Scream 4 (Filmkritik)

15 Jahre und 7 „Stab“ Filme nach den Geschehnissen in Woodsboro kehrt Sidney Prescott in die kleine Stadt zurück um ihr neues Buch vorzustellen. In dem Sie schreibt wie sie vom Opfer zur Heldin wurde. Um den Ghostfacekiller hat sich in der Zwischenzeit ein regelrechter Kult unter den Jugendlichen entwickelt. Auch ein Stab-Marathon ist in den nächsten Tagen geplant.

Doch mit Sidney kehren auch die Morde zurück in die kleine Stadt. Wieder sterben Personen in Sidneys Umfeld. Nun liegt es erneut an ihr und ihren Freunden, Dewey und Gale Ghostface zur Strecke zu bringen…

Kritik:

Scream 4 ist Wes Cravens letzter Film und so schließt er sein Lebenswerk mit einem würdigen Abschluss seiner Scream Reihe. Eigentlich sollte es ja schon nach Teil 3 Schluss sein, doch ließ sich Craven 11 Jahre später von einem guten Drehbuch und den Wünschen seiner Fans dazu hinreißen, erneut den Ghostface Killer loszulassen. Und so ist die Scream Reihe eine der wenigen Serien, wo Regisseur und Darsteller bei allen Teilen gleich geblieben sind.

Die Horrorfilme hatten sich in den vergangenen 11 Jahren weiterentwickelt, daher ignoriert Craven diese Umstände auch nicht. Recht früh im Film kritisiert er die neuerliche Torture-Porn Welle, welche er in den späten 70ern selbst schon mal wiederbelebt hatte. Außerdem lässt er Gale Weather sich für die moderne Technologie der direkt übertragenden Webcams beigeistern. Auch übt Craven Sozialkritik an der Facebook-Generation die statt echten Freunden lieber Onlinefans haben.

Die Hauptcharaktere kennen wir ja schon aus den drei Vorgängern. Wieder wird ihre Geschichte gekonnt weitererzählt. Auch die neuen Charaktere wissen zu überzeugen, wir erfahren auch vereinzelte Hintergrundinfos zu ihnen. Neu hingegen sind LGBTQ Charaktere unter den Nebenrollen.

Gekonnt steigert Craven wieder die Spannung von Beginna an und lässt auch keine Längen zu. Die Atmosphäre ist erneut dicht. Die Morde sind durchaus blutig und teils brutal dargestellt. Auch gibt es wieder interessante Wendungen und die Auflösung ist überraschend wie auch in den Teilen zuvor.

Fazit:

Mit Scream 4 schließt einer der ganz Großen sein Lebenswerk ab und präsentiert uns auch einen sehr gelungenen Abschluss seiner Filmreihe. Kritisch, spannend und blutig flimmert sein filmisches Vermächtnis über die Kinoleinwand.

4,5/5

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