Filmserie: Düstere Legenden

Düstere Legenden gibt es auf der ganzen Welt. Egal wo man hinschaut, erzählen Einhemische unheimliche Geschichten über Geister, Morde und Unerklärliches.

Ende der 90er schwamm ein Film mit auf der neuen Slasherwelle, der mit seiner Thematik und spannenden Momenten überzeugen konnte. Vom Meisterwerkt ist er zwar weit weg, aber dennoch sorgt er für einen unterhaltsamen Filmabend. Natürlich folgte kurz darauf eine Fortsetzung. Als man merkte, die Sache an die Wand gefahren zu haben, gabs beim dritten Teil einen Genrewechsel und so wurde die Reihe auch schon beendet. Ich habe noch keine Gerüchte für eine Fortsetzung dergleichen gerhört.

Natalie und ihre Freunde besuchen die Pendleton Universität. Bei ihrem Folklorekurs beschäftigen sie sie mit Düsteren Legenden. Auch auf der Uni gibt es eine Legende. Vor Jahren brachte ein Lehrer mehrere Schüler in einer jetzt verlassenen Halle um. Doch an diese Geschichte will niemand aus der Clique so recht glauben.

Schon bald treibt ein Mörder sein Unwesen und tötet Menschen in Natalies Umfeld. Sie und ihre Freunde stellen fest, dass die Morde bekannten düsteren Legenden folgen. Und schön langsam gerät Natalie selbst unter Verdacht der Polizei…

Kritik:

Nachdem Hollywood in den 90ern das Slashergenre wieder entdeckt hatte, kamen jährlich mehrere Filme auf den Markt. Und so brachte auch Regisseur Jamie Blanks seine Düsteren Legenden an den Start. Wir kennen sie alle, es gibt sie auf der ganzen Welt. Unheimliche Geschichten um düstere Gestalten und Ereignisse. Diese bieten doch reichlich Stoff für einen Horrorfilm.

Wir befinden uns auf einer Universität, wo eben diese Thematik im Folklorekurs durchgenommen wird. Der Professor ist niemand geringerer als Robert Englund, doch leider spielt er nur eine Nebenrolle. Ansonsten schlagen wir uns mit einem relativ unbekannten Cast rum, wobei die Darsteller ihren Job halbwegs gut erledigen. Mit der Dramaturgie hapert es noch. Die Charaktere sind teilweise gut ausgearbeitet, von der Hauptprotagonistin erfahren wir auch etwas Hintergrundgeschichte. Einzig die Nachtwächterin hat einen größeren Nebenpart. Die meisten anderen Charaktere dienen jedoch eh nur dem Bodycount.

Dieser ist in der Anzahl relativ durchschnittlich, aber nicht all zu blutig. In den 80ern hätte so eine glänzende Axt schon mehr offensichtlichen Schaden angerichtet. Jedoch sind die Morde mit etwas Spannung umgesetzt. Gegen Ende steigert sich die diese dann noch ein Wenig bis hin zum Finale. Atmosphäre vermag durchaus bei einigen Szenen aufzukommen. Besonders das verlassene Gebäude am Ende ist gut und stimmungsvoll gestaltet.

Fazit:

Morde die Düsteren Legenden folgen klingt innovativ, bleibt im Endeffekt aber nur ein weiterer Beitrag der 90er Slasherwelle, der zumindest mit Spannung punkten kann.

3,5/5

Amy studiert auf einer Filmhochschule und möchte Regisseurin werden. Doch der Konkurrenzkampf zwischen den Kommilitonen ist hart, denn jeder will den begehrten Hitchcock Preis gewinnen. Einer geht dabei sogar über Leichen und bringt Menschen in Amys Umfeld um.

Sie stellt fest, dass alle Morde einen Zusammenhang haben und teilweise an Düstere Legenden erinnern. Eigentlich wollte sie einen Film über eben diese Legenden drehen…

Kritik:

Natürlich hat es nicht lange gedauert, bis die Düsteren Legenden fortgesetzt wurden. Allerdings gibt es hier nicht viele dieser Legenden. Die Studentin will einen Film darüber drehen, ein zwei Morde geschehen nach Legenden. Der Rest ist eigentlich am Thema vorbei geflogen. Sozusagen kann man Regisseur John Ottman Themenverfehlung vorwerfen. Wär ja nicht so, als gäbs sonst nix zu kritisieren. Fangen wir mal von vorne an.

Ottman bringt einen komplett neuen Cast ins Spiel, einzig Loretta Davis in ihrer Nebenrolle als Nachtwächterin darf wieder mitspielen. Die Charaktere bleiben dabei eher blass. Ja sie sind halt da, spielen ihre Rolle und fallen dann dem Mörder zu Opfer oder auch nicht. Niemand entwickelt sich, es geht bei keinem Charakter in die Tiefe. Einzig Davis kann überzeugen.

Die Morde haben wie schon erwähnt nicht viel mit Düsteren Legenden zu tun. Einige sind etwas blutig gestaltet, der Großteil orientiert sich am Gewaltgrad des Vorgängers. Spannung gibts nicht mehr viel. Auch das Finale regt zu keinen Nervenkitzel mehr an. Die Atmosphäre bleibt dabei auch auf der Strecke.

Fazit:

Tja, das war wohl nicht viel. Ottman liefert einen durchschnittlichen Beitrag für die Horrorwelle, verfehlt allerdings das Thema, bzw. streift es nur leicht.

2/5

Drei Jungs führen aus Spaß 3 Außenseiterinnen zum Abschlussball. Sie verpassen ihnen KO Tropfen und wollen sie vergewaltigen. Dabei kommt Mary ums Leben und wird von einem Jungen in einer Kiste versteckt, was für ausreichend Stoff für eine Düstere Legende sorgt.

30 Jahre später macht Samantha mit 2 Mädels eine Pyjamaparty und lachen über Düstere Legenden. Des Nächtens werden sie entführt. Am nächsten Tag tauchen sie wieder auf, ohne körperliche Schäden davongetragen zu haben. Schon kurz darauf sterben die ersten Mitschüler. Samantha sucht eine der damals entführten Frauen auf und erfährt, dass Mary für die Morde verantwortlich ist. Sie will sich an den Kindern der Leute rächen, die für ihren Tod verantwortlich sind….

Kritik:

Jetzt wirds surreal, geht aber wieder in Richtung Düstere Legende. Hier wird allerdings nur die Bloody Mary Legende thematisiert, was dem Film nicht schadet. Regisseurin Mary Lambert wechselt das Subgenre vom Slasher zum Mysteryhorror, was auf der einen Seite nach einem logischen Schritt aussieht um die Düstere Legende erzählen zu können, aber auf der anderen Seite sich von der Reihe entfernt.

Erfreulicherweise steigert Lambert den Gewaltgrad und einige Morde fallen blutiger als beim Vorgänger aus. Jedoch sehen die CGI Effekte heute etwas gar billig aus. Spannung gibts bei dem Ganzen nicht wirklich. Die Bloody Mary flößt auch niemanden Furcht ein. Die Atmosphäre ist eher dünn und das Drehbuch hadert mit Logiklöchern und Sprüngen.

Zumindest haben die Charaktere eine Geschichte die mit den Vorfällen vor 30 Jahren zusammenhängen. Charakterentwicklung gibts leider nicht wirklich. Sie bleiben geradlinig und die Nebenrollen dienen eh nur dem Bodycount. Man hätte hier einiges noch weiter ausbauen können, um Lücken zu schließen und dass der Film teilweise nicht so abgehackt wirkt. Wahrscheinlich gab es eine Laufzeitbeschränkung oder eine Schreibblockade.

Fazit:

Der dritte Teil der Reihe schlägt ein anderes Subgenre ein, was dem Film nicht schadet. Dennoch schwächelt der Versuch an der fehlenden Spannung und der holprigen Geschichte. Zumindest ist der Gewaltgrad gestiegen.

3/5

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