Tempo (Filmkritik)

Der 17jährige Außreißer JoJo jobbt als Fahrradbote in Wien. Ein Auftrag führt ihn zu einem Stammkunden der kleinen Lieferfirma. Dieser schickt ihn gleich weiter zu seiner Freundin Clarissa, um ihr eine Nachricht mitsamt einer Rose zu überbringen. JoJo verliebt sich in Clarissa und malt sich in seiner Fantasie diverse Szenarien aus, wie er mit ihr zusammenkommen kann. Doch nebenbei wird er unfreiwillig in einen Strudel aus Gewalt und Chaos gezogen…

Kritik:

Stefan Ruzowitzky präsentiert uns ein seinem ersten Film eine temporeiche Achterbahnfahrt im Leben eines Teenagers. JoJo ist von zuhause weg gelaufen, jobbt ihn der großen Stadt als Fahrradbote und erfährt die erste Liebe. Dabei muss er sich auch selbst finden und seinen Platz in der Welt erkennen. Doch bis er letzteres geschafft hat muss er erst seine Erfahrungen in der großen, gefährlichen Stadt machen.

Ruzonitzky fängt mit Tempo den Zeitgeist der frühren 90er recht gut ein. Dabei zeigt er unter anderen nicht so schöne Plätze in Wien. Unser Protagonist begegnet Leuten aus diversen Gesellschaftsschichten und erzählt seine Geschichte in Form von Selbstgesprächen und rückt sich in seinen Tagträumen stets ins Rampenlicht. Dies wird teilweise auch in Form einer Talkshow dargestellt. Dabei überzeugt er mit jugendlicher Naivität, dem die Realität dann schockiert.

Langweilig wirds im Film nie, denn der Name ist Programm. Teilweise schnell geschnitten, springt Tempo zwischen Realität und Tagträumerei hin und her. Unterlegt ist das Ganze mit größtenteils flotter Ravemusik. Die Darsteller sind bemüht und spielen ihre Rollen solide.

Fazit:

Tempo versucht gar nicht erst die schönen Seiten Wiens zu zeigen. Dabei bleibt er realitätsnah und überzeugt durch seine Charaktere.

3/5

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