Das Dschungelbuch (Filmkritik)

Während einer Expedition in den Indischen Dschungel geht der kleine Mogli verloren, als eines Nachts der Tiger Shir Kahn das Lager angreift. Der Panter Bagheera findet den Jungen verängstigt im Urwald und bringt ihn zu einem Rudel Wölfen. Unter diesen wächst er auf und freundet sich mit allen Tieren des Dschungels an. Nun ja, mit fast allen.

Als er erwachsen ist, trifft er am Waldrand auf seine Jugendfreundin Kitty. Doch diese ist schon mit einem britischen Soldaten in einer Beziehung. Dieser sieht sich natürlich in der Konkurrenz bedroht und macht fortan Jagt auf Mogli. Als die Soldaten drauf kommen, dass Mogli den Weg zu einem versunkenen Tempel mit einen Haufen Schätzen kennt, zwingen sie ihn, ihnen den Weg zu zeigen…

Je mehr ich lerne, was ein Mensch ist, desto mehr möchte ich ein Tier sein.

1894 erschien Rudyard Kiplings Roman. Die ersten drei Kapitel des Buches drehen sich um den Jungen Mogli und wurden immer wieder verfilmt. In der ersten Verfilmung von 1942 schlüpfte Sabu in die Rolle des Dschungeljungen, dann gab sich Disney mit einem gelungenen Zeichentrickfilm eine Stelldichein.

1994 verfilmte Stephen Sommers die Geschichte erneut und konzentrierte sich mehr auf den Teil, wo Mogli zurück in die Zivilisation findet. Dies verläuft natürlich nicht ganz ohne Reibereien. Und die Gier der Briten treibt sie dann an, Mogli als Führer zu missbrauchen. Das Dschungelbuch zeigt menschliche Abgründe und Fehler gegenüber der Reinheit der Natur und den Tieren.

Sommers verzichtet darauf, die Tiere sprechen zu lassen, den in Realität wird ihre Stimme von uns auch nicht erhört. Jedoch sind sie gut dressiert und spielen so manch menschlichen Schauspieler unter dem Tisch. Unter den menschlichen Darstellern finden wir einige Stars, die sich in ihren Rollen entfalten können. Allen voran überzeugt John Cleese mit Humor als Dr. Plumford. Jason Scott Lee spielt den Mogli zwar nicht herausragend, aber immerhin ist er was fürs Auge.

Die Ausstattung der Sets ist üppig ausgefallen und so ist auch die Atmosphäre stimmig eingefangen. Dabei gibt es einige schöne Naturaufnahmen und auch die Tempelanlage ist überaus gelungen. Etwas Action und Spannung gibst zwischendurch auch immer wieder. Interessant wirds, als Mogli die Briten in seine Welt führt, hier spielt der Film sein Potential gelungen aus.

Fazit:

Sommers Dschungelbuch überspringt die Jugendjahre Moglis und konzentriert sich auf den Teil, wo er wieder auf die Zivilisation trifft, die sich nicht gerade von der schönsten Seite zeigt. Der Film ist gut erzählt und teilweise spannend umgesetzt.

3,5/5

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