Alien: Covenant (Filmkritik)

Das Siedlungsschiff Covenant wird in den Weiten des Alls von einer Neutrinoexplosion beschädigt. Dabei wird die Crew aus dem Kälteschlaf gerissen und der Captain kommt ums Leben. 47 Kolonisten befinden sich noch im Tiefschlaf. Sie bemerken, dass sie noch viele Jahre vom eigentlichen Ziel entfernt sind. Sie wollten einen fernen Planeten besiedeln. Während sie das Raumschiff reparieren, empfangen sie eine Nachricht mit einer menschlichen Stimme von einem nahen Planeten. Sie beschließen, dem Signal nach zugehen und den Planeten aufzusuchen. Vielleicht könnte man ja auch dort siedeln.

Dort angekommen schicken sie einen Landungstrupp, um nach dem Signal zu suchen. Sie landen in einer fruchtbaren Landschaft und finden auch Nutzpflanzen von der Erde vor. Doch es scheint keine Tiere zu geben. Unweit von ihrem Landepunkt finden sie ein abgestürztes Raumschiff und Spuren von Dr. Shaw, der wissenschaftlichen Leiterin der Prometheus. Ein Teil der Gruppe nimmt einige Proben für weiterer Untersuchungen. Durch Pilzsporen wird ein Crewmitglied infiziert und brütet ein aggressives Wesen aus.

Und als es nach Nacht wird, wimmelt es auf dem Planeten nur so von diesen Viechern. Im letzten Moment rettet der Androide David die Crew und bringt sie in Sicherheit. Er erzählt, wie er mit Dr. Shaw vor 10 Jahren hier gestrandet ist, und das gekaperte Raumschiff versehentlich einen Erreger auf dem Planeten freisetzte, der alles Leben auslöschte….

Kritik:

Ridley Scott schließt an seinen Erfolg Prometheus an und erzählt die Geschichte interessant weiter. Und diesmal dürfen auch wieder die altbekannten Aliens mitspielen. Wenngleich wir zuvor noch mit einer Urform dergleichen beglückt werden, welche ihren alten Bekannten aber ins Nichts nachstehen. Doch der Reihe nach.

Melancholisch und poetisch stellt Scott in Form des Androiden David die Frage nach der Schöpfung. Er wurde von Wailand geschaffen, es ist ihm aber nicht möglich selbst zu erschaffen. Doch David verdeutlich uns während er Walter, einen Androiden gleicher Bauart, in seine Geheimnisse einweiht, dass er sich weiter entwickelt hat, und der Drang etwas zu erschaffen ihn über Leichen gehen ließ. Begeistert von seiner Perfektion hat er mehr zerstört als erbaut. Doch dies ist irrelevant für den rationalen künstlichen Humanoiden. Michael Fassbender überzeugt hier abermals in seiner Rolle.

Ganz wie von Scott gewohnt präsentiert er uns wieder eine atemberaubende Kulisse, die mit stets passender Musik unterlegt ist. So sehen wir zum Beispiel David mit seinem Schöpfer in einem steril weißen Raum, mit einigen Kunstgegenständen, wie sie über die Schöpfung reden und den Einzug der Götter in Walhall spielen. Das vermeintliche Paradies entpuppt sich als Lebensbedrohlich und die Ruinen der untergegangenen Zivilisation vermitteln eine gar düstere Atmosphäre.

Scott wartet aber nicht allzu lange um mit der Action loszulegen. Nach dem anfänglichen Unfall werden die Charaktere vorgestellt und schon nach kurzer Zeit auf dem Planeten gehts schon mit den Aliens los. Diese sind schnell und brutal. Die Gestaltung der Wesen ist wieder sehr gelungen und die Effekte können sich durchaus sehen lassen. Mit der Action steigt auch die Spannung, welche dann von Poesie unterbrochen wird, die die Bedrohung verdeutlicht und schon gehts ins spannungsgeladenen Finale.

Fazit:

Covenant vereint Poesie mit Alienaction und spinnt die Geschichte von Prometheus gekonnt weiter. Scott überzeugt wieder mit seiner Bild- und Tonkomposition und legt auch Wert auf seine Charaktere. Ganz ungeniert lässt er auch noch eine Hintertür für eine kommende Fortsetzung offen.

4/5

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Ein Kommentar zu „Alien: Covenant (Filmkritik)

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