Scary Stories to Tell in the Dark (Filmkritik)

Halloween 1968 in einer amerikanischen Kleinstadt. Die Freunde Stella, Auggie und Chuck machen sich auf den Weg um den örtlichen Schulschlägern eins auszuwischen. Als sie deren Auto mit Eiern und Schlimmeren bewerfen, gilt es nun die Beine in die Hand zu nehmen und abzuhauen. Auf der Flucht treffen sie im örtlichen Autokino den Jungen Ramon, der nur auf der Durchreise ist. Gemeinsam beschließen sie das örtliche Geisterhaus aufzusuchen.

Gerüchten zu Folge hatte die dort lebende Industriellenfamilie ihre Tochter in den Keller gesperrt. Und als diese durch das Kellerfenster den Kindern draußen Geschichten erzählte, sind diese verschwunden. Auch die Familie ist von heute auf morgen nicht mehr im Haus gewesen. Die Kids finden den geheimen Zugang zum Keller und entdecken ein altes Geschichtenbuch. Und schon nimmt das Unglück seinen Lauf. Jede Nacht erscheint eine neue Geschichte im Buch und jemand den sie kennen ist darin mit etwas Grauenvollen konfrontiert…

Geschichten verletzen, Geschichten heilen….

Meister Guillermo del Toro beschert uns einen interessanten Halloweenbeitrag. Den Regiestuhl überließ er allerdings André Øvredal. Scary Stories ist in den späten 60ern angesiedelt. Vietnam Krieg, anstehende Wahlen und altmodische Geschlechterrollen sind hier aktuelle Themen. Die Schule geht für unsere Protagonisten in die Abschlussrunde und im Sommer wird für jeden ein neuer Lebensabschnitt beginnen.

Øvredal lässt sich hier genug Zeit um seine Protagonisten vorzustellen und legt auch Wert auf zeitgenössische Details. Wir treffen die drei Freunde bei ihren Familien, lernen auch deren Geschwister kennen und ihre unterschiedlichen Charaktere harmonieren recht gut miteinander. Der Neue in der Stadt, Ramon, ist anfangs etwas mysteriös. Erst nach und nach erfahren wir seine Hintergrundgeschichte. Die Schulschläger sind etwas klischeehaft dargestellt. Die Darsteller können allesamt überzeugen.

Durch gut gestaltete Sets und der stets passenden Musik kommt eine dichte Atmosphäre auf. Besonders das alte Spukhaus ist gut in Szene gesetzt. Aber auch die anderen Drehorte haben ihren Reiz. Spannend wirds, wenn die Geschichten erzählt werden. Øvredal gelingt es die Spannung stetig zu steigern und es erhöht sich auch das Tempo gegen Ende.

Bei den Effekten kam natürlich der Computer zum Einsatz, doch können sich diese durchaus sehen lassen. Eine Blutorgie dürfen wir freilich nicht erwarten, dennoch sind die Monster ganz schön gruselig gestaltet und es macht Spaß ihnen bei der Jagd nach ihrem Opfer zuzusehen.

Wenn man sie oft genug erzählt werden sie wahr…

Scary Stories ist ein gelungener Teenager Horrorfilm, der mit einer interessanten Geschichte, jeder Menge Spannung und guten Darstellern überzeugen kann.

4/5

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