Freitag der 13. – Remake (Filmkritik)

1980 wird Mrs. Vorhees von der letzten Überlebenden enthauptet. Jason muss das Ganze mit ansehen. Jahre später wandert eine Gruppe Jugendlicher durch den Wald beim Crystal Lake auf der Suche nach dem alten Camp. Beim Lagerfeuer erzählen sie sich Geschichten über Jason und seine Mutter. Anschließend vergnügen sie sich im Zelt, kiffen und finden auch das Camp. Natürlich passt das Jason gar nicht, und er bringt die Kids um.

Einige Wochen später ist Clay auf der Suche nach seiner Schwester Whitney, die mit den Campern unterwegs war und seit dem vermisst wird. Die Polizei vermutet, dass sie mit ihrem Freund durchgebrannt ist und rät ihm, die Suche aufzugeben. Doch Clay lässt sich nicht abwimmeln und trifft auf eine Gruppe Studenten, die im Waldhaus eines reichen Jungen ein Wochenende verbringen. Doch sie sind nicht allein….

Kritik:

Nachdem die Serie nach 10 Teilen nun endgültig an die Wand gefahren war, die Fans aber noch immer mehr sehen wollten, entschied man sich, das Ganze zurück zum Ursprung zu bringen. Marcus Nispel, der schon das blutige Remake der TCM Serie gedreht hatte, wurde hier als Regisseur eingesetzt. Michael Bay und Sean S. Cunningham produzierten den Film.

Und der Neustart ist durchaus gelungen. Wir erfahren von Jasons Mutter, die im ersten Film geköpft wurde und sehen wie Jason das Alles mit ansehen musste. Für den Eröffnungskill wird uns hier gleich eine ganze Gruppe junger Camper vorgesetzt, die Jason mit Erdäpfelsack übern Kopf munter abschlachten darf. Danach wird der Film etwas ruhiger und die neuen Protagonisten werden vorgestellt, und Jason findet seine Hockeymaske.

Allen voran Jared Padlecki als Clay, der seine Schwester sucht. Sam Winchester trifft auf Jason Vorhees, wär auch eine coole Folge für Supernatural geworden. Doch er fügt sich gut in seine Rolle als besorgter Bruder ein. Die restliche Gruppe ist bunt durchgemischt, was sicher kein Fehler war. So haben wir den Sportler, einen asiatischen Nerd (Aaron Yoo), einen reichen Ungustl, der nur am rumjammern ist, wenn wer was im Haus angreift und ein paar Mädels die dazu da sind, die Titten zu zeigen. Den Charakteren wird ausreichend Zeit gewidmet und die Darsteller machen ihre Sache recht gut.

Jason wird diesmal von Derek Mears gespielt und verleiht ihm wieder einen eher menschlichen Look. Auf das Übernatürliche wurde hier zum Glück verzichtet. Die Morde passen sich hier gut in die Handlung, man hat schließlich aus Fehlern gelernt, denn Jasons Fließbandarbeit macht die Filme nicht besser. Der Gewaltgrad ist dennoch schön hoch und die Kills gestalten sich blutig. (Zumindest beim Killer Cut des Films) Die Effekte sind gut gemacht und man hat zum Glück auf CG verzichtet.

Auch gelingt es Nispel Atmosphäre und Spannung zu erzeugen. Das stimmungsvolle Set mit dem Haus im dunklen Wald, sowie der stets passenden Musik tragen viel dazu bei. Bild und Tonkomposition passen hier sehr gut. Nach der Eröffnung baut sich die Spannung wieder stetig auf, die Opfer dürfen auch eine Zeit lang weglaufen, was ihnen bei einigen Teilen des Vorgängers verwährt geblieben ist.

Fazit:

Remakes werden ja selten willkommen geheißen. Dieses hier ist äußerst gelungen und bringt die Serie wieder nach oben. Das Gleichgewicht von Handlung und Morden ist ausgewogen, den Charakteren wird Zeit gewidmet und Jason kann wieder als bedrohlicher Killer überzeugen. Na hoffen wir mal, dass es hier mal weitergehen wird.

4/5

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2 Kommentare zu „Freitag der 13. – Remake (Filmkritik)

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