Filmserie: Ich weiß was du letzten Sommer getan hast

Nachdem Wes Craven mit Scream erfolgreich war und den Startschuss für das Wiederaufleben des Slashers geschossen hatte, wurde Kevin Williamsons erstes Skript auch verfilmt und somit schafften es einige junge Serienstars auf die große Leinwand. Die Handlung ist nicht neu, aber interessant und der Film bietet auch spannende Momente.

Wie nicht anders zu erwarten wurde ein Jahr später eine Fortsetzung präsentiert, die die Geschichte quasi weitererzählt aber ohne Williamson als Autor. Tja das Ergebnis war zwar blutiger aber generell schwächer.

Es sollte bis 2006 dauern bis ein dritter Teil gedreht wurde. Dieser kam dann gar nicht ins Kino, sondern gleich auf DVD raus. Darf man anderen Kritikern Glauben schenken, ist der Film schlecht. Ich lass ihn mal aus, bis ich ihn für einen vertretbaren Preis wo kaufen kann.

Gerüchten zu Folge ist eine Serie geplant, die demnächst kommen sollte.

Vier junge Erwachsene auf der Schwelle in die Berufswelt feiern den Schulabschluss und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend am Strand, während sie Zukunftspläne schmieden. Bei der Rückfahrt überfahren sie einen Mann. Da sie sich vor den Konsequenzen fürchten, entsorgen sie die Leiche im Meer und schwören sich, nie darüber zu reden.

Ein Jahr vergeht und die Freunde gehen mehr oder weniger erfolgreich ihren geplanten Weg. Doch plötzlich bekommt Julie eine Nachricht mit dem Wortlaut „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. Schockiert such sie ihre alten Freunde auf, die allesamt den Vorfall verdrängen wollten. Es dauert nicht lange, bis die Freunde von einem Mann in einer Öljacke, bewaffnet mit einem Haken gejagt werden…

Kritik:

Kevin Williamson schrieb das Drehbuch schon vor Scream, konnte es aber nicht verkaufen. Erst nach dem Wes Craven mit Scream die 90er Slasherwelle losgetreten hatte, gaben die Studios Grünes Licht für Williamsons Erstling. Mit Jim Gillespie wurde ein eher unerfahrener Regisseur verpflichtet. Und für die Hauptrollen castete man bekannte Serienstarts und Schönlinge. So öffnet der Film auch mit einem Schönheitswettbewerb in einem kleinen Fischerstädtchen. Außerdem rennt die halbe Stadt in Öljacken um.

Auch wenn die Darstellung der vier Freunde jetzt nicht Oscarverdächtig ist, kann man mit ihrer Arbeit durchaus zufrieden sein. Sie stellen die Chemie zwischen ihren Charakteren gut dar und überzeugen somit als Freunde, die sich durch den Vorfall entfremdet haben. Ihre Gewissensbisse und Dramaturgie sind leider etwas schwach. Etwas Hintergrundgeschichte wird ihnen gewidmet, und auch das Umfeld des Überfahrenen wird untersucht.

Gelungen ist auch die Atmosphäre in der kleinen Fischerstadt. Die Sets sind gut und detailreich gestaltet. Die Spannung baut sich im Verlauf des Filmes auf und wird gegen Ende recht stabil gehalten. Die Morde sind relativ unblutig ausgefallen. In den 80ern hätte man mit so einem Fischerhaken schon wesentlich mehr Schaden angerichtet. Eigentlich wollte Gillespie ja gar kein Blut im Film haben, aber da hat zum Glück das Studio interveniert.

Fazit:

Ich weiß was du letzten Sommer getan hast bietet eine nicht neue, aber interessante Geschichte, vier fesche Jungdarsteller und einige spannende Momente.

3,5/5

Noch immer schwer traumatisiert von den Ereignissen des letzten Sommers versucht sich Julie an der Universität. Als ihre Studienkollegin bei einem Radioquiz 4 Tickets auf die Bahamas gewinnt, erhofft sie sich durch den Urlaub auf andere Gedanken zu kommen. Ihr Ex Ray schafft es leider nicht mitzukommen, aber Ersatz ist schnell gefunden und so gehts los auf die Insel.

Blöd nur, dass gerade die Sturmsaison beginnt, das Hauptpersonal durch das Nachsaisonpersonal getauscht wurde, und relativ wenige Gäste im Hotel sind. Doch es findet sich auch alsbald ein ungebetener Gast auf der Insel ein, der noch immer weiß was die Freunde letzten, na eigentlich vorletzten Sommer getan haben. Und dank des Sturms kann niemand die Insel verlassen…

Kritik:

Das Studio wollte eine Fortsetzung aber Kevin Williamson hatte keine Zeit um ein Drehbuch zu schreiben. So taten dies zwei andere Schreiber und kreierten eine Fortsetzung mit relativ wenig Substanz. Da komischerweise Peter Jackson nicht als Regisseur verfügbar war, übernahm Danny Cannon den Part und versuchte halt das Beste aus dem dünnen Script raus zu holen.

Und so treffen wir auf zwei alte Bekannte, deren Alptraum nun weitergehen darf. Außerdem hat man bei den Darstellern zwar mehr auf Diversität, aber genauso wenig auf Erfahrung geschaut. Die Darsteller wirken bemüht, und verleihen ihren Charakteren Persönlichkeit. Die Charaktere sind recht oberflächlich, Entwicklung gibts keine. Die meisten dienen allerdings eh nur dem Bodycount.

Der ist etwas höher und erfreulicherweise doch recht brutal und blutiger als beim Vorgänger ausgefallen. Allerdings kann die Spannung mit dem Vorgänger nicht mithalten. Auch die Atmosphäre hadert ein wenig. Insel mit Sturm klingt gut, doch merkt man deutlich, dass wir hier nicht auf den Bahamas, sondern in Mexiko sind. Und alsbald der Mörder dann zu reden beginnt, ist die Atmosphäre sowieso dahin.

Fazit:

Teil zwei überzeugt mit gut inszenierten und brutalen Morden, schwächelt aber bei Handlung und Charakteren.

2,5/5

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