Scream (Filmkritik)

Casey möchte sich einen gemütlichen Horrorfilmabend mit ihrem Freund machen, als sie von einem unbekannten Anrufer terrorisiert wird. Als sie seine Fragen zu einem Horrorfilm nicht beantworten kann, bringt der Killer ihren Freund und schließlich sie um.

Am nächsten Morgen verhört die Polizei einige Schüler der lokalen Highschool. Auch Reporterin Gale Weathers ist vor Ort. Natürlich schürt das bei den Schülern Gerüchte und Sidney rätselt mit ihren Freunden, wer wohl so eine grausame Tag vollbringen könnte. Außerdem erinnert sich Sidney an das längst verdrängte Trauma, als ihre Mutter vor einiger Zeit vergewaltigt und umgebracht wurde. Es dauert nicht lange, bis auch Sidney angegriffen wird…

Was ist dein Lieblingshorrorfilm?

Als der Slasherfilm schon todgeglaubt war, schuf Wes Craven mit Scream eine Hommage an vergangene Genregrößen und lässt seine Charaktere über diverse Klassiker fachsimpeln. Auch Hausmeister Fred im gestreiften Pulli ist hier eine Erwähnung wert. Als Haupttenor verschreibt sich Craven nun der Frage, ob Horrorfilme in die Verantwortung von echten Verbrechen genommen werden sollen, wie es in der Vergangenheit ja durchaus Gang und Gäbe war. Und so bestimmt diese Thematik das Handeln der filmverrückten Charaktere, welche durchaus in ihren Rollen überzeugen können.

Craven hat die Charaktere gut ausgearbeitet, ihnen Hintergrundgeschichten und Zusammenhänge verpasst, wie es halt sein sollte. Sie entwickeln sich im Verlauf des Films stetig weiter. Auch die kleinen Rollen wirken somit gut platziert und überzeugen. Es werden ihnen auch Nebenhandlungsstränge gewidmet. Die Besetzung wartet durchaus mit bekannten Gesichtern auf. So überzeugt zum Beispiel Neve Campbell als Sidney Prescott.

Mit Ghostface etabliert Wes Craven einen markanten Killer, der aus dem Genre nicht mehr wegzudenken ist. Der Gewaltgrad ist relativ niedrig gehalten, was dem Film aber nicht schadet. Craven setzt viel mehr auf Spannung und Atmosphäre. Und das gelingt ihm recht gut. Immer wieder setzt der Film zu Spannungsspitzen an, die sich gegen Ende immens erhöhen. Unterlegt wird das Ganze stets mit der passenden Musik.

Fazit:

Wes Craven holte mit Scream das Slashergenre aus dem Grab und gab den Startschuss für eine neue Horrorwelle in den 90ern. Scream überzeugt mit seiner gut durchdachten Geschichte, den gut ausgearbeiteten Charakteren sowie der Gesellschaftskritik auch heute noch.

4,5/5

2 Kommentare zu „Scream (Filmkritik)

  1. Vor allem finde ich Scream toll, weil er das Genre nicht nur wiederbelebt, sondern gleichzeitig auch parodiert. Zumindest fallen dem geneigten (Horror)Filmfan hier und da ein Menge lustige Meta-Kommentare auf. Ich denke da an eine winzige Szene in der Schule, in der der Direktor auf den Hausmeister trifft, der seeehr verdächtig aussieht und auf den NAmen Fred hört 😀

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