Ich weiß was du letzten Sommer getan hast (Filmkritik)

Vier junge Erwachsene auf der Schwelle in die Berufswelt feiern den Schulabschluss und verbringen einen feuchtfröhlichen Abend am Strand, während sie Zukunftspläne schmieden. Bei der Rückfahrt überfahren sie einen Mann. Da sie sich vor den Konsequenzen fürchten, entsorgen sie die Leiche im Meer und schwören sich, nie darüber zu reden.

Ein Jahr vergeht und die Freunde gehen mehr oder weniger erfolgreich ihren geplanten Weg. Doch plötzlich bekommt Julie eine Nachricht mit dem Wortlaut „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. Schockiert such sie ihre alten Freunde auf, die allesamt den Vorfall verdrängen wollten. Es dauert nicht lange, bis die Freunde von einem Mann in einer Öljacke, bewaffnet mit einem Haken gejagt werden…

Kritik:

Kevin Williamson schrieb das Drehbuch schon vor Scream, konnte es aber nicht verkaufen. Erst nach dem Wes Craven mit Scream die 90er Slasherwelle losgetreten hatte, gaben die Studios Grünes Licht für Williamsons Erstling. Mit Jim Gillespie wurde ein eher unerfahrener Regisseur verpflichtet. Und für die Hauptrollen castete man bekannte Serienstarts und Schönlinge. So öffnet der Film auch mit einem Schönheitswettbewerb in einem kleinen Fischerstädtchen. Außerdem rennt die halbe Stadt in Öljacken um.

Auch wenn die Darstellung der vier Freunde jetzt nicht Oscarverdächtig ist, kann man mit ihrer Arbeit durchaus zufrieden sein. Sie stellen die Chemie zwischen ihren Charakteren gut dar und überzeugen somit als Freunde, die sich durch den Vorfall entfremdet haben. Ihre Gewissensbisse und Dramaturgie sind leider etwas schwach. Etwas Hintergrundgeschichte wird ihnen gewidmet, und auch das Umfeld des Überfahrenen wird untersucht.

Gelungen ist auch die Atmosphäre in der kleinen Fischerstadt. Die Sets sind gut und detailreich gestaltet. Die Spannung baut sich im Verlauf des Filmes auf und wird gegen Ende recht stabil gehalten. Die Morde sind relativ unblutig ausgefallen. In den 80ern hätte man mit so einem Fischerhaken schon wesentlich mehr Schaden angerichtet. Eigentlich wollte Gillespie ja gar kein Blut im Film haben, aber da hat zum Glück das Studio interveniert.

Fazit:

Ich weiß was du letzten Sommer getan hast bietet eine nicht neue, aber interessante Geschichte, vier fesche Jungdarsteller und einige spannende Momente.

3,5/5

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s