Kinder des Zorns (Filmkritik)

Das junge Paar Burt und Vicky fährt auf einer Landstraße mitten in Nebraska durch die Pampa. Plötzlich läuft ein Junge aus dem Maisfeld auf die Straße und wird von den beiden überfahren. Als Burt zu dem Jungen eilt, stellt er fest, dass diesem die Kehle durchgeschnitten wurde und offenbar geschah dies kurz vor dem Unfall.

Auf der Suche nach einem Telefon, um den Vorfall zu melden, verschlägt es die beiden nach Gatlin. Doch die Stadt scheint wie ausgestorben zu sein. Nur ein paar Kinder schleichen umher. Noch wissen Burt und Vicky nicht, dass sie in höchster Gefahr schweben, denn der Kinderprediger Isaac  möchte die beiden dem der hinter den Reihen geht als Opfer darbringen…

Kritik:

Stephen Kings Kurzgeschichte „Children of the Corn“ war die erste, die als Langfilm in die Kinos kam. Überraschenderweise zog der Film etliche Fortsetzungen nach sich, die auf die gleiche Kurzgeschichte zurückgreifen. Das hat vor King auch noch keiner geschafft. Natürlich wurden stets Handlungen dazugedichtet, manche Dinge schöner dargestellt, als sie in der Vorlage sind, und Charaktere in den Vordergrund gerückt.

Im Film erzählt der Junge Job die Geschehnisse in Gatlin aus seiner Sicht. Er und seine Schwester haben sich seit je her von dem Kult, der rund um den Kinderprediger Isaac entstanden ist, ferngehalten. Dieser verlangt von den Kindern, alle Erwachsenen zu töten. Und jedes Kind, das 18 Jahre alt wird, wird ebenfalls dem Gott des Kultes geopfert. Kinder, die Erwachsene töten gab es schon des Öfteren. „Kinder des Zorns“ versucht es, kommt aber nicht an die Klasse eines „Ein Kind zu töten“ ran.

Dennoch ist die Atmosphäre im Film durchaus gelungen. Elendslange Maisfelder, bedrohliches Wetter und psychedelischer Lateingesang vermitteln eine angespannte Stimmung. Die Spannung steigt gelegentlich an. Von den Morden sollte man sich allerdings nicht all zuviel erwarten. Einige geschehen im Off und einige fallen unblutig aus. Doch Regisseur Fritz Kiersch wollte seinen Fokus anscheinend nie auf Blut und Gewalt legen. Bei den Computereffekten, wenn man das so nennen kann, wurde Einiges vergeigt. Diese wirken äußerst billig.

Die Charaktere sind größtenteils dem Buch nachempfunden. Manche wurden etwas besser ausgearbeitet, als sie es im Buch sind. Die beiden Hauptrollen können sich im Buch eigentlich überhaupt nicht leiden. Darsteller sind größtenteils Kinder und relativ unbekannte Erwachsene. Einzig Linda Hamilton kannten wir damals schon aus „Terminator“. Allerdings gibt sie sich hier weniger kämpferisch und bleibt eher blass.

Fazit:

Kinder des Zorns ist eine gelungene Adaption einer King Kurzgeschichte und auch der Beginn einer lange Reihe an Fortsetzungen.

3,5/5

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