Lord of Illusions (Filmkritik)

Es gibt zwei Arten von Zauberern. Die Showkünstler und die richtigen Zauberer, die mit Dämonen im Bunde sind, und sogar den Tod als Illusion erscheinen lassen. Schwarzmagier Nix führt eine Sekte an. Er hat ein Kind entführt und hält das Mädchen in der Mogabi Wüste gefangen. Bei der Rettungsaktion wird er von seinem ehemaligen Lehrling Swann getötet und gebannt.

13 Jahre später: Harry D’Amour ist Privatdetektiv in New York. Nachdem er in eine schief gegangene Teufelsaustreibung verwickelt war, sieht es mit neuen Aufträgen eher schlecht aus. Und so nimmt er auch den nächst besten Job an. Dieser führt ihn nach Los Angeles, wo er es mit einer satanischen Sekte zu tun bekommt, die auf die Auferstehung ihres alten Meisters hinarbeiten.

In deren Fokus rückt auch Zauberer Swann, der nun als Illusionist arbeitet. Als dieser bei einer Show ums Leben kommt, stößt Harry bei seinen Ermittlungen auf die unheimliche Vorgeschichte der Sekte…

Kritik:

Clive Barker ist uns Horrofans natürlich ein Begriff. Als Autor bescherte er uns Geschichten für einige sehr gelungene Filme. Als Regisseur schuf er lediglich drei Filme. Und diese gingen in die Filmgeschichte ein. Hellraiser, Nightbreed (Hierzulande als Cabal, Brut der Nacht bekannt) und Lord of Illusions.

Barkers Vorliebe für Monster, Dämonen und Vorstellungen der Hölle finden Einzug in allen seinen Werken. Und so wartet auch sein letzter Film mit jeder Menge Gestalten auf, deren Masken überaus gut gestaltet sind. Es waren anscheinend die gleichen Effektspezialisten am Werk wie bei seinen anderen Filmen. So wird das Hellraiser-Niveau gehalten. Mit Blut wird hier nicht gespart und CGI beschränkt sich auf ein paar wenige Zaubertricks.

Auch beweist Barker, dass er mit einem geschickten Zusammenspiel von dreckigen Sets, passender Musik und seinen Monstern eine überaus dichte Atmosphäre schaffen kann. Dabei steigt auch die Spannung gegen Ende ordentlich an und beim Finale überschlagen sich die Ereignisse. Nach dem ereignisreichen Einstieg springt der Film einige Jahre in die Zukunft uns stellt uns dann erst den Hauptprotagonisten vor.

Die Charkatere sind Barker auch wieder sehr gelungen. Sie werden anständig vorgestellt und dürfen sich auch den Film über entwickeln. Auch die unbedeutenden Sektenmitglieder bekommen einen kleine Hintergrundgeschichte. Skott Bakula, der später die Enterprise kommandieren darf, verkörpert hier den Privatdetektiv, der unfreiwillig in die Geschichte hineingezogen wird. Er macht seine Sache recht gut und überzeugt in seiner Rolle.

Fazit:

Irgendwie schade, dass Clive Barker selbst nur 3 Filme gedreht hat. Lord of Illusion kann die Qualität der anderen beiden Werke durchaus halten und überzeugt mit einer interessanten Geschichte, genialen Masken und einer düsteren Atmosphäre.

4/5

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