The Crazies (Filmkritik)

Eine beschauliche Kleinstadt irgendwo in Iowa. Während eines Baseballspiels kommt der stadtbekannte Alkoholiker mit einer Schrotflinte auf das Feld. Als Polizist David die Situation nicht deeskalieren kann, erschießt er ihn in Notwehr. Seit dem plagen ihn Schuldgefühle. Doch auch andere Einwohner scheinen zusehends aggressiver und mordlustiger zu werden.

Es scheint sich eine Seuche in der Stadt auszubreiten. David vermutet, dass das Wasser verseucht wurde. Doch bevor er noch richtig der Sache nachgehen kann, sperrt das Militär die Stadt. Nun muss Dave mit Hilfe seines Kollegen einen Weg aus der Misere finden. Und dabei werden sie gnadenlos gejagt…

Kritik:

Breck Eisner präsentiert uns im Jahr 2010 das Remake des gleichnamigen Romero Films aus den 70ern. Ob es jetzt besser oder schlechter ist, kann ich sagen wenn ich mal das Original gesehen hab. Somit konzentriert sich meine Bewertung auf das Remake. Der Film beginnt ohne viel Vorreden mit dem ersten Ereignis und wartet nicht lange bis der zweite Fall auftritt. Sheriff David hat nicht viel Zeit für Schuldgefühle, aber auch nicht viel Zeit um der Sache nachzugehen, was eigentlich schade ist, denn gerade die erste Hälfte ist recht stimmungsvoll und hat Potential.

Überraschend greift dann das Militär ein und der stimmungsvolle Horrorfilm verwandelt sich in ein actionlastiges Katz- und Mausspiel. Dabei ist Eisner recht kompromisslos und bietet uns doch Einiges an Härte und Blut. Die Effekte sind durchaus gut gemacht. Spannung kommt durchaus auf, wobei die erste Hälfte atmosphärischer ist. Soll nicht heißen, dass die zweite Hälfte nicht auch ihre guten Momente hat, dennoch gibt der Film hier eine andere Gangart vor. Die Musik passt gut zu den gezeigten Szenen. Ein leichtes Manko ist die Helligkeitseinstellung. Nachts gehen viele Details unter.

Die vier Hauptprotagonisten sind recht schnell gefunden, doch bleiben sie geradlinig in ihren Rollen. Eine Entwicklung machen sie nicht durch. Die übrigen Charaktere bleiben eher Randnoten, es wird ihnen nicht wirklich Beachtung geschenkt. Hauptdarsteller Timothy Olyphant und Radha Mitchell machen ihre Sache recht gut und überzeugen auch auf ganzer Linie. Die Soldaten allerdings sind nur gesichtlose Protagonisten, die sich hinter ihren Gasmasken verstecken. Es gibt hier keinen erkennbaren Anführer.

Fazit:

The Crazies hat einen starken Anfang, der Potential verspricht, schlägt dann aber eine etwas andere Richtung ein. Der Gewaltgrad liegt im oberen Bereich und Spannung gibts auch genug. Leider ist das Bild etwas Dunkel ausgefallen.

3,5/5

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s