Terminator: Dark Fate (Filmkritik)

Sarah Connor hat gemeinsam mit dem T-800 ihren Sohn John beschützt und Skynet aufgehalten. Die Zukunft scheint gerettet, doch dann taucht ein weiterer Terminator auf und tötet John. Sarahs Welt bricht erneut zusammen und sie macht es sich zur Aufgabe Terminatoren zu jagen und zu zerstören.

22 Jahre später taucht eben so einer in Mexiko auf und ist darauf programmiert eine junge Frau zu töten. Diese bekommt Hilfe von einer maschinell verbesserten Soldatin aus der Zukunft, die ihr offenbart, dass ein Supercomputer die Menschheit ausrotten will. Unerwartete Hilfe bekommen die beiden von Sarah Connor, die von einem mysteriösen Fremden zu jeder Adresse geschickt wird, wo ein Terminator auftaucht. Gemeinsam beschließen sie diesen Fremden aufzusuchen und hoffen auf Hilfe im Kampf gegen die Maschine….

Kritik:

Produzent James Cameron erdachte sich ein fulminantes Finale seiner Terminator Trilogie mit jeder Menge Frauen Power. Regisseur Tim Miller bescherte uns hingegen zwei Stunden Zickenkrieg und Stutenbissigkeiten. Hamilton und Schwarzenegger können da leider auch nicht viel retten. Aber gut, mal der Reihe nach.

Trilogie, ja. Dark Fate schließt direkt an Teil Zwei an und ignoriert die vorherigen drei Filme. Da Sarah Connor ja im damaligen dritten Teil für tot erklärt wurde, war dieser Schritt notwendig und setzte die radikale Maßnahme, dass John aus dem Weg geräumt werden musste, um Sarahs Charakter zu dem werden zu lassen, wie sie hier dargestellt wird. Und natürlich um eine neue Zeitlinie zu beschreiten.

Denn Skynet wurde in Judgement Day vernichtet, bevor er noch gebaut wurde. Also musste ein neuer Supercomputer her, der noch gefährlichere Terminatoren schuf. Und da John als Erlöser anscheinend schon zu ausgelutscht war, sollte es einen neuen Anführer des Widerstandes geben, den es zu beschützen gilt. Wie schon im ersten Teil wurde ein Mensch in die Vergangenheit geschickt um diese Aufgabe zu übernehmen. Und da wir nicht mehr in den 80ern sind, durfte der Mensch auch maschinell verbessert werden.

Cameron wollte starke Frauen an die Spitze seines Filmes stellen, was ja eine gute Idee ist, aber an Millers Umsetzung scheiterte. Sarah, gut gespielt von der routinierten Linda Hamilton, hat sich weiter entwickelt, ist eine verbitterte, Einzelgängerin geworden und macht es sich zur Aufgabe die junge Dani zu beschützen, in der sie sich selbst wieder findet. Dani wiederum ist nicht das schwache Opfer, wie es sich der Terminator vielleicht erhofft hatte, doch gelingt es Natalia Reyes nur bedingt die Rolle auszufüllen. Emotionen scheinen ihr fremd zu sein, sie findet sich mit ihrem Schicksal überraschend schnell ab und steht ihre Frau.

Ihre Beschützerin Grace, Mackenzie Davis, ist eine hervorragende Kämpferin mit der Stärke eines Terminators, aber der Schwäche eines Menschen. Ihre arrogante Art nervt einfach nur und viele schnippische Östrogenmacho Meldungen hätte sie sich sparen können. Da denkt man sich als Zuseher des Öfteren wie diese Rettungsmission überhaupt funktionieren kann, wenn die Weiber die ganze Zeit nur streiten. Das nervt extrem und verdirbt den Film.

Dabei ist ja die Action recht gut gemacht. Es gibt wieder eine ordentliche Materialschlacht und sogar etwas Blut ist zu sehen. Und neben Arnie als bekanntes 101 Modell gibt es natürlich den Bösewicht, der total cool ist. Klar kommt er nicht an Robert Patricks Darstellung ran, aber seine Gestaltung ist überaus gelungen. Leider ist er total auf Action ausgelegt und wirkt daher nicht so bedrohlich wie seine Vorgänger in Teil Eins und Zwei. Im Gegenteil, er wirkt sogar recht sympathisch.

Die Sets sind gut gestaltet und passen atmosphärisch zum Film. Die Entscheidung den Beginn in Mexiko zu platzieren und die Hauptpeson nicht als weiße Amerikanerin darzustellen (vielleicht hatte Johansson keine Zeit), war richtig und die Tatsache, dass dort nun mal spanisch gesprochen wird blieb zum Glück auch in der synchronisierten deutschen Fassung erhalten.

Fazit:

Terminator Dark Fate ist solide Actionkost, die allerdings unter einem Zickenkrieg leidet, wo man sich als Zuseher denkt: Sie hättens bleiben lassen sollen. Wobei das Wiedersehen mit Hamilton und Schwarzenegger durchaus erfreulich ist. (Hier möchte ich mal auf Youtube verweisen, wo die Beiden einige witzige Videos hochgeladen haben).

2,5/5

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