Alex Strangelove (Filmkritik)

Nerd Alex Truelove startet mit der neuen Mitschülerin Claire einen Videochannel im Laufe eines Schulprojektes. Die Videos werden immer beliebter und die beiden kommen sich näher. Aus einer Freundschaft wird eine Beziehung. Es scheint perfekt zu sein. Auch das Erste Mal ist schon in Planung.

Als Alex bei einer Party Elliot kennen lernt, beginnt er an seinen Gefühlen zu zweifeln. Obwohl er mit Claire zusammen ist, fühlt er sich seltsamerweise zu Elliot hingezogen…

Kritik:

Langsam aber sicher, und leider viel zu spät, kommt auch das schwule Kino aus dem Kasten raus und entwickelt sich vom Arthouse zum Mainstream. Es ist erfreulich, dass immer mehr LGBTQ Charaktere ihren Platz in Filmen und Serien finden und das nicht nur als unbedeutende Nebenrollen. Somit ist Hollywood nun auch endlich im 21. Jahrhundert angekommen und die Protagonisten erklären deutlich, dass jeder sein kann und lieben kann wen er will. Und das war längst überfällig. Die Gesellschaft entwickelt sich weiter, wird offener. Dennoch ist es noch ein weiter Weg.

2018 feierte Love, Simon mit einer herzerwärmenden Geschichte um einen schwulen Jungen große Erfolge im Kino. Netflix sprang auf den Erfolgszug auf und schickte Alex Strangelove in die Heimkinos. Dabei will Alex nie Simon sein, er bleibt sich selbst treu und überzeugt dabei. Thematisch gehts bei Alex darum, sich selbst zu orientieren. Er ist ein Teenager, der seinen Platz noch nicht gefunden hat. Er hat eine Freundin, plant sein Leben mit ihr, weil es ihm die Gesellschaft so vorgibt. Und dann tritt dieser Junge in sein Leben, der schwul ist und Alex fasziniert. Sie reden über Klischees, übers Coming out und kommen sich näher. Und nun beginnt Alex Reise der Selbstfindung.

Die Handlung spielt in einer 08/15 Highschool. Alex vergleicht die verschiedenen Klischeevertreter mit Tieren und ihren Eigenheiten. Die Charaktere sind natürlich wieder sehr unterschiedlich und harmonieren allesamt miteinander. Auch die Nebencharaktere überzeugen in ihren Rollen. Alex Freunde sind offen, frei von Vorurteilen und stehen voll hinter ihm.

Natürlich gibts witzige Einlagen wie bei jeder anderen Teenagerkomödie. Diverse Körperflüssigkeiten bleiben uns leider auch hier nicht erspart. Die Sets sind gut ausgestattet und die Musikauswahl passt zum Film.

Fazit:

Alex Strangelove ist eine liebevoll erzählte Coming Out Story, wo unser Protagonist sich erst selbst klar werden muss, was er wirklich will. Wer Love, Simon im Kino gemocht hat, sollte Alex Strangelove nicht verpassen.

4/5

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