Freddy VS. Jason (Filmkritik)

Freddy hat ein Problem. Einst war er der Schrecken der Elm Street, doch heute erinnert sich niemand mehr an ihn. Seine Macht schwindet, aber arbeitslos möchte er auch nicht sein. So durchforstet er die Hölle nach einem brauchbaren Mittel zum Zweck und trifft dabei auf Jason. Freddy schleicht sich in seine Träume ein, erweckt ihn wieder zum Leben und schickt ihn in die Elm Street 1428.

Dort trifft er auf besoffene und rumvögelnde Teenager. Er bringt eine Jungen im Schlafzimmer um und ein Polizist vermutet, dass Freddy zurück ist. Dies hören die anderen Kids und öffnen somit Freddy wieder die Tür zu ihren Träumen. Währenddessen hört Will Rollins, der wegen Alpträumen damals in eine Nervenheilanstalt eingeliefert wurde, von dem Vorfall und bricht aus um seinen Freunden zu helfen.

Je mehr Kids Jason umbringt, desto stärker wird Freddy. Doch Jason ist nicht bereit das Feld zu räumen, denn er findet Gefallen an seiner neuen Spielwiese. Das passt Freddy nun gar nicht und es kommt zum Kampf der Giganten…

Kritik:

Die Fans wollten es, die Fans haben es bekommen. Und es sollte nun ein für alle Mal geklärt werden, wer der bessere Killer ist. Ronny Yu lässt hier zwei Horrorikonen aufeinander treffen und ruft zum blutigen Duell. Doch er stand auch vor einer großen Herausforderung, denn die Fans waren anspruchsvoll, und es sollte die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden, die die Serien an die Wand gefahren hatten. Aber es sollten auch die Stärken der Vergangenheit genutzt werden.

Die Geschichte selbst ist schon mal gelungen. Jason ist in der Hölle gefangen, seine Übernatürlichkeit hat man auf die Unsterblichkeit reduziert, was schon mal eine gute Entscheidung war. Den lächerlichen Weltraumfilm hat man zum Glück ignoriert. Jason geht wieder munter drauf los und erfreut sich an seinem Hobby. Seine Beziehung zur Mutter wurde gut eingebaut, allerdings hat man ihm Angst vorm Wasser angedichtet, aber wahrscheinlich hätte sonst die Verbindung zu Freddy, der von der Angst seine Kraft schöpft, nicht ganz gepasst.

Freddy blendet zum Glück Teil 6 und 7 aus. Also er wurde nicht von den Traumwürmern in die Hölle gezerrt und in Hollywood hat er auch nicht vorbei geschaut. Zum Glück darf er wieder düster und etwas Angst einflößend wirken. Er redet zwar nicht wenig, spart sich aber pseudolustige Kommentare auf. Die Träume sind erfreulicherweise sehr atmosphärisch gestaltet und Freddy verwandelt sich darin auch wieder in diverse Kreaturen.

Also stiftet Freddy Jason zu Morden in der Elm Street an, damit die Kids Angst bekommen und Freddy wieder in ihren Alpträumen wüten kann. So holt sich Jason ein Opfer nach dem Anderen, nimmt dabei Freddy welche weg. Die Morde fallen erfreulicherweise recht brutal und blutig aus. Die handgemachten Effekte sind dabei gut in Szene gesetzt worden. Spannung kommt auch auf und das Tempo wird generell recht hoch gehalten.

Aber es wird auch den Charakteren genug Zeit gegeben, um sich vorzustellen und zu entwickeln. Der Fokus liegt nicht nur auf ein paar Kids, auch die Polizisten und Eltern spielen eine Rolle. Natürlich gibts wieder jede Menge Charaktere, die nur für den Bodycount da sind. Einige dürfen zuvor noch kurz mit den Silikontitten wackeln, rumvögeln und kiffen. Doch die Kids spielen im Film auch eine tragende Rolle.

Und schließlich treffen unsere beiden Helden aufeinander, wo sie sich erfreulicher Weise nichts schenken. Wer das Duell gewinnt verrate ich nicht, denn vielleicht hat wer den Film noch nicht gesehen. Der Kampf ist blutig und actionreich gestaltet. Jeder kann ordentlich austeilen und muss auch einstecken. Somit ist das Finale überaus gelungen.

Fazit:

Lang erwartet und dann doch realisiert. Freddy VS. Jason macht einfach Spaß. Die Geschichte ist interessant und gut erzählt, Atmosphäre und Spannung passen, die Morde sind blutig gestalte und die anderen Charaktere passen auch gut in die Szenerie. Hoffen wir mal, dass es mit den beiden oder mit andren Helden unserer Horrokindheit weiter gehen wird. Bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt.

4/5

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