Jason goes to Hell – Die Endabrechnung (Filmkritik)

Jason hat der Ausflug in die große Stadt gar nicht gefallen und er ist wieder zuhause bei seinem See. Und ein williges Opfer ist schon gefunden. Als er die junge Frau in den Wald lockt, stellt sich dies allerdings als Falle heraus und Jason wird von einer Spezialeinheit zerfetzt. Doch Jasons Wille ist stark und so überträgt er seinen Geist in den Gerichtsmediziner, welcher von Sinnen in Jasons Herz beißt.

Ein Kopfgeldjäger, der sich Duke nennt, erklärt, dass Jason die Fähigkeit hat, seinen Körper zu verlasen und so ewig weiter leben kann. Er bietet auch gleich an Jason für eine halbe Million Dollar zu töten. Jason ist wieder auf dem Weg zum Crystal Lake. In der nahen Stadt bereiten sich die Leute bereits auf die Ankunft der Jason Touristen vor und wittern das große Geschäft. Indes läuft Jason umher, mordet und wechselt ständig seinen Körper…

Kritik:

Man wollte mal wieder die Reihe beenden. Sean S. Cunningham fungiert als Produzent und Adam Marcus übernahm die Regie. Anscheinend wollten sie erklären, wieso Jason unverwundbar ist und immer wieder zum Leben erwacht. Also was ist nahe liegender als es mit Magie zu versuchen? Und so machten sie aus ihm einen Dämonen, der nach Belieben die Körper wechseln kann. Komisch, dass er das nicht schon die 20 Jahre davor gemacht hat.

Jedenfalls läuft hier nicht der Jason, den wir sonst kennen durch den Wald, sondern jedes Mal ein Anderer. Zumindest sieht man Jason noch im Spiegelbild. Ja, die Geschichte ist absurd. Doch man konnte nun einige Elemente einbauen, nachdem Warner Bros die Produktion übernommen hatte. So finden wir unter anderem das Necronomicon oder ganz besondere Messer. Dennoch vermissen wir unseren guten, alten Jason. Es ist halt einfach nicht das Gleiche, wenn er nicht selber mordet.

Was allerdings erfreulich ist, hier wurde zum Glück die Unrated Version des Films gerettet. Und so präsentiert sich der neunte Teil überaus brutal, mit sehr gut gearbeiteten Spezialeffekten, Blut und Innereien. Da werden Körper zerschnitten und aufgelöst, also all das was der Fan der Reihe bei den letzten Teilen so vermisst hat.

Die Atmosphäre ist, bis auf ein paar Ausnahmen, gelungen. Der Wald ist wieder stimmungsvoll in Szene gesetzt, und auch das Haus von Jessicas Mutter weiß zu gefallen. Ansonsten spielt sich der Film in der Stadt ab, was nichts zur Atmosphäre beiträgt. Das klassische Freitag der 13. Feeling ist aber zumeist nicht vorhanden. Auch kommt gelegentlich etwas Spannung auf. Die musikalische Untermalung passt auch.

Den Charakteren wird hier etwas mehr Zeit gewidmet. Wir erfahren von ihrer Vergangenheit und ihrer Beziehung zueinander. Einige sind auch recht skurril und witzig gestaltet. Natürlich gibts wieder welche, die nur für den Bodycount da sind, was sich in der Unrated Fassung durchaus auszahlt. Die Darsteller sind austauschbar, da überzeugt keiner so richtig.

Fazit:

Wieder Mal wurde die Reihe abgeschlossen, diesmal mit einer recht absurden Handlung, in der Jason nicht er selbst sein durfte. Zumindest hat man hier Wert auf die Charaktere gelegt. Und ganz erfreulich ist, dass die Unrated Fassung erhalten geblieben ist.

3/5

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