Heavy Trip (Filmkritik)

Die Freunde Turo, Pasi, Lotvonen und Jynkky leben in einem beschaulichen Dorf irgendwo in Finnland. Als langhaarige Metal-Fans gelten sie als Außenseiter in der kleinen Stadtgemeinschaft. Doch das lässt sie kalt. In einer Garage proben sie täglich und spielen mit ihrer Band „Impaled Rektrum“ bekannte Hits nach.

Als eines Tages der Veranstalter des größten norwegischen Metal-Festivals vor ihrer Tür steht und versehentlich mit Elchblut übergossen wird, bietet sich für die Jungs die Chance ihres Lebens. Endlich auf einer Bühne auftreten, und dann auch noch auf der größten in Skandinavien. Plötzlich interessieren sich auch ihre Mitbürger für die kleine Band und ihren „Symphonic-Post-Apocalyptic-Reindeer-Grinding-Christ-Abusing-Extreme-War-Pagan-Fennoscandian-Metal“, denn bisher hatte es noch kein Sänger der Stadt geschafft, weiter als bis zum Nachbarort zu fahren.

Doch schon die Generalprobe geht mächtig in die Hose, der Van wird konfisziert, ein Bandmitglied gibt den Löffel ab, und die junge Band steht vor dem Aus. Doch solche Kleinigkeiten können wahre Metal Headbanger nicht aufhalten. So beginnt ein wahnsinniger Roadtrip inkl. Sarg, heroischen Wikingern und komplett irren Grenzposten….

Kritik:

Der Titel Heavy Trip mag auf den ersten Blick etwas irritierend wirken, da der eigentliche Roadtrip ja erst gegen Ende des Films los geht. Doch man kann den Trip auch auf die persönliche Entwicklung der Charaktere umlegen, die von einer angefeindeten Garagenband, ohne Namen und ohne eigene Lieder es schaffen, auf dem größten Skandinavischen Festivals zu spielen.

Und für ihre Charaktere nehmen sich die beiden Regisseure auch ausreichend Zeit. Die Jungs werden vorgestellt, wir begleiten sie in die Arbeit, sehen wie ihr konservatives Umfeld auf die langhaarigen Jungs reagiert. Dabei kommt natürlich der Humor gerade recht. Situationskomik beschert uns einige mehr oder weniger lustige Szenen, ohne dabei auf die eigentlichen Werte, Freundschaft und Zusammenhalt, des Films zu vergessen.

Die Musik ist für Genrefans sicher erfrischend. Für mich trug sie teilweise auch zum Humor bei, wenn zum Beispiel der Leadsänger den Song über ins Mikro grölt und dann sein Kollege meint, so ein schöner Text. Ich hab kein einziges Wort verstanden. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und auch recht abwechslungsreich und teils auch Skurril. Die Darsteller können in ihren Rollen überzeugen.

Fazit:

Heavy Trip ist eine witzige Feel Good Komödie aus Skandinavien, die Werte wie Freundschaft und Zielstrebigkeit hoch hält.

3,5/5

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