Freitag der 13. Teil 8 – Todesfalle Manhatten (Filmkritik)

Ein junges Paar vergnügt sich an Bord eines Bootes am Crystal Lake. Während sie den Anker lösen, erwischt dieser ein Stromkabel und erweckt Jason wieder zum Leben. Dieser kapert dann das Boot und bringt die beiden um. Das Boot treibt hinaus zu einem Hafen, wo eine Gruppe Jugendlicher auf ein Schiff steigen, das nach Manhatten fährt. Auch der Sohn des Captains, Sean,  ist mit dabei. Er soll von seinem Vater die Seefahrt lernen. Alle Kids sind an Bord und es schleicht sich noch ein blinder Passagier mit ein.

Rennie konnte sich auch entschließen mitzufahren, obwohl sie als Kind ein traumatisches Erlebnis im Wasser hatte. Sie wurde rein geworfen und konnte nicht schwimmen. Die Kids feiern, nehmen Drogen, haben Sex und werden nach und nach von Jason ermordet. Ein paar schaffen es dann doch nach New York, doch Jason folgt ihnen in die Stadt…

Kritik:

Jason verlässt also seinen geliebten See. Regisseur Rob Hedden, seines Zeichens ein geographisches Nockabatschal, lässt ihn vom See aus mit einem größeren Boot zum Meer fahren. Wo er dann aus unerfindlichen Gründen auf ein Partyschiff steigt und seinem Hobby nachgeht. Und dies tut er wieder sehr gewissenhaft. Doch die US Zensur hat auch bei diesem Teil wieder ordentlich  zugeschlagen und so viele Szenen entschärft. Nichtsdestotrotz gibts noch ein bisschen Blut und Effekte zu sehen. Doch für Gorehounds waren es dunkle Zeiten in den späten 80ern, so wirken Teil 7 und 8 relativ harmlos.

Obwohl Teil 8 mit Sicherheit kein Meisterwerk ist, macht er doch Einiges besser als der Vorgänger. Der ganze Mystery-Schwachsinn wurde gleich wieder in die Tonne gekickt. Jason stellt wieder ganz gewöhnlichen Jugendlichen nach, ohne verzaubert zu werden. Ist ihm wahrscheinlich eh lieber. Und seltsamerweise ist er unter Wasser geheilt. Im Vorgänger sah er ja gar nicht mehr so gesund aus, schauen diesmal seine Knochen nicht mehr raus und einen Schneider hatte er unter Wasser auch gefunden. Kane Hodder darf ihn wieder spielen und macht seine Sache recht gut.

Atmosphäre gibts im Film nicht wirklich. Das Partyschiff eignet sich dafür nicht wirklich. Zu Beginn werden kurz die Schattenseiten von New York gezeigt, dreckige Gassen und Junkies. Dann befinden wir uns schon am See, der eine gewohnte Kulisse bietet. Fast eine Stunde dauert es, bis wir das titelgebende Manhatten erreichen. Dafür gelingt es Hedden allerdings etwas Spannung zu verbreiten. Die Musik wird dabei gut eingesetzt und Jason wirkt diesmal bedrohlicher, wobei er sich manchmal auch selber nicht sehr ernst nimmt.

Die Charaktere sind wieder mal nichts Besonderes. Teilweise wurden sie wieder recht dumm geschrieben. Zum Beispiel wird die Gruppe Überlebender in New York von zwei Halbstarken überfallen, die ein Mädl mitnehmen und vergewaltigen wollen. Doch anstatt hinterher zu eilen und sie zu retten, teilen sie sich erst mal auf und suchen die Polizei. Na zum Glück kann man sich  zumindest auf Jason verlassen.

Das Trauma von Rennie wurde recht gut dargestellt, sie sieht sich als Kind im Wasser, hat Visionen vom kleinen Jason, usw. Nervig ist der Lehrer, dem man schon zu Beginn eine Unterhaltung mit Jason wünscht. Die Darsteller sind jetzt nicht wirklich herausragend. Sie bemühen sich zumindest.

Fazit:

Jason takes Manhatten, naja nicht mal ansatzweise, aber er besucht die Stadt zumindest. Teil 8 hebt die Qualität zum Vorgänger wieder etwas an, strotzt aber von Logiklöchern und litt auch stark unter der Zensur.

2,5/5

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