4/5

Das zweite Schuljahr beginnt für unsren Zauberlehrling recht turbulent. Zuerst warnt ihn Hauself Dobby eindringlich nicht nach Hogwarts zurückzukehren, denn dort soll ihn der sichere Tod erwarten. Dann verpasst er mit Ron noch den Hogwarts Express und zu allem Überdruss macht ihr fliegendes Auto Bekanntschaft mit der Peitschenden Weide.

Endlich angekommen merken sie bald, dass  Dobbys Warnungen nicht ohne Grund waren. Denn die Kammer des Schreckens wurde von Slytherins Erben geöffnet und nun sind alle nicht reinblütigen Schüler in Gefahr. Und da Harry Potter mit Schlangen reden kann, wie es seinerzeit Slytherin konnte, wird er nun von allen verdächtigt und gefürchtet. Nun gilt es den wahren Erben zu finden, um Schlimmeres zu verhindern…

Kritik:

Nachdem das Team schon für die ersten beiden Filme verpflichtet wurde, konnte man gleich direkt weiterfilmen. Auch Autorin Rowling war natürlich weiterhin an Bord und unterstützte den Drehbuchschreiber. Ihr zweites Buch wirkt schon etwas reifer, die Geschichte nimmt mehr Form an und wird dunkler, gar bedrohlich. Und so schlägt auch der Film eine düstere Grundstimmung ein.

Die Bedrohung durch das Monster in der Kammer des Schreckens ist omnipräsent und es gilt herauszufinden, wer die Kammer öffnen konnte. Leider werden im Film einige Bereiche des Buches eher wenig bis gar nicht gezeigt. Wobei einige Szenen ja sogar gedreht wurden und es dann nicht in den fertigen Film schafften. So wird Harry ja verdächtigt der Erbe Slytherins zu sein, doch im Film wird die Ablehnung und Angst ihm gegenüber nicht so gezeigt, wie sie im Buch beschrieben ist. Die Hintergrundgeschichte zum Hausmeister Filch wird außer Acht gelassen. Auch der Teil wo Lucius Malfoy seine schwarzmagischen Objekte und Gifte verkauft, damit das Ministerium und Mr. Weasly nichts in seinem Heim finden können, ist der Schere zum Opfer gefallen. Auch Hermines Begeisterung für den Blender Gilderoy Lockhart und dessen Selbstbeweihräucherung gehen im Film unter.

Andere Teile aus dem Buch sind in den Film eingeflossen und wurden sehr gut umgesetzt. So kann zum Beispiel das Tagebuch von Tom Riddle überzeugen, auch wenn er selbst am Ende etwas blass wirkt. Auch die Aktion mit dem Vielsaft Trank ist in ihrer Umsetzung gelungen.

Mit diesem neuen Lehrer für Verteidigung gegen die Schwarzen Künste treffen wir auch mehr neue, und vor allem für den weiteren Verlauf wichtige Charaktere. So bringt schon zu Beginn Hauself Dobby Harry in Schwierigkeiten. Er hat in der Buchreihe weitere Auftritte, die in den kommenden Filmen leider weg gelassen wurden. Mit Jason Isaacs als Lucius Malfoy wird eine weitere dunkle Gestalt und Widersacher von Harry Potter eingeführt. Isaacs spielt den arroganten Snob hervorragend.

Neben Dobby begegnen wir weiteren zauberhaften und gar düsteren Wesen, wie der Riesenspinne Aragog, die als Modell gebaut wurde und nicht aus dem Computer stammt. Und auch der Basilisk ist sehr gut und bedrohlich in Szene gesetzt worden. Generell ist die Ausstattung der Sets wieder sehr gelungen. Die Designer haben sich Mühe gegeben alles authentisch wirken zu lassen. So besuchen wir hier zum ersten Mal den Fuchsbau, der für Harry im Kontrast zum Haus der Doudleys wie ein wohl fühlendes Heim wirkt, auch wenn es der Ghoul am Dachboden nicht in den Film geschafft hat. Die Gnomjagd im Garten bleibt uns Regisseur Columbus auch schuldig.

Nach einem Besuch der Winkelgasse und einem unfreiwilligen Abstechern im Geschäft von Borgin & Burke’s, das voll von verbotenem und schwarzmagischen Zeug ist, spielt der Großteil der Geschichte natürlich wieder in Hogwats, das uns weitere Einblicke in die gut gestalteten Räumlichkeiten bietet. Hier wurde wieder auf jedes Detail geachtet und die Atmosphäre des Films ist wieder sehr dicht, was wir natürlich auch der passenden Musik verdanken. Und ab und zu gibt es auch witzige Momente.

Die Schauspieler überzeugen wieder auf ganzer Linie. Auch die Kinder sind nun etwas reifer geworden, konnten Erfahrungen sammeln und spielen schon etwas routinierter. Aber wie es leider oft bei Buchverfilmungen ist, es wird in den 2 Stunden nie soviel Zeit für die Charaktere sein wie im ganzen Roman. Wie schon erwähnt wurden einige wesentliche Stellen weg gelassen, die auch der Charakterentwicklung dienen. So verteidigt zum Beispiel Hermine Lockhart ständig im Buch ohne zu sehen, dass er eigentlich gar nix kann.

Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung der Reihe, die sich aufs Wesentliche konzentriert, aber leider schon Einiges aus dem Buch weg lässt, was verständlicherweise den Rahmen eines zwei Stunden Films sprengen würde. Die Geschichte wird düsterer, die Kinder werden reifer und die Charaktere werden interessanter.

4/5

Nachdem Harry die aufgeblasene Schwester seines Onkels im wahrsten Sinne des Wortes aufgehen ließ, stürmt er aus dem Haus. Ihm ist bewusst, dass er unerlaubt Magie benutzt hat und somit von der Schule fliegen wird. Aber das ist ihm egal, es ist überall besser als bei den Dursleys. Rechtzeitig, bevor Harry von einem großen Hund angefallen wird, taucht ein violetter dreistöckiger Bus auf und bringt ihn zur Winkelgasse, wo schon Zaubereiminister Fudge auf Harry wartet, der ihn wider Erwarten nicht suspendiert, sondern schon ein Zimmer für ihn vorbereitet hat. Schon am nächsten Tag soll es mit seinen Freunden nach Hogwarts gehen.

Doch etwas Unbehagen liegt in der Luft, ein Mörder ist aus dem Hochsicherheitsgefängnis der Zauberer geflohen. Harry erfährt, dass Sirius Black, der für den Tod seiner Eltern verantwortlich war, nun hinter ihm her ist. Daher wurden auch die Sicherheitsvorkehrungen um die Schule verstärkt und Dementoren, die Gefängniswärter Askabans, bewachen nun alle Zugänge. Seltsamerweise scheint Harry diese Bestien anzuziehen, und so hofft er auf Professor Lupin, der ihn eine wirkungsvolle Methode lehren soll um die Dementoren in Schach zu halten…

Kritik:

Chris Columbus übergibt den Regiestuhl an Alfonso Cuarón, fungiert aber als Produzent. Und man merkt im dritten Teil schon einen leichten Richtungswechsel. Weg vom verspielten Kinderfilm, hin zu ernsteren Gefilden. Wie die Kinder werden auch die Bücher und Filme zusehends erwachsen. Rowling war natürlich wieder beim Drehbuch beteiligt.

Diesmal steht Harry nicht Lord Voldemort oder seiner Seele gegenüber, der macht in diesem Teil eine kleine Pause. Doch die Dementoren brauchen sich hinter dem Dunklen Lord nicht zu verstecken. Sie greifen Harry bei jeder Gelegenheit an und der Junge muss Verteidigungskünste erlernen, die weit über sein Niveau hinaus gehen. Die Auftritte der Gefängniswächter sind sehr gut und düster in Szene gesetzt, um sie herum friert alles ein oder stirbt, sie saugen jedes bisschen Glück aus der Umgebung, die Szenerie wird dunkel und kalt.

Cuarón zeigt uns Hogwarts, wie wir es zuvor nicht gesehen haben. Er hebt uns in die Lüft und überfliegt mit uns das Schlossgelände, wo wir beeindruckende Außenaufnahmen des alten Gemäuers bekommen oder auch mit dem Hipogreif über den See fliegen dürfen. Der übrigens eines der Highlights des Films darstellt. Weiters besuchen wir auch das Dorf Hogsmede, wo Harry ohne Erlaubnis seines Vormundes leider nicht hin darf. Das alte Dorf ist genauso verspielt gestaltet wie die Winkelgasse. Klar wirkt es etwas ländlicher, aber alle Orte aus dem Buch sind vorhanden, wenn sie auch weniger Bedeutung erfahren.

Generell kratzt auch dieser Teil eher an der Oberfläche und lässt aus Zeitgründen einiges Interessantes aus dem Buch weg. So erfahren wir leider nicht, wie Hermine zu ihrer Katze kommt, und welche wichtige Rolle das schlaue Tier eigentlich spielt. Auch bleibt uns viel aus der Freundschaft von Black, Lupin, Pettigrew und Potter senior vorenthalten. Auch ihr Verhalten gegenüber Professor Snape wird nicht mal ansatzweise erwähnt. Weiters sehen wir nicht, wie Snape Lupin mit helfenden Tränken versorgt. Bei den gekürzten Szenen finden wir wieder interessante Teile der Geschichte, die es nicht in den finalen Film geschafft haben, so können wir uns Blacks zweiten Besuch im Gryffindor Turm leider nur im Bonusmaterial ansehen. Auch Hermines streit mit der Wahrsagelehrerin geht aus Zeitgründen unter.

Dennoch bleibt genug Material um einen interessanten und vor allem kurzweiligen Film zu drehen, der mitunter sehr von der düsteren Atmosphäre und der detailreichen Schönheit der Sets lebt. Dazu passt natürlich die Musik gut dazu und verleiht dem Film eine dichte Atmosphäre.

Mit Black und Lupin treffen wir erneut auf neue und vor allem sehr wichtige Charaktere für den weiteren Verlauf der Geschichte. Gary Oldman und David Thewlis sind passend für ihre Rollen gewählt und verleihen den beiden den Charme, den sie schon in der Romanvorlage hatten. Auch Emma Thomspon ist hervorragend als Professor Trelawney und verleiht ihrer Rolle eine passende schrullige Art. Leider darf sie nur einmal im Film Harrys Tod vorhersehen, was im Buch einige Male passiert. Unsere drei Hauptdarsteller haben dazugelernt, können nun auch Gefühle gut darstellen und werden schön langsam erwachsen. Wir haben es hier nicht mehr mit einem Kinderfilm zu tun, und das ist gut. Aufgrund des Todes seines Vorgängers übernimmt nun Michael Gambon die Rolle des Dumbledore. Leider wurde nicht versucht, ihn ähnlich aussehen zu lassen, und so wirkt er nun wesentlich jünger, dennoch ist er die bessere Wahl und passt für die Rolle hervorragend.

Fazit:

Der Wechsel im Regiestuhl hat der Reihe gut getan. Teil 3 schlägt eine nicht minder phantastische, aber doch düstere Gangart ein.

4,5/5

Diesen Sommer darf Harry die Weasleys zur Quidditch Weltmeisterschaft begleiten, die allerdings vom Dunklen Mal der Todesser, Voldemorts Gefolgschaft, überschattet wird. Was natürlich das Zaubereiministerium in helle Aufregung versetzt aber nicht davon abhält das Trimagische Turnier in Hogwarts zu veranstalten. Dazu wurden zwei befreundete Schulen eingeladen, die jeweils einen Champion stellen sollen.

Überraschenderweise spuckt der Feuerkelch neben den drei Teilnehmern auch Harry Namen aus und nominiert ihn somit als Teilnehmer des Wettkampfes, und das obwohl nur Schüler über 17 Jahre mitmachen dürfen. Als Betrüger abgestempelt startet Harry nun als Außenseiter und muss drei schwierige Aufgaben lösen. Eine ist gefährlicher als die andere und am Ende geht es gar um sein Leben….

Kritik:

Wie packt man ein umfassendes Werk in einen Film? Mike Newell kam diese ehrenvolle Aufgabe zuteil, und er hat sie halbwegs gut gemeistert. Natürlich haben die Produzenten wieder eng mit J.K.Rowling zusammengearbeitet. Wobei ich nicht weiß, wie sie die ganzen Kürzungen ihres Buches verkraftet hat.

Die Dudleys wurden diesmal komplett weg gelassen Die Weltmeisterschaft ist im Film eigentlich nur noch ein Schatten ihrer selbst. Aber am schmerzlichsten fehlt die gesamte Geschichte um die Hauselfen. Was natürlich zu Änderungen im Skript geführt hat, denn manche Aktionen mussten nun andere Rollen übernehmen. Das Verhältnis von Barty Crouch zu seinem Sohn wurde nur leicht angeschnitten und Voldemorts Vergangenheit wird gleich komplett ignoriert.

Wobei dessen Wiederkehr dann allerdings recht gut umgesetzt wurde, nahe an der Vorlage und schön düster. Bis es allerdings so weit ist begleiten wir Harry und eine Freunde zum Trimagischen Turnier. Dass Ron auf ihn beleidigt ist, wird kurz angeschnitten, generell sind die Zeiträume zwischen den Wettstreiten gefühlsmäßig kurz ausgefallen. Auch Rita Kimmerkorn bekommt relativ wenig Zeit gewidmet, so kommt auch Hermine nicht in den Genuss mit ihr zu streiten.

Doch zum eigentlichen Film oder was von der Geschichte übrig blieb. Generell ist er etwas fröhlicher und bunter als sein Vorgänger. Obwohl Harry schwierige Aufgaben vor sich hat, ist die Stimmung entspannter. Die Aufgaben selbst sind hervorragend in Szene gesetzt und dabei wurde teils in die Trickkiste gegriffen, teils unter schwierigen Umständen real gedreht. So ging Radcliffe ziemlich oft tauchen. Und mal ehrlich, die Drachen sind schon sehr geil. Zumindest die ersten beiden Aufgaben überzeugen durch Action und Spannung. Das Labyrinth ist etwas unspektakulär ausgefallen. Im Buch kommen dabei einige von Hagrids Geschöpfen zum Einsatz. Aprospos, dessen knallrümpfigen Kröter haben es leider auch nicht in den Film geschafft.

Bei den Charakteren gibt es wieder jede Menge Neuzugänge und das filmische Harry Potter Universum wird ebenfalls größer. Eine Bereicherung ist vor allem Professor Mad Eye Moody, der einige der interessantesten Szenen bietet. Krum und Fleur als Harrys Gegenspieler wirken etwas blass. Im Buch wird ihnen etwas mehr Zeit gewidmet und sie haben auch interessante Hintergrundgeschichten. Cedric Diggory wird gekonnt von Robert Pattinson verkörpert, noch bevor er sich durch Glitzereinlagen seine Filmkarriere versaute.

Die Charaktere, sowie auch deren Darsteller, haben sich weiterentwickelt, sind wieder einen Schritt erwachsener geworden. Mit 14 schlägt schön langsam die Pubertät zu und so kommen zu schulischen Problemen auch noch hormonelle hinzu. Liebe, Eifersucht und Co haben hier schon mal ein kleines Stelldichein, oder wie es Ron so schön ausdrückt: Die werden komisch, wenn sie älter sind.

Nicht sehr verändert hat sich die Kulisse. Hogwarts und die Ländereien kennen wir ja schon. Newell verzichtet auf ausfallende Landschaftsaufnahmen, auch die alten Gemäuer bieten nicht viel Neues. Dennoch hat das Schloss nichts von seinem Flair eingebüßt. Hingegen die Weltmeisterschaft im Quidditch wirkt sehr modern und fast schon zu futuristisch. Einen kurzen, fast nicht nennenswerten Ausflug gibts in den Fuchsbau.

Fazit:

Man merkt beim vierten Teil wieder die Handschrift eines neuen Regisseurs, die Szenerie wirkt wieder etwas freundlicher, die Geschichte wird kurz und knackig in zweieinhalb Stunden erzählt.

4/5

Ein ruhiger Spielplatz irgendwo in England. Harry sitzt auf einer Schaukel. Da taucht eine Schar Teenager auf. Ihr Rädelsführer, Harrys Cousin Dudley beginnt den jungen Zauberer zu ärgern. Zorn erstarkt in Harrys Gemüt, doch bevor er Dudley was antun kann ziehen dunkle Wolken auf. Es wird kalt und beginnt zu regnen. Harry ahnt, was auf ihn zukommt, und flüchtet mit seinem Cousin in einen Tunnel. Plötzlich werden sie von Dementoren angegriffen, die beiden das Leben aussaugen wollen. Harry rettet Doudley mit einem Patronus-Zauber das Leben.

Und gerade deshalb wird er von Hogwarts suspendiert. Noch in derselben Nacht statten “Mad-Eye“ Moody und sein Gefolge Harry einen Besuch ab. Sie bringen ihn zum geheimen Hauptquartier von Dumbledores “Orden des Phönix“, die den Kampf gegen Lord Voldemort aufnehmen wollen. Dort erfährt Harry, dass er nicht suspendiert wurde, sich aber vor dem Ministerium verantworten muss.

Zauberminister Fudge weigert sich strikt, die Rückkehr Voldemorts anzuerkennen. So liegt er im ständigen Clinch mit Dumbledore. Um Hogwarts besser kontrollieren zu können, stellt er seine Sekretärin, Dolores Umbridge, als Lehrerin in der Schule ein. Sie soll dort für Ordnung, und Wahrung der alten Werte sorgen. Da sie ihren Job sehr genau nimmt, wird sie alsbald vom Ministerium ermächtigt, absolute Macht auszuüben. Somit kann sie auch andere Lehrer feuern.

Harry und seinen Freunden ist bewusst, dass Lord Voldemort auf dem Vormarsch ist, so gründen sie im Geheimen den Bund “Dumbledores Armee“ und trainieren diverse Zaubersprüche. Harry wird ständig von Albträumen geplagt, wo er seine Freunde leiden sieht. Voldemort versucht in seinem Geist vorzudringen. Gelingt es ihm, ist alles verloren. Und so rüsten sich die jungen Zauberer für den letzten Kampf. Als dann noch Gefangene aus Askaban fliehen, und sich dem dunklen Lord anschließen, müssen sie handeln. Doch Voldemort ist mächtiger als erwartet…

Kritik:

Mit David Yates wurde nun ein Regisseur gefunden, der die Reihe zum Abschluss bringen sollte. Und diese Entscheidung war vollkommen richtig. In enger Zusammenarbeit mit J.K. Rowling gelang es ihm das 1000 Seiten umfassende Buch in einem Film unterzubringen. Natürlich wurden einige Passagen, wie der Krankenhausbesuch, weg gelassen, dennoch schneidet Yates fast jedes Kapitel und jede Thematik im Buch an. So sehr wie im Buch kann er leider nicht ins Detail gehen, doch wird die Stimmung gut in den Film übertragen.

Harry wird erwachsen. Seine Gefühle scheinen verrückt zu spielen, er muss lernen sie zu kontrollieren, um nicht dem Bösen zu verfallen. So wird er öfter Zornig, hat Angst, aber lernt auch die Liebe kennen. Wie ein normaler Teenager halt. Dabei liegen seine größten Schwächen, aber auch seine Stärke, wie sich noch herausstellen wird. Yates widmet seinen Charakteren hierbei ausreichend Zeit und die Darsteller haben brav dazu gelernt.

Und wie Harry entwickelt sich auch die Geschichte immer mehr ins Dramatische. Die verspielten Details der ersten Teile sind gewichen, um Platz für die düstere Bedrohung zu schaffen. Hier gibt es keine Geister, die durch Hogwarts wandeln, und auch keine Sportveranstaltungen mehr, da sie von Umbridge verboten werden. Leider findet die Diskrepanz zwischen den Häusern keinen Platz, wo ein Haus noch trainieren darf, das andere nicht. Teil fünf lässt viel Politik in die Geschichte einfließen. Eine totalitäre Kraft übernimmt die Kontrolle über die Schule. Und mit Umbridge, herrlich gespielt von Imelda Staunton, wurde eine der meistgehassten Charakteren geschaffen.

Es wird Ernst für die Zauberlehrlinge. Im Geheimen müssen sie lernen, da das Ministerium ihnen das Zaubern verboten hatte. Und die neue Professorin ihre Augen überall hat. Denn früher oder später wird Voldemort mit seinem Gefolge auftauchen. Und bevor die letzte Hoffung der Freunde schwindet, müssen sie sich vorbereiten. Harry entpuppt sich als hervorragender Lehrer, aber er vermag nicht zu ahnen, wie stark sein Kontrahent wirklich ist. Und schon bald sollen sich die beiden Fraktionen gegenüberstehen.

Vermag Yates nicht den kompletten Buchumfang in den Film gepackt haben, wurde bei den Effekten hingegen nicht gespart. Es wurde hervorragende CGI Arbeit geliefert, und die Gefechte wirken optisch berauschend. Endlich wird hier auch mehr gezaubert, wobei viele Charaktere ihre Künste zur Schau stellen dürfen. Außerdem gibt es im Vergleich zum Vorgänger eine Steigerung. Harrys Albträume gestalten sich interessant und tragen auch zur Spannung bei. Die Atmosphäre wird wieder dunkler und wirkt bedrohlicher.

Die meisten Charaktere kennt man bereits aus den Vorgängern, daher bedarf es keiner Einführung mehr. Dennoch dürfen sich manche von ihnen entwickeln. Die neuen Charaktere, allen voran Umbridge, erfahren einer kurzen Vorstellung. Einige Charaktere sorgen wieder für ein paar Lacher, um die Stimmung aufzulockern. So haben der Hausmeister, Severus Snape und Harrys Cousin ihre glänzenden Momente.

Auch bei den jungen Darstellern merkt man, dass sie mit jedem Teil etwas mehr dazulernen, und sich schön langsam zu annehmbaren Schauspielern entwickeln. Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint interagieren hervorragend miteinander. Jedoch sei Radcliffes Leistung besonders hervorzuheben, da er es versteht, die Charakterzüge und Gefühle glaubhaft rüber zu bringen. Aber auch die routinierteren Schauspieler agieren ihrer Rolle gerecht routiniert, wobei sie aber nie direkt ins Rampenlicht gerückt werden.

Fazit:

Im Großen und Ganzen überzeugte mich “Der Orden des Phönix“ um einiges mehr, als sein Vorgänger “Der Feuerkelch“.

4,5/5

Im Sommer vor dem sechsten Schuljahr nimmt Dumbledore Harry auf einen nächtlichen Ausflug zu einem ehemaligen Lehrer von Hogwarts mit. Er möchte seinen alten Freund Horace Slughorn überreden, wieder zu  unterrichten. Dies tut er allerdings mit einem Hintergedanken, denn in Slughorns Geist versteckt sich die alles entscheidende Erinnerung, und Harry soll sie ihm heraus locken. Slughorn unterrichtet Zaubertränke und hatte schon immer ein Faible für gesellschaftlich wichtige Schüler, die er in seinen Slug-Club einlädt.

Im Gegenzug übernimmt Professor Snape den Unterricht in Verteidigung gegen die schwarzen Künste. Während Dubmledore mit Harry Voldemorts Vergangenheit erkunden, um hinter sein Geheimnis zu kommen, wurde Darko Malfoy mit einer wichtigen Aufgabe vom dunklen Lord persönlich in die Schule geschickt. Snape gab seiner Mutter den unbrechbaren Schwur, den Jungen zu beschützen. Und nebenbei versucht Harry herauszufinden, wer der Halbblutprinz ist, dessen Zaubertrankbuch er für Slughorns Unterricht bekommen hat…

Kritik:

Teil sechs der Reihe bereitet den Übergang zum Finale. David Yates hat den düsteren Stil aus seinem Vorgänger hierauf übertragen, doch gelingt es ihm diesmal nicht so gut, alle Infos aus dem Buch in den Film zu transportieren. So deutet er zwar an, dass auch die Muggelwelt bedroht ist, lässt aber dann den Besuch beim Premierminister einfach weg. Auch Dubmledores witziger Besuch bei den Dudleys wird hier schmerzlich vermisst, dafür dichtet Yates eine Szene am Bahnhof hinzu.

So zieht sich das durch den Film und immer wieder vermissen wir essentielle, wenn auch kleine Details. Hintergrundgeschichten zu neuen Charakteren werden nicht erzählt. Doch den schlimmsten Fauxpas erlaubt er sich am Ende, wo der den ganzen Angriff auf Hogwarts einfach weg lässt.

Nichtsdestotrotz haben wir hier einen Lückenfüller zum Finale. Es werden einige Weichen in der Geschichte gewählt. Charaktere schlagen einen unumkehrbaren Weg ein, die Lage für die Gute Seite wird immer kritischer. Doch Yates rückt leider Liebesgeschichten und Eifersuchtsszenen der Schüler viel zu sehr in den Fokus der Geschichte. Diese sind zwar teilweise recht witzig anzusehen, doch nerven mit der Zeit. Natürlich kommen sie im Buch auch vor, doch sind dort eher als Randnotiz zur Charakterentwicklung vorhanden. Die Eine steht auf Ron, die Andere auch, dann plärrt die Eine, weil er ständig die Andere abknutscht. Echt mühsam. Und dafür wurde uns eine kleine Schlacht verwehrt.

Interessant ist vor allem Voldemorts Hintergrundgeschichte, wo Yates allerdings nur an der Oberfläche kratzt. so bleiben uns auch hier wichtige Details zu seiner Psyche und den Horkruxen verwehrt. Natürlich hätte Vieles den Rahmen eines Films gesprengt, doch hätte man auch ruhig zwei draus machen können.

Gelungen ist aber wieder mal die angespannte Atmosphäre, wobei die Ausstattung der Sets und der Einsatz der passenden Musik eine wichtige Rolle spielen. Die neuen Orte, wie Snapes Heimat, sind sehr passend gestaltet. Action und Spannung gibts bei der Eröffnung und im Finale. Der Mittelteil dümpelt eher vor sich hin und ist den Charakteren gewidmet. Die Darsteller sind schon auf einem recht guten Niveau, da können wir uns nicht mehr beklagen.

Fazit:

Als Übergang zum Finale ist Teil sechs gelungen, doch fehlt uns hier viel an Hintergrundinformation und auch der Angriff auf Hogwarts wurde weg gelassen. Schade eigentlich. Ansonsten ein durchaus passabler Teil der Reihe.

3,5/5

Dumbledore ist tot, der Orden des Phönix ist geschwächt und Voldemorts Todesser bekommen immer mehr Einfluss im Ministerium. Übergriffe auf Muggel häufen sich. Und Harrys Schutz im Heim der Dursleys endet in wenigen Tagen, an seinem 17ten Geburtstag. Nun gilt es also zu handeln. In einer waghalsigen Aktion bringen Harrys Freunde den Auserwählten in den Fuchsbau. Er möchte jedoch niemanden in Gefahr bringen und plant Dumbledores Weg zu folgen und die Horkruxe zu suchen. Doch zuvor gilt es noch die Hochzeit von Bill und Fleur auszurichten.

Dann überschlagen sich die Ereignisse, das Zaubereiministerium fällt, der Minister wird ermordet und die Hochzeitsfeier wird von Todessern angegriffen. Im letzten Moment kann Harry mit Ron und Hermine fliehen. Ständig auf der Flucht versuchen sie nun die Horkruxe zu finden und zu zerstören…

Kritik:

Manchmal lernen Produzenten aus ihren Fehlern, wobei böse Zungen auch behaupten können, sie wollen noch mehr Geld raus holen. Wie dem auch sei, das Finale von Harry Potter und seinen Freunden wurde auf 2 Filme aufgeteilt. Eigentlich hätte man schon viel früher auf diese Idee kommen können. So ist es David Yates nun erlaubt, nicht das halbe Buch wegzulassen und er kann sie wieder auf Details konzentrieren.

Natürlich musste er nun Charaktere einführen, die eigentlich schon viel früher in den Büchern auftreten. Den Umständen entsprechend gelingt es ihm recht gut. So treffen wir hier erstmal auf Bill Weasly, der Fleur heiraten wird. Verwehrt blieb uns in den vorherigen Filmen, wie Fleur bei den Weasleys einzieht und mit Molly im Klinsch liegt. Auch der Werwolfangriff auf Bill wird uns hier leider nur erzählt, weil im sechsten Teil die ganze Schlacht um Hogwarts weg gelassen wurde. Auch Taugenichts Mundungus tritt hier zum ersten Mal in Erscheinung.

Leider ergeben sich durch das Weglassen von Information in den vorherigen Filmen hier kleine Logiklöcher. So wundert es den geneigten Zuschauer vielleicht ein wenig, als die drei Helden im Grimmauldplatz Nr. 12 wohnen, Hauself Kreacher Harry Potter gehorcht. Es wurde leider verabsäumt den Zusehern mit zuteilen, dass Harry das Haus mitsamt Hauself von Siris geerbt hatte. Leider ignoriert Yates Kreachers Hintergrundgeschichte und wie es mit ihm weiter geht. So hat der kleine Ungustl nur einen kurzen Auftritt. Weiters bleibt uns hier ein Blick in die Schule verwehrt, wo Snape nun Schulleiter ist und Todesser die Schüler überwachen.

Nach einem actionreichen Start, verliert der Film ein wenig an Tempo, während die drei Helden auf der Flucht sind, hier wurde die Geschichte ein wenig zusammengestutzt, sodass wir gar nicht mitbekommen, dass sich Ron um seine Familie sorgt und deshalb die Gruppe verlässt. Dennoch bleibt die Geschichte auch im Film spannend und wird flüssig erzählt. Zwei weitere Highlights stellen die Besuche im Ministerium und im Malfoy Anwesen dar. Hier steigt die Spannungskurve an und somit wird für die Halbzeit auch ein kleiner Höhepunkt gefunden.

Die Orte des Geschehens sind wieder hervorragend umgesetzt worden. Das Ministerium wirkte schon vor Voldemorts Schreckensherrschaft dunkel und bedrohlich, nun noch einen Schritt mehr. Mit Liebe zum Detail wurde wieder der Fuchsbau gestaltet, der allerdings nun anders aussieht, da er im vorherigen Film ja zerstört wurde, was im Buch nicht der Fall war. Auch das Haus von Luna Lovegood spiegelt die schrullige Art ihrer Bewohner wieder. Von Hogwarts sehen wir allerdings nicht viel.

Die Charaktere sind natürlich wieder gut ausgearbeitet, die Hauptdarsteller sind erwachsen geworden und die schauspielerische Leistung ist wie sie sein soll. Die neuen Charaktere fügen sich gut in die Handlung ein, bleiben aber nur kurz im Film. Andere kommen leider etwas zu kurz, oder treten gar nicht auf.

Fazit:

Den Film zu teilen war die richtige Entscheidung. Es gelingt auch den ersten Teil des Finales spannend zu halten und einen Höhepunkt zu finden.

4/5

Nachdem die Flucht aus dem Griff der Tondesser gelungen war, tut sich durch den mitgefangenen Kobold die Chance auf, Huffelpuffs Kelch aus dem Verließ von Bellatrix Lestrange zu holen. Gesagt, getan, doch schön langsam kommt Voldemort dahinter und die Schlinge um Harry zieht sich immer weiter zu. Da die Zeit drängt reisen die drei Freunde nach Hogwarts, wo ein weiterer Horkurx verborgen sein soll.

Auch Voldemort und sein Gefolge lässt nicht lange auf sich warten, und schon beginnt die Schlacht um Hogwarts. Geheimnisse werden im letzten Moment enthüllt und Zusammenhänge werden nun klar. Harry muss sich seinem Widersacher alleine stellen …

Kritik:

Viel ist geschehen im ersten Teil des Finales, so hat Yates nun ausreichend Zeit für das Ende, sollte man meinen. Dennoch enthält er uns einige wichtige Szenen aus dem Buch vor. So werden hier nicht die jüngeren Schüler vor dem Kampf in Sicherheit gebracht. Ginny muss nicht mit ihrer Mutter diskutieren, dem Kampf fern zu bleiben. Manche Dinge hat Yates sogar etwas verändert, wahrscheinlich um den Erzählfluss im Film zu straffen. Leider fehlen hier wieder die Hauselfen, da sie in den vorherigen Filmen keine Beachtung finden, fällt dies jemanden, der die Bücher nicht kennt, gar nicht auf.

Nichtsdestotrotz geht es nun fulminant dem Ende zu. Yates präsentiert uns einen actionreichen und spannenden Kampf Gut gegen Böse. Wir treffen auf alte Bekannte und erleben ein wahres Effektfeuerwerk, wie es sich gehört. Der Tenor ist weitaus dünkler als beim vorherigen Film. Und doch keimt Hoffnung auf, und führt somit auch zu bewegenden Szenen, wo gefühlvoll auf die Tränendrüse gedrückt wird. Diese sind Yates ebenso gelungen wie die düsteren Actionszenen.

Als Schauplatz fungiert hauptsächlich das alte Schloss, aber auch die anderen Orte, denen wir einen kurzen Besuch abstatten, wie die Bank oder Hogsmede sind aufwändig und detailreich gestaltet. Sie tragen, wie auch die gelungene Musik, zur Atmosphäre bei. Zu den Darstellern brauche ich nicht mehr viel schreiben, die kennen wir alle, sie spielen wie gewohnt gut.

Fazit:

Ein würdiger Abschluss einer Reihe, der lose Enden verbindet, auf Atmosphäre und Gefühle setzt, und den Wunsch nach Mehr hinterlässt.

4,5/5

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