Filmserie: Alien

Als andere noch billig aussehende Sonden im All besuchten und mit diesen über die Schöpfung fachsimpelten schuf Ridley Scott gemeinsam mit HR Giger einen Kultfilm des Si-Fi Horror Genres. Mitten im All, wo dich keiner schreien hört, es weit und breit niemanden gibt, der zur Hilfe eilen könnte, dezimiert ein perfekter Killer eine Raumschiffcrew. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten und die charismatische Ellen Ripley durfte noch in drei weiteren Fortsetzungen auftreten.

Als es ruihg zu werden schien, wurden die Fans erhört und die Aliens durften auf andere gefährliche Jäger aus dem All treffen. (Teil 2 der AvP Reihe lass ich bewusst aus, fand den damals scheiße).

Wieder vergingen Jahre und Scott fand zurück zu seinem außerirdischen Baby. Er wollte die Vorgeschichte erzählen und glänzt mit bildgewaltiger Poesie. Wir hoffen mal, dass er in dieser Linie weiter macht. 2019 wurden einige Kurzfilme zum Jubiläum gedreht, die ich allerdings noch nicht sehen konnte.

In ferner Zukunft ist die Nostromo, ein Erztransporter mit seiner 7köpfigen Besatzung nach einem erfolgreichen Einsatz wieder auf dem Heimweg Richtung Erde. Als der Bordcomputer einen Notruf empfängt, wechselt er den Kurs und weckt die Besatzung auf. Diese landen auf dem Planeten und suchen höchst widerwillig nach der Quelle des Funksignals. Sie finden ein fremdes Raumschiff, doch die Besatzung ist tot. In einer Höhle stößt ein Crewmitglied, Kane, auf unzählige Eier. Eines öffnet sich und das Lebewesen befällt den Mann.

Sein Team bringt ihn zurück zum Schiff, wo der Arzt versucht das Wesen zu entfernen. Doch es droht Kane zu erwürgen und sein Blut gleicht einer aggressiven Säure. Stunden später fällt es von selbst ab und Kane scheint es besser zu gehen. Doch dann schlüpft aus seiner Brust ein Alien und jagt die Crew durch die engen Gänge der Nostromo….

Kritik:

Vor 40 Jahren schuf Ridley Scott einen Meilenstein des Si-Fi Horrors. Er sperrte eine Crew in ein kleines Raumschiff zusammen mit einer Katze und einem außerirdischen Monster ein. Die engen Gänge des Schiffs sorgten für eine klaustrophobische Atmosphäre und die Besatzung saß in einer Todesfalle ohne Hoffnung auf Hilfe, und auch der Bordcomputer scheint gegen sie zu sein. Demzufolge ist der Spannungslevel recht hoch und steigert sich gegen Ende noch um Einiges.

Alien und Co wurden vom HR Giger entworfen und sind überaus gelungen. Die physische Ausstattung des Aliens macht es zu einem perfekten Killer, der dem Mensch schier überlegen ist. Die Geburt des Aliens ging freilich in die Filmgeschichte ein und fand auch bei diversen Parodien eine Anekdote. Aber auch die Ausstattung der Sets am Raumschiff sowie am Planeten sind sehr überzeugend. Kombiniert mit der stets passenden Musik bieten sie eine dichte Atmosphäre. Auch die Außenaufnahmen des Raumschiffes sind ob dem Alter des Films hervorragend.

Aber auch die Geschichte selbst kommt nicht zu kurz. Lässt jetzt sie Szenerie nicht allzu viel Handlung zu, wird doch auch der Hintergrund mit den Charakteren erklärt, und wir erfahren warum die Nostromo den Kurs geändert hat. Die Crew ist bunt zusammengewürfelt und die Charaktere sind dabei gut ausgearbeitet. Allen voran steht Ripley (Sigourney Weaver), die sich zur taffen Kämpferin mit Überlebenswillen entwickelt. Ripley wurde über Nacht zur Kultfigur.

Fazit:

Klaustrophobe, enge Gänge, Hochspannung und kein Entkommen, gepaart mit guter musikalischer Untermalung und einer interessanten Geschichte machten den Anfang der Serie zu einem Kultfilm, der bis dato nicht mehr erreicht wurde.

5/5

Nach 57 Jahren wird Ripleys Rettungsschiff gefunden. Ihre Tochter ist mittlerweile gestorben und Ripley sieht sich einer offiziellen Anhörung gegenüber, wo sie sich rechtfertigen muss, dass die Nostromo zerstört wurde. Dabei erfährt sie, dass besagter Planet nun von Landentwicklern besiedelt wird. Diese finden natürlich ein abgestürztes Alienraumschiff voll mit Eiern.

Und als der Kontakt zu den Kolonisten abreißt, bittet die Gesellschaft Ripley mit einer Gruppe Soldaten wieder zu dem Planeten zu fliegen und nach Überlebenden zu suchen und die Aliens zu vernichten. Doch das Selbstverrauen der Kämpfer wird alsbald von der schieren Übermacht der Aliens zunichte gemacht. Sie finden die Kolonie total verwüstet vor und die Xenomorphen lassen sich nicht so leicht vertreiben…

Kritik:

Sieben Jahre nach dem Erfolg von Alien brachte James Cameron Ellen Ripley zurück zu den Biestern. Die Geschichte wurde schlüssig weiter erzählt und Ripley soll nun genau auf diesen Planeten reisen, wo das Übel damals seinen Anfang nahm. Sie willigt nur ein, weil der Plan vorsieht die Aliens zu vernichten, die ihr nach wie vor Alpträume bescheren.

Auch spielt die Handlung 57 Jahre nach dem ersten Teil, und Ripley hat ihre Tochter verloren. So wird ihr Charakter vertieft und sie entwickelt für das kleine Mädchen am Planeten Muttergefühle. Auch überzeugt sie als starke Anführerin, die sich von den Soldaten nichts sagen lässt und dann auch gleich das Kommando übernimmt. Die anderen Charaktere bleiben eher oberflächlich, sie kommen ihren Rollen nach, nicht mehr oder weniger. Die Meisten dienen eh nur als Futter oder Brutsätten für die Aliens. Hier sehen wir weitere Eigenschaften aus der Natur der Biester, was sie wesentlich intelligenter wirken lässt als nur instinktive Killer.

Cameron wollte den Film größer als seinen Vorgänger machen, so ist auf dem Planeten freilich mehr Platz und es gibt auch viel mehr Aliens und sogar eine Königin, mit der es dann zum Showdown kommen soll. Vorrangig legt der Film aber mehr Wert auf Action als auf Spannung. Klar ein Rudel Soldaten ballert nun mal gerne rum. Dennoch gelingt es Cameron auch die Spannungskurve gegen Ende zu steigern. Die Action kann sich durchaus sehen lassen, Neben den schießwütigen Soldaten gibt es noch jede Menge Explosionen. Und so bleibt das Tempo im Film recht hoch.

Die Sets sind stimmungsvoll gestaltet und tragen wieder viel zur dichten Atmosphäre bei. Neben der verwüsteten Forschungsstation spielen sich auch einige Szenen im Raumschiff der Aliens ab, wo die Königen fröhlich am Eierlegen ist. HR Gigers Kreationen sind wieder sehr gelungen und wirken natürlich wider bedrohlich.

Fazit:

Teil 2 überzeugt mit jeder Menge Action, einer kämpferischen Riples und abermals mit gut gestalteten Xenomorphen inklusive Königin.

4/5

Nachdem Ripley mit dem kleinen Mädchen und Bishop fliehen konnte, stürzt ihr Rettungsschiff auf einem ehemaligen Gefängnisplaneten ab. Sie ist die einzige Überlebende. Doch sie haben noch etwas mitgebracht, das schon alsbald für Angst und Schrecken unter den Häftlingen sorgt. Anfangs wissen die Leute nicht, was vor sich geht und warum immer wieder Häftlinge verschwinden, doch Ripley hegt einen furchtbaren Verdacht.

Doch nun muss sich Ripley nicht nur gegen einen außerirdischen Killer behaupten, auch Häftlinge, die Jahre lang keine Frau gesehen haben, bereiten ihr Probleme. Auch der Gefängnisleiter ist wenig begeistert, dass Ripley nun hier ist. Ein Versorgungsschiff ist unterwegs, das sie wieder abholen soll. In der Zwischenzeit gilt es den Xenomorphen aufzuhalten, was sich ohne Waffen als höchst schwierig heraus stellt.

Kritik:

Einige Jahre nach Teil zwei übernahm David Fincher den Regiestuhl und bringt Ripley in eine schier ausweglose Situation. Sie überlebt als Einzige den Absturz, ist gebrochen, hat ihre Ersatztochter verloren und sieht sich nicht nur mit einem Alien, sondern auch mit einer Horde Schwerverbrecher konfrontiert. Ohne Waffen, ohne Chance auf Überleben macht sich Panik unter den Leuten breit. Ripley übernimmt wieder die Führung und verleiht den Männern Hoffnung.

Auch bleibt ihr zeit für ihre eigenen Gefühle. Leid und Verlust werden durch eine aufkommende Affäre durchbrochen, um wieder in Verlust zu enden. Und was sie nicht umbringt, macht sie härter. So weiß sie sich auch recht gut in dem Gefängnis zu behaupten. Die Häftlinge sind recht gut dargestellt und es gibt eine gute Mischung bei den Charakteren. Von einigen erfahren wir auch die Hintergründe.

Generell ist der Grundtenor in diesem Teil dunkler und düsterer, die Action tritt wieder in den Hintergrund, dafür gibts wieder Spannung und eine sehr dichte Atmosphäre. Auch die Musik trägt ihren Teil dazu bei. Die Stimmung ist pessimistisch, der Gewaltgrad dafür um Einiges höher und es gibt auch jede Menge Blut, wobei die Vorgänger eher zurückhaltender waren. Das Alien von HR Giger ist wieder sehr gut gestaltet und hat sich auch etwas weiter entwickelt. So fürchtet es kein Feuer mehr.

Fazit:

Nach Spannung und Action gibts im dritten Teil düstere, blutige Gewalt. Und es bleibt auch Zeit für Gefühle. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und Fincher schafft eine dichte Atmosphäre.

4/5

200 Jahre nachdem sich Ripley mit der Alienkönigin in der Brust in den Tod stürzte, wurde sie von Forschern einer Armee geklont. Doch diese sind nur an der Königin interessiert, die sie für ihre Kriege einsetzen wollen. Durch das Klonen wurde auch Ripley verändert. Sie hat nun Aliengene in sich, ist stärker, aggressiver und spürt eine Verbundenheit zu den Viechern.

Eine Schmugglercrew liefert Menschenopfer, die als Wirt für die Aliens dienen sollen. Als die Neue in der Schmugglercrew Verdacht schöpft, was auf diesem Forschungsschiff vor sich geht, ist es bereits zu spät. Die Aliens brechen aus, die Soldaten fliehen, und der Autopilot steuert die Erde an…

Kritik:

Wir wären nicht noch weitere 200 Jahre in die Zukunft gereist, könnten wir Tote nicht wieder durch Klonen auferstehen lassen. Laserwaffen haben sie allerdings noch immer nicht erfunden. Und so haben wir hier nun Forscher, die Aliens für ihre Kriege nutzen wollen. Und da Alieneier anscheinend nicht so leicht zu bekommen sind, wurde Ripley, die eine Königin in sich trug geklont. Der achte Versuch war dann erfolgreich.

Die Szenerie beschränkt sich wieder mal auf ein Raumschiff, doch will hier einfach keine Atmosphäre und auch keine Spannung aufkommen. Dafür gibts Action sobald die Aliens ausbrechen. Die Soldaten evakuieren das Schiff und überlassen die Schmuggler ihrem Schicksal. Diese sind natürlich nicht ganz wehrlos und haben auch Ripley als Unterstützung, welche nun auch genetisch verbessert ist.

Sigourney Weaver überzeugt wieder als Ripley und kann sich gut auf die neuen Vorgaben einlassen. Sie versteht es Ripley nun etwas kühler aber doch menschlich darzustellen. Die anderen Charaktere passen sich gut ins Geschehen ein. Der ein oder andere neigt leicht dazu zu nerven. Bekannte Gesichter gibts diesmal auch mit Ron Perlman und Winona Ryder, die in ihren Rollen auch überzeugen können.

Die Gestaltung der Aliens und Ausstattung ihres Reviers am Schiff ist wieder durchaus gelungen. Auch die Klonversuche von Ripley sehen stimmungsvoll aus. Die Effekte sind auch etwas blutig, doch bedenkt man, dass 12 Aliens auf dem Schiff sind, wird der Bodycount recht gering gehalten.

Fazit:

Teil 4 kann die Klasse der drei Vorgänger leider nicht halten. Auch wenn die Ausstattung und die Aliens wieder klasse aussehen, fehlt es doch an Atmosphäre und Spannung.

2,5/5

2004 entdeckt ein Weyland Corp Satellit eine Wärmesignatur auf einer antarktischen Insel. Nähere Untersuchungen zeigen eine unterm Eis vergrabene Tempelanlage. Daraufhin schart Mr. Weyland eine Crew von Archäologen um sich, die diesen Tempel erkunden sollen. Zufällig wird diese Wärmesignatur auch von einer Gruppe Prädatoren wahrgenommen, die sogleich zur Quelle reisen.

Als die Forscher an der besagten Stelle eintreffen, finden sie zunächst eine aufgelassene Walfängerstation, unter der sich die Pyramide befinden soll. Seltsamerweise stoßen sie auf einen Tunnel, der direkt zur Pyramide führt, welcher am Vortag noch nicht da war.

Unterdessen erwacht in den Tiefen der Pyramide eine Alienkönigin und beginnt mit ihrer Lieblingsbeschäftigung, Eier legen. Auch die Prädatoren beginnen mit ihrer Jagd und dezimieren schon mal die Crew des Forschungsschiffes. Und als die Forscher die Waffen der Jäger finden und somit den Startschuss zur Jagd geben, geht der Spaß erst richtig los.

Kritik:

Nach Jahren wurden die Fans von Paul W. S. Anderson erhört und die beliebten Aliens treffen auf die nicht minder beliebten Predators. Hatte Ripley in der Zukunft stets verhindert, dass die Aliens zur Erde kommen, erfahren wir hier, dass sie schon längst da sind. Besser gesagt, sie wurden von den außerirdischen Jägern für Übungszwecke in eine Pyramide gesperrt. Damals war in der Antarktis noch ein dichter Urwald. Da die Pyramide ägyptische Hieroglyphen  aufweist schürt das natürlich auch die Theorie, dass die Pyramiden der damaligen Hochkulturen von Außerirdischen erbaut wurden.

Unsere Forscher sind nun in der Anlage, die sich alle paar Minuten wie ein verrücktes Labyrinth verschiebt, gefangen und sehen sich nun gleich zwei schier unbezwingbaren Bedrohungen gegenüber, die dann auch actiongeladen und blutig aufeinander treffen. Die dunklen Gänge und die einzelnen interessant gestalteten Räume des Tempels verleihen dem Film eine dichte Atmosphäre. Spannung kommt gegen Ende auch auf. Die Effekte sind durchaus gelungen und der Bodycount ist recht hoch. Auch die außerirdischen selbst sind wieder gewohnt gut gestaltet und eigentlich recht cool dargestellt.

Wie nicht anders zu erwarten, stehlen sie den Menschen die Show, welche eigentlich eh fast nur dem Bodycount dienen. Auf eine Hand voll Charaktere wird eingegangen, die restlichen bleiben blass im Hintergrund. Eine Heldin kristallisiert sich schon zu Beginn heraus und schließt dann auch eine neue Freundschaft.

Fazit:

Das erste Aufeinandertreffen der Filmlegenden ist durchaus gelungen und temporeich erzählt. Es wurde auch versucht eine Hintergrundgeschichte zu kreieren. Action, Spannung und Bodycount brauchen sich nicht zu verstecken. Die Menschen wirken allerdings etwas blass.

3,5/5

Forscher finden in einer Höhle Malereien aus der Steinzeit. Dabei ist das Bild einer Figur, das auf eine Sternenkonstellation weist. Doch dies war nicht er erste Fund mit dieser Karte. Das Team ist sich sicher, dass Außerirdische damals Wegweiser zu ihrer Heimat hinterlassen hatten und wollten, dass wir, wenn wir dazu bereit sind, sie finden.

2049 bricht ein Raumschiff zu den Koordinaten auf. Finanziert durch die Weyland Corporation erreicht das Schiff mit einer Besatzung aus Söldnern, Forschern und einem Androiden den einzigen Planeten in dem System und landen auf dem dazugehörigen Mond. Dort finden sie ein riesiges Höhlensystem und erkunden es. Es dauert nicht lange, bis sie Leichen der Außerirdischen und weitere Erkenntnisse finden. Doch sie sind nicht allein auf dem Mond…

Kritik:

Mit Prometheus erzählt Ridley Scott die Vorgeschichte zu seinem Kultklassiker Alien und bekräftigt so nebenbei die These, dass wir von Außerirdischen abstammen und diese uns in der Vergangenheit immer wieder besucht hatten. So ist im Film auch Peter Weyland davon überzeugt und finanziert die Reise zu dem fernen Planeten. Dabei regt Prometheus auch zum Nachdenken über Glaube und Evolution an.

Scott tut hier, was er am besten kann. Er überzeugt mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen und bis ins kleinste Detail perfekte Sets, die immer passend mit der gelungenen Musik unterlegt sind. Einige der Ausstattungsgegenstände bilden die Brücke zur Alienreihe. Anhand von Hologrammen erzählen die Außerirdischen was ihnen auf dem Mond widerfahren ist.

Dank der gelungenen Bild- und Tonkomposition, gepaart mit der interessanten Geschichte entsteht eine dichte Atmosphäre und Scott gelingt es den Spannungslevel stetig zu steigern und auch die Action stets passend zu positionieren. Die Gestaltung der fremdartigen Kreaturen ist sehr gelungen. Auch wenn hier nicht ein Alien, wie wir es kennen, die Crew jagt, trifft diese auf genug Situationen die ihnen nach und nach das Leben kostet. Die Effekte sind dabei gut umgesetzt und das Tempo steigert sich zusehends. In der zweiten Hälfte wird der Film actionlastiger.

Mehr will ich natürlich nicht vorweg nehmen, Fans der Reihe wissen, dass die Weyland Corp. selten die Crew über die eigentliche Mission informiert und so spielt auch hier der Androide eine tragende Rolle. Michael Fassbender gelingt die Darstellung des Charakters recht gut und er überzeugt in seiner Rolle.

Die eigentliche Crew ist bunt zusammengewürfelt und wird im Verlauf des Films auch vorgestellt, so bleiben auch die Nebenrollen nicht blass und tragen auch ihren Teil zur Geschichte bei. Noomi Rapace übernimmt den Part der starken Frau in Form der Forschrein Elizabeth Shaw. Sie kann zwar eine Ellen Ripley nicht ersetzen, doch ist ihre Rolle passend für den Film konstruiert.

Fazit:

Meisterregisseur Ridley Scott erzählt uns die packende Vorgeschichte seines Alien in genialen Bildern und mit der richtigen Portion Tempo und Spannung.

5/5

Das Siedlungsschiff Covenant wird in den Weiten des Alls von einer Neutrinoexplosion beschädigt. Dabei wird die Crew aus dem Kälteschlaf gerissen und der Captain kommt ums Leben. 47 Kolonisten befinden sich noch im Tiefschlaf. Sie bemerken, dass sie noch viele Jahre vom eigentlichen Ziel entfernt sind. Sie wollten einen fernen Planeten besiedeln. Während sie das Raumschiff reparieren, empfangen sie eine Nachricht mit einer menschlichen Stimme von einem nahen Planeten. Sie beschließen, dem Signal nach zugehen und den Planeten aufzusuchen. Vielleicht könnte man ja auch dort siedeln.

Dort angekommen schicken sie einen Landungstrupp, um nach dem Signal zu suchen. Sie landen in einer fruchtbaren Landschaft und finden auch Nutzpflanzen von der Erde vor. Doch es scheint keine Tiere zu geben. Unweit von ihrem Landepunkt finden sie ein abgestürztes Raumschiff und Spuren von Dr. Shaw, der wissenschaftlichen Leiterin der Prometheus. Ein Teil der Gruppe nimmt einige Proben für weiterer Untersuchungen. Durch Pilzsporen wird ein Crewmitglied infiziert und brütet ein aggressives Wesen aus.

Und als es nach Nacht wird, wimmelt es auf dem Planeten nur so von diesen Viechern. Im letzten Moment rettet der Androide David die Crew und bringt sie in Sicherheit. Er erzählt, wie er mit Dr. Shaw vor 10 Jahren hier gestrandet ist, und das gekaperte Raumschiff versehentlich einen Erreger auf dem Planeten freisetzte, der alles Leben auslöschte….

Kritik:

Ridley Scott schließt an seinen Erfolg Prometheus an und erzählt die Geschichte interessant weiter. Und diesmal dürfen auch wieder die altbekannten Aliens mitspielen. Wenngleich wir zuvor noch mit einer Urform dergleichen beglückt werden, welche ihren alten Bekannten aber ins Nichts nachstehen. Doch der Reihe nach.

Melancholisch und poetisch stellt Scott in Form des Androiden David die Frage nach der Schöpfung. Er wurde von Wailand geschaffen, es ist ihm aber nicht möglich selbst zu erschaffen. Doch David verdeutlich uns während er Walter, einen Androiden gleicher Bauart, in seine Geheimnisse einweiht, dass er sich weiter entwickelt hat, und der Drang etwas zu erschaffen ihn über Leichen gehen ließ. Begeistert von seiner Perfektion hat er mehr zerstört als erbaut. Doch dies ist irrelevant für den rationalen künstlichen Humanoiden. Michael Fassbender überzeugt hier abermals in seiner Rolle.

Ganz wie von Scott gewohnt präsentiert er uns wieder eine atemberaubende Kulisse, die mit stets passender Musik unterlegt ist. So sehen wir zum Beispiel David mit seinem Schöpfer in einem steril weißen Raum, mit einigen Kunstgegenständen, wie sie über die Schöpfung reden und den Einzug der Götter in Walhall spielen. Das vermeintliche Paradies entpuppt sich als Lebensbedrohlich und die Ruinen der untergegangenen Zivilisation vermitteln eine gar düstere Atmosphäre.

Scott wartet aber nicht allzu lange um mit der Action loszulegen. Nach dem anfänglichen Unfall werden die Charaktere vorgestellt und schon nach kurzer Zeit auf dem Planeten gehts schon mit den Aliens los. Diese sind schnell und brutal. Die Gestaltung der Wesen ist wieder sehr gelungen und die Effekte können sich durchaus sehen lassen. Mit der Action steigt auch die Spannung, welche dann von Poesie unterbrochen wird, die die Bedrohung verdeutlicht und schon gehts ins spannungsgeladenen Finale.

Fazit:

Covenant vereint Poesie mit Alienaction und spinnt die Geschichte von Prometheus gekonnt weiter. Scott überzeugt wieder mit seiner Bild- und Tonkomposition und legt auch Wert auf seine Charaktere. Ganz ungeniert lässt er auch noch eine Hintertür für eine kommende Fortsetzung offen.

4/5

4 Kommentare zu „Filmserie: Alien

  1. Keime Ahnung, wie oft ich die filme schon gesehen habe… und immer noch sind sie guckbar 🙂
    Diese Jubiläumsfilmchen waren gar nicht so schlecht. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es die bei Youtube.

    Gefällt 1 Person

  2. Alien gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Die Fortsetzungen fand ich dann allesamt weniger gelungen. Auch wenn der zweite Teil durchaus in Ordnung ist. Aber an den erten kommt er meiner Meinung nach auf keinen Fall ran. Ist aber auch schwer die beiden Filme zu vergleichen, da Cameron ja bewusst in eine ganz andere Richtung geht.

    Prometheus fand ich auch toll. Covenant finde ich fällt da jedoch deutlich ab.
    „…und legt auch Wert auf seine Charaktere“. Da musste ich kurz lachen 😉 Sind die Charaktere nicht einfach nur seelenloses Alienfutter?

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