Crawl (Filmkritik)

Haley trainiert gerade für die Schwimmmeisterschaften als ihre Schwester anruft und voller Sorge berichtet, sie habe ihren Vater schon länger nicht erreichen können und jetzt ist ja gerade ein Hurricane auf dem Weg in ihre alten Heimat. Haley vermutet, dass der alte Dickkopf sich nicht evakuieren hat lassen und macht sich auf dem Weg ihn zu finden.

Zuhause angekommen findet sie ihren Vater schließlich verletzt im Keller. Doch sie sind nicht allein. Alligatoren haben sich im Haus eingenistet und sind überaus hungrig. Noch dazu rückt der Hurricane immer näher und das Wasser im Keller steigt stetig an…

Kritik:

Alexandre Aja haucht einem Randgenre wieder neues Leben ein und platziert das Ganze auch noch mitten in eine Naturkatastrophe, was sich als guter Schachzug herausstellt. So ist die Situation für unsere Protagonisten noch um Einiges bedrohlicher. Die Küste wurde evakuiert, die Straßen sind gesperrt und Haley fährt mittenrein. Immer ungastlicher wird das Unwetter bis es schließlich seinen Höhepunkt erreicht. Und wär der Sturm nicht schon schlimm genug, wimmelt es im immer höher werdenden Wasser auch vor hungrigen Alligatoren.

Aja versteht es, Atmosphäre mit Spannung zu mischen und eine kurze aber durchaus interessante Geschichte zu erzählen, die zum Großteil durch zwei Charaktere getragen wird. Von denen erfahren wir ausführlich die Hintergrundgeschichte, die Gründe ihrer angespannten Beziehung und sie dürfen sich den Film über zusammenreißen um wieder zusammenzufinden. Die angespannte Situation hilft da natürlich kräftig mit und die Krokos sind auch keine sehr angenehmen Zeitgenossen.

Und da diese aus dem Computer kommen und ein wenig groß ausgefallen sind, sind sie um so gefährlicher. Was wäre schon ein Horrorfilm ohne unbekannte Opfer? Genau, darum lässt Aja unbedeutende Nebenrollen auftreten, um halt gefressen zu werden. Dies geschieht actionreich und teilweise etwas blutig. Ansonsten hält sich sein jüngstes Werk mit dem roten Saft eher zurück. Macht nix, dafür gibts Spannung und Atmosphäre, welche sich zusehends steigern.

Die vom Sturm betroffenen Sets sind sehr gut ausgearbeitet und verfehlen ihre Wirkung bei der Atmosphäre nicht. Auch der Sturm wurde recht gut eingefangen und braucht sich nicht hinter anderen Katastrophenfilmen zu verstecken. Ok, es fällt nicht die ganze Stadt um. Muss sie ja auch nicht, denn unsere Protagonisten sitzen in einem Keller mit einem Rudel Echsen.

Fazit:

Crawl weiß durchaus zu gefallen. Aja liefert hier zwar nicht seinen besten Beitrag, doch ist es mal wieder nett, einen Tierhorrorfilm zu sehen. Dabei sorgen nicht nur die Krokos für Action, auch die beigefügte Naturkatastrophe war offensichtlich die richtige Entscheidung um dem Film etwas mehr Würze zu geben.

3,5/5

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