Dust Devil (Filmkritik)

In der afrikanischen Mythologie ward einst ein mächtiges Wesen der Beschützer des Landes, bis ihn durch ein Missgeschick Flügel gewachsen sind. Seit dem treibt es ihn wie einen Sandsturm durchs Land. Während einer schon über sieben Jahre andauernden Dürre ist der Dämon, von den Schamanen Dust Devil genannt, auf der Suche nach einsamen und selbstmordgefährdeten Menschen, die er tötet, zerstückelt und mit deren Blut okkulte Riten durchführt.

Was natürlich die Polizei auf den Plan ruft, welche den okkulten Serienmörder jagt, der laut Recherchen schon seit den 50er Jahren sein Unwesen treibt. In der Zwischenzeit nimmt die junge Wendy, die von ihrem brutalen Mann davongelaufen ist, den Anhalter mit, wodurch ihr das gleiche Schicksal droht, doch sie kommt hinter das dunkle Geheimnis…

Kritik:

Richard Stanley beschert uns mit Dust Devil einen durchgestylten Genremix zwischen Western, Horror und Roadmovie, der damals seiner Zeit voraus war. So führt uns ein Erzähler mitten in die Namib Wüste, wo die Mythologie auf die Moderne trifft. Eine langjährige Dürre demotiviert die Bewohner, und nährt den Dämon, der gezielt Verzweifelte und Selbstmörder heimsucht und für seine Zwecke nutzt.

Gekonnt nutzt Stanley diverse Farbfilter um die Szenerie zu intensivieren, so taucht er die endlose Wüste in ein schales und bedrohliches Rot. In der Nacht kommt ein Blaufilter zum Einsatz, und die ruhigen Szenen werden ohne Filter präsentiert. Die trostlose Landschaft und nicht enden wollende Wüste mit vereinzelten Zivilisationen verleihen dem Film eine gelungene Atmosphäre. Auch die gelungene Musik trägt einen großen Teil dazu bei.

Die Morde und das Zerstückeln geschehen im Off, die Tatorte werden dann sehr stimmungsvoll gestaltet und der Okkultismus wird dabei und mit der Rolle des Schamanen mehr und mehr unterstrichen. Doch es gibt auch einige sehr gelungene Effekte, die vor allem recht blutig gestalten sind. Gegen Ende steigt zwar nur bedingt die Spannung, aber der Showdown kann sich durchaus sehen lassen.

Die Charaktere sind gut gewählt und ausgearbeitet. Wendy darf sich während des Films entwickeln, wir allerdings von Chelsea Field etwas schwach dargestellt. Robert John Burke überzeugt als wortkarger Dust Devil.

Fazit:

Dust Devil ist ein gelungener Genremix, der vor allem durch seine stylische Bild- und Tonkomposition überzeugen kann.

4/5

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