Harry Potter und der Feuerkelch (Filmkritik)

Diesen Sommer darf Harry die Weasleys zur Quidditch Weltmeisterschaft begleiten, die allerdings vom Dunklen Mal der Todesser, Voldemorts Gefolgschaft, überschattet wird. Was natürlich das Zaubereiministerium in helle Aufregung versetzt aber nicht davon abhält das Trimagische Turnier in Hogwarts zu veranstalten. Dazu wurden zwei befreundete Schulen eingeladen, die jeweils einen Champion stellen sollen.

Überraschenderweise spuckt der Feuerkelch neben den drei Teilnehmern auch Harry Namen aus und nominiert ihn somit als Teilnehmer des Wettkampfes, und das obwohl nur Schüler über 17 Jahre mitmachen dürfen. Als Betrüger abgestempelt startet Harry nun als Außenseiter und muss drei schwierige Aufgaben lösen. Eine ist gefährlicher als die andere und am Ende geht es gar um sein Leben….

Kritik:

Wie packt man ein umfassendes Werk in einen Film? Mike Newell kam diese ehrenvolle Aufgabe zuteil, und er hat sie halbwegs gut gemeistert. Natürlich haben die Produzenten wieder eng mit J.K.Rowling zusammengearbeitet. Wobei ich nicht weiß, wie sie die ganzen Kürzungen ihres Buches verkraftet hat.

Die Dudleys wurden diesmal komplett weg gelassen Die Weltmeisterschaft ist im Film eigentlich nur noch ein Schatten ihrer selbst. Aber am schmerzlichsten fehlt die gesamte Geschichte um die Hauselfen. Was natürlich zu Änderungen im Skript geführt hat, denn manche Aktionen mussten nun andere Rollen übernehmen. Das Verhältnis von Barty Crouch zu seinem Sohn wurde nur leicht angeschnitten und Voldemorts Vergangenheit wird gleich komplett ignoriert.

Wobei dessen Wiederkehr dann allerdings recht gut umgesetzt wurde, nahe an der Vorlage und schön düster. Bis es allerdings so weit ist begleiten wir Harry und eine Freunde zum Trimagischen Turnier. Dass Ron auf ihn beleidigt ist, wird kurz angeschnitten, generell sind die Zeiträume zwischen den Wettstreiten gefühlsmäßig kurz ausgefallen. Auch Rita Kimmerkorn bekommt relativ wenig Zeit gewidmet, so kommt auch Hermine nicht in den Genuss mit ihr zu streiten.

Doch zum eigentlichen Film oder was von der Geschichte übrig blieb. Generell ist er etwas fröhlicher und bunter als sein Vorgänger. Obwohl Harry schwierige Aufgaben vor sich hat, ist die Stimmung entspannter. Die Aufgaben selbst sind hervorragend in Szene gesetzt und dabei wurde teils in die Trickkiste gegriffen, teils unter schwierigen Umständen real gedreht. So ging Radcliffe ziemlich oft tauchen. Und mal ehrlich, die Drachen sind schon sehr geil. Zumindest die ersten beiden Aufgaben überzeugen durch Action und Spannung. Das Labyrinth ist etwas unspektakulär ausgefallen. Im Buch kommen dabei einige von Hagrids Geschöpfen zum Einsatz. Aprospos, dessen knallrümpfigen Kröter haben es leider auch nicht in den Film geschafft.

Bei den Charakteren gibt es wieder jede Menge Neuzugänge und das filmische Harry Potter Universum wird ebenfalls größer. Eine Bereicherung ist vor allem Professor Mad Eye Moody, der einige der interessantesten Szenen bietet. Krum und Fleur als Harrys Gegenspieler wirken etwas blass. Im Buch wird ihnen etwas mehr Zeit gewidmet und sie haben auch interessante Hintergrundgeschichten. Cedric Diggory wird gekonnt von Robert Pattinson verkörpert, noch bevor er sich durch Glitzereinlagen seine Filmkarriere versaute.

Die Charaktere, sowie auch deren Darsteller, haben sich weiterentwickelt, sind wieder einen Schritt erwachsener geworden. Mit 14 schlägt schön langsam die Pubertät zu und so kommen zu schulischen Problemen auch noch hormonelle hinzu. Liebe, Eifersucht und Co haben hier schon mal ein kleines Stelldichein, oder wie es Ron so schön ausdrückt: Die werden komisch, wenn sie älter sind.

Nicht sehr verändert hat sich die Kulisse. Hogwarts und die Ländereien kennen wir ja schon. Newell verzichtet auf ausfallende Landschaftsaufnahmen, auch die alten Gemäuer bieten nicht viel Neues. Dennoch hat das Schloss nichts von seinem Flair eingebüßt. Hingegen die Weltmeisterschaft im Quidditch wirkt sehr modern und fast schon zu futuristisch. Einen kurzen, fast nicht nennenswerten Ausflug gibts in den Fuchsbau.

Fazit:

Man merkt beim vierten Teil wieder die Handschrift eines neuen Regisseurs, die Szenerie wirkt wieder etwas freundlicher, die Geschichte wird kurz und knackig in zweieinhalb Stunden erzählt.

4/5

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